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Handelskonzern Metro will sich aufspalten - Anleger begeistert

BildHandelsriese Metro
Metro

(Quelle: dpa)

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Nicolas Berggruen übernahm Karstadt, doch der angeschlagene Konzern muss die Sanierung aus dem laufenden Geschäft stemmen. Für viele Mitarbeiter ist Berggruen inzwischen zum Feindbild geworden.

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(17.03.2016)

Der Handelskonzern Metro plant eine Aufspaltung des Unternehmens. Der Vorstand bereite die Schaffung von zwei unabhängigen, börsennotierten Handelsgruppen vor, teilte der Konzern in Düsseldorf mit. Die Anleger reagierten begeistert - die Metro-Aktien schnellten zeitweise um zehn Prozent nach oben. 

Das Großhandelsgeschäft Metro Cash & Carry sowie die Lebensmitteltochter Real sollen dabei in eine eigene Gesellschaft übertragen werden. Die heutige Metro AG würde dann im wesentlichen nur noch aus der Elektroniktochter Media-Saturn bestehen.

Metro-Chef: Positiv für Anleger und Mitarbeiter

"Die Struktur ist deutlich fokussierter", sagte Metro-Chef Olaf Koch. Die Aufspaltung in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhändler sei ein Befreiungsschlag für beide Teile und bringe einen Mehrwert für die Aktionäre. Die neue Struktur schaffe zudem Möglichkeiten für Übernahmen.

Auch für die Beschäftigten seien die Pläne positiv: Durch Wachstum der beiden neuen Unternehmen würden neue Jobs entstehen. Beide neue Ketten sollten ihren Sitz in Düsseldorf haben, auch die Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt bleibe erhalten.

Aktien schnellen nach oben

Die Pläne des Handelskonzerns begeistern die Anleger offensichtlich - die Aktien des Handelskonzerns stiegen zeitweise um bis zu 10,3 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 27,09 Euro. Damit lagen sie an der Spitze des Nebenwerte-Index MDax.

Investoren hofften, dass die einzelnen Unternehmensteile für sich betrachtet mehr wert seien als im Verbund, sagte ein Händler. "Grundsätzlich werden solche Aufspaltungen deshalb an der Börse gerne gesehen."

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Aufsichtsrat muss noch zustimmen

Eine endgültige Entscheidung über die Aufspaltung steht laut Metro noch aus - unter anderem muss der Aufsichtsrat den Plänen noch zustimmen. Die Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützten das Vorhaben, zwei unabhängige Unternehmen zu schaffen. "Wir begrüßen die strategische Entscheidung", sagte ein Haniel-Sprecher.

Metro-Chef Koch zufolge soll die Aufspaltung bis Mitte 2017 umgesetzt werden. Die Aktionäre sollten dann über einen Aktiensplit Anteilsscheine der beiden neuen Gesellschaften in ihren Depots haben.

Weltweit beschäftigt der Handelsgigant nach eigenen Angaben mehr als 220.000 Mitarbeiter an über 2.000 Standorten. Im Geschäftsjahr 2014/2015 machte der Konzern einen Umsatz von rund 59 Milliarden Euro. In der vergangenen Zeit hatte Metro sich von großen Geschäftsbereichen getrennt und unter anderem 2015 die Kaufhauskette Kaufhof für rund 2,8 Milliarden Euro an Hudson's Bay aus Kanada veräußert.

30.03.2016, Quelle: dpa, reuters
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