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Weltglücksbericht Deutsche glücklich, Dänen glücklicher

Bild"Neuer Hafen" in Kopenhagen
"Neuer Hafen" in Kopenhagen

(Quelle: imago)

Das Glück sei das einzige, das sich verdopple, wenn man es teile, sagte der Philosoph Albert Schweitzer. Aber so leicht ist die Sache nicht. Denn Glück hängt von vielen Faktoren ab. Laut einer neuen Studie schneiden Dänen in Sachen "Happiness" besonders gut ab. 


Die Dänen sind laut einer weltweiten Studie am glücklichsten und Deutschland schafft im Ranking der glücklichsten Länder einen deutlichen Sprung nach vorn - von Rang 26 auf Platz 16. Dänemark eroberte den Spitzenplatz unter rund 160 untersuchten Ländern zurück, den im Vorjahr die Schweiz belegt hatte. Dies geht aus dem Weltglücksbericht des Earth Institute der New Yorker Columbia-Universität hervor, der am Mittwoch in Rom vorgestellt wurde. 2016 steht die Schweiz auf dem zweiten Platz, gefolgt von Island.

Die meisten der 30 letztplatzierten Länder liegen in Afrika. Der für die Vereinten Nationen erstellte Bericht verbindet unter anderem Länderdaten mit Befragungen über die Selbstwahrnehmung ihrer Bewohner. Er berücksichtigt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die durchschnittliche Lebenserwartung, die gefühlte Unterstützung aus dem eigenen sozialen Umfeld oder Vertrauen in Regierung und Unternehmen mit Blick auf Korruption. Es geht auch um die von den Befragten empfundene Freiheit, grundlegende Entscheidungen für das eigene Leben treffen zu können sowie die Großzügigkeit der Befragten mit Blick auf Spenden.

Syrien unter fünf letzten Plätze

Auch negative Faktoren wie Sorgen, Trauer und Wut spielen eine Rolle. Unter den Top Ten finden sich in folgender Reihenfolge auch Norwegen, Finnland, Kanada, die Niederlande, Neuseeland, Australien und Schweden. Sie hatten es auch 2015 unter die ersten zehn Plätze geschafft. Ebenfalls vor Deutschland liegen auf den Plätzen 11 bis 15 die Länder Israel, Österreich, USA, Costa Rica und Puerto Rico. "Die Eigenberichte über Glück und Wohlergehen sollten auf der Agenda jedes Landes sein", sagte Jeffrey Sachs, Direktor des Earth Institute. Auf fünf der letzten Plätze landeten das zerrüttete Bürgerkriegsland Syrien, das gegen radikal-islamische Taliban kämpfende Afghanistan, das ostafrikanische Burundi sowie die westafrikanischen Länder Togo und Benin.

Nur fünf der Länder auf den letzten 30 Plätzen liegen nicht in Afrika. Am stärksten verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr Nicaragua in Mittelamerika und Sierra Leone in Westafrika, während sich die Lage in Griechenland, Ägypten und Saudi-Arabien mit Blick auf das Glück ihrer Bewohner am stärksten verschlechterte. In Deutschland stiegen laut Daten der Columbia-Universität in den vergangenen Jahren vor allem das Vertrauen in die Regierung und die Großzügigkeit der Menschen, während die Wahrnehmung von Korruption sank. Wie die Lebenserwartung bei Geburt stieg in Deutschland auch die gefühlte Freiheit, Lebensentscheidungen treffen zu können. Der diesjährige Bericht stützt sich auf Daten aus den Jahren 2013 bis 2015. Bei den ersten beiden Ausgaben des Berichts 2012 und 2013 war jeweils Dänemark auf dem ersten Platz gelandet, vergangenes Jahr hatten die Schweizer die Dänen auf Platz Drei verdrängt.

16.03.2016, Quelle: dpa
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