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Hip-Hop-Musical bei Berlinale Spike Lee kämpft mit "Chi-Raq" gegen Gewalt

BildSpike Lee auf der Berlinale
Spike Lee auf der Berlinale

(Quelle: dpa)

VideoBerlinale thematisiert Flüchtlingskrise
Ein Bild aus dem Film Life on the Border, der Teil des Berlinale-Programms ist.

Die Flüchtlingskrise beschäftigt nicht nur die Politik, sondern auch Filmschaffende. Bei der 66. Berlinale werden gleich mehrere Filme gezeigt, die sich mit dem Schicksal von Flüchtlingen befassen.

(13.02.2016)

VideoBerlin: 66. Filmfestspiele eröffnet
Hollywood-Schauspieler George Clooney mit Begleitung auf der Eröffnungsfeier der 66. Berlinale.

Die Hollywoodstars Meryl Streep und George Clooney sorgten für große Begeisterung bei der Eröffnung der 66. Berlinale. Clooney gehört zu den Hauptdarstellern des Eröffnungsfilms "Hail, Caesar!".

(12.02.2016)

Der afroamerikanische Kult-Regisseur Spike Lee präsentiert auf der 66. Berlinale sein neuestes Werk "Chi-Raq". Mit dem Hip-Hop-Musical kämpft er gegen Waffen und Gewalt in seiner Heimat. Auch mit seiner Oscar-Absage hatte er jüngst für Aufsehen gesorgt. 

"Die USA sind ein gewaltsames Land. Es gibt immer mehr Schusswaffen in den USA. Es ist schlimm", sagte er am Dienstag auf der Berlinale. "99 US-Amerikaner sterben am Tag auf Grund des Gebrauchs von Schusswaffen. Da ist einiges zu tun", so der 57-Jährige.

Griechisches Theater als Vorbild

Auch die Präsidentschafts-Wahlen bereiten ihm Sorgen: "Wir leben in harten Zeiten in den USA. Im Moment sieht es ja sogar so aus, als könne Donald Trump Präsident werden. Das finde ich besorgniserregend."

Auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin präsentiert Lee seinen Spielfilm "Chi-Raq". Er setzt sich darin mit der Straßengewalt in schwarzen Stadtvierteln in Chicago auseinander. Er hat dafür das 411 v.Chr. erschienene Theaterstück "Lysistrata" des Griechen Aristophanes in die Gegenwart verlegt: Die Frauen in einem von Straßenterror und Mord beherrschten Teil Chicagos wollen den Frieden erzwingen, indem sie sich den Männern mit dem Slogan "No Peace, no Pussy!" sexuell verweigern. Gesprochen und gesungen in Reimen, wird der Film zum satirischen Hip-Hop-Musical.

"Chi-Raq" läuft außer Konkurrenz

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Der Titel "Chi-Raq" ist ein Akronym aus den Worten "Chicago" und "Iraq". Er spielt darauf an, dass es in Chicago in den vergangenen 15 Jahren mehr Mordopfer gab als US-amerikanische Tote im Afghanistan- und im Irakkrieg zusammen. Der Film läuft auf der 66. Berlinale außerhalb der Konkurrenz, ist also nicht im Rennen um den Goldenen oder einen der Silbernen Bären, die am Samstag verliehen werden.

Zuletzt hatte Lee mit der Absage seiner Teilnahme an der "Oscar"-Verleihung am 28. Februar für Schlagzeilen gesorgt. Damit unterstützt der Regie-Star in Hollywood den breiten Protest dagegen, dass unter den Nominierten im zweiten Jahr in Folge keine Afro-Amerikaner sind. Am Dienstag sagte er dazu in Berlin: "Wenn wir das nicht machen würden, käme es nie zu Veränderungen."

16.02.2016, Quelle: dpa
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