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Baden-Württemberg Handgranate auf Flüchtlingsheim geworfen

VideoHandgranate auf Flüchtlingsheim
Kriminalbeamte der Spurensicherung untersuchen den Tatort in Villingen-Schwenningen

Unbekannte haben in Villingen-Schwenningen eine Handgranate über den Zaun einer Flüchtlingsunterkunft geworfen. Das teilte die Polizei mit. Es sei dabei aber nicht zur Explosion gekommen.

(29.01.2016)

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Das Vertrauen in das Flüchtlingshandling der Koalition schwindet zunehmend. Aber im Asylpaket II einigt sie sich auf einen Kompromiss - einen aufgewärmten.

(28.01.2016)

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Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin.

Der Fall eines angeblich in Berlin verstorbenen Flüchtlings ist frei erfunden. Laut Polizei gab ein Helfer der Organisation "Moabit hilft" zu, sich die Geschichte ausgedacht zu haben.

(28.01.2016)

Die Zahl der Anschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland ist stark gestiegen. Besonders extrem ist die Zunahme bei den Brandstiftungen. In Baden-Württemberg gibt es nun eine Attacke mit einer Handgranate, die aber nicht detoniert ist. 

Unbekannte haben auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg eine Handgranate geworfen. Die Polizei in Tuttlingen meldet, die Granate sei mit Sprengstoff gefüllt gewesen, aber nicht explodiert. Bei dem Anschlag in der Nacht zum Freitag wurde niemand verletzt, es entstand auch kein Sachschaden. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Kontrolliert zur Explosion gebracht

Den bisherigen Ermittlungen zufolge warfen Unbekannte die Handgranate kurz nach ein Uhr in der Nacht über den Zaun um die Erstaufnahmestelle. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes entdeckten den Sprengkörper und alarmierten die Polizei. Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) brachten die Granate um fünf Uhr morgens kontrolliert zur Explosion. Unklar blieb zunächst, ob ein Zünder vorhanden war.

Handgranaten

Unter einer Handgranate wird im allgemeinen Sprachgebrauch eine Spreng-/Splittergranate verstanden, die üblicherweise aus einer Sprenggranate mit Zünder und einem Splittermantel besteht. Die in der Bundeswehr verwendete Handgranate DM 51 besteht z.B. aus einem Splittermantel, der rund 6.500 Stahlkugeln enthält und einer Sprenggranate, deren Sprengladung 59 Gramm beträgt. Handgranaten sind im Abschnitt VII, Punkt 46 der Kriegswaffenliste, die Anlage zum Kriegswaffenkontrollgesetz (KrWaffKontrG) gelistet. Damit sind sie Kriegswaffen, die man ohne Genehmigung nicht besitzen darf.

Hinweise zu den Hintergründen der Tat lägen noch nicht vor, erklärte das Polizeipräsidium Tuttlingen. Die Ermittlungen liefen in alle Richtungen. Die Kriminalpolizei richtete eine Sonderkommission "Container" ein. Die Bevölkerung wurde zur Mithilfe aufgerufen. Gesucht werden Zeugen, die verdächtige Fahrzeuge oder verdächtige Menschen in der Nacht beobachtet haben.

Maas: "Ausmaß der Gewalt erschreckend"

Rund 20 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft mussten kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen, konnten aber schon in den frühen Morgenstunden wieder in ihre Räume zurückkehren. In der Flüchtlingsunterkunft, einer ehemaligen Kaserne, sind insgesamt rund 170 Asylbewerber in mehreren Gebäuden untergebracht.

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Bundesjustizminister Maas erklärte zu dem Anschlag, das "Ausmaß der Gewalt" sei "erschreckend". Die Täter dürften nicht ungestraft davon kommen. "Wir können alle nur dankbar sein, dass dieses Mal niemand verletzt wurde", hob Maas hervor. Der Anstieg von Angriffen gegen Flüchtlinge, Helfer oder Polizisten sei "insgesamt dramatisch".

Schlagkräftige Task Force gefordert

Die "neue Qualität der Hetze und Gewalt" müsse allen Demokraten ein Ansporn sein, noch entschiedener für eine offene und tolerante Gesellschaft einzutreten, mahnte der Justizminister. "Sprengkörper auf Flüchtlingsheime fliegen heute schon, wir dürfen nicht abwarten, bis es die ersten Toten gibt."

"Der Angriff mit einer Handgranate ist eine neue, erschreckende Kategorie des Hasses, die ein schrillendes Alarmsignal sein muss", erklärte Grünen-Chefin Simone Peter. Die Zahl der Gewalttaten auf Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland habe sich im vergangenen Jahr versechsfacht. "Der Kampf gegen rechten Terror muss von der Kanzlerin zur Chefsache gemacht werden", forderte Peter. "Die Sicherheitsbehörden müssen mit einer schlagkräftigen Task Force die rechte Gewalt stoppen, bevor es die ersten Toten zu beklagen gibt."

29.01.2016, Quelle: dpa, afp
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