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merkzettel

Hacker-Angriff Yahoo warnt Nutzer vor möglichem Konten-Klau

BildWieder gehackt: Yahoo
Yahoo-Logo auf einem Laptop-Monitor

Wurde gehackt: Der Internet-Riese Yahoo.

(Quelle: dpa)

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(06.02.2017)

Das Ausmaß des Hacker-Angriffs auf Yahoo-Konten ist größer als gedacht: Yahoo zufolge konnten sich die Hacker teilweise auch ohne Passwörter einloggen - mithilfe gefälschter Cookies. Der Datenklau belastet die geplante Übernahme des Yahoo-Kerngeschäfts durch Verizon. 

Nach den Cyberattacken auf weit mehr als eine Milliarde Nutzerkonten warnt der Internetkonzern Yahoo seine Nutzer erneut. Hacker konnten offenbar in manche Accounts auch ohne Passwort eindringen. Yahoo informiere deshalb derzeit alle möglicherweise betroffenen Nutzer, sagte ein Unternehmenssprecher. Um wie viele Konten es geht, sagte er nicht.

Daten von rund Millionen Usern entwendet

Yahoo zufolge bedienten sich die Hacker gefälschter "Cookies". Mit ihnen werden Informationen über die Internetaktivitäten auf dem Computer des Nutzers gespeichert. Durch die Fälschung der kleinen Datenpakete war es den Angreifern demnach möglich, Yahoo-Nutzerkonten ohne Eingabe eines Passworts aufzurufen. Der Unternehmenssprecher versicherte, die gefälschten Cookies seien "ungültig" gemacht worden und könnten nicht mehr für Angriffe benutzt werden.

Yahoo hatte bereits im Dezember mitgeteilt, dass unbekannte Hacker im Jahr 2013 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Nutzer gestohlen hatten. Erst im September war der bis dahin größte Datenklau bei einem einzelnen Unternehmen bekanntgegeben worden: Demnach wurden im Jahr 2014 Daten von rund 500 Millionen Yahoo-Nutzern entwendet.

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Die Hacker stahlen unter anderem E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, verschlüsselte Passwörter sowie verschlüsselte oder unverschlüsselte Sicherheitsfragen und deren Antworten.

Übernahme durch Verizon fraglich

Der massenhafte Datenklau belastete auch die geplante Übernahme des Yahoo-Kerngeschäfts durch den US-Telekommunikationsriesen Verizon. Im Januar wurde die angestrebte Frist zum Abschluss des Geschäfts vom ersten auf das zweite Quartal 2017 verschoben.

Am Mittwoch berichteten mehrere US-Medien, die beiden Firmen hätten sich auf eine Senkung des Kaufpreises von ursprünglich 4,8 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) um 250 bis 300 Millionen Dollar geeinigt. Weder Yahoo noch Verizon wollten sich auf Nachfrage dazu äußern.

16.02.2017, Quelle: afp
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