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merkzettel

Kampf gegen die Erderwärmung UN-Gipfel beschließt historischen Klimavertrag

VideoHistorischer Tag für das Weltklima
Frankreichs Präsident Francois Hollande und Konferenzpräsident Laurent Fabius jubeln über den beschlossenen Vertrag

Beim Weltklimagipfel in Paris haben 195 Staaten ein neues Abkommen gegen die Erderwärmung beschlossen. Der Vertrag verpflichtet erstmals alle Länder zum Klimaschutz und tritt 2020 in Kraft.

(12.12.2015)

VideoVertrag zum Schutz der Umwelt
Klimavertrag

Das Abkommen peilt eine Obergrenze für den Temperaturanstieg an: 1,5 bis zwei Grad. Langfristig sollen die Emissionen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf null reduziert werden.

(12.12.2150)

VideoKlimavertrag beschlossen
Der Weltklimavertrag steht: Die Pariser UN-Klimakonferenz hat eine Vereinbarung zum Kampf gegen den Klimawandel beschlossen. Damit verpflichten sich erstmals nahezu alle Länder zum Klimaschutz.

Der Weltklimavertrag steht: Die Pariser UN-Klimakonferenz hat eine Vereinbarung zum Kampf gegen den Klimawandel beschlossen. Damit verpflichten sich erstmals nahezu alle Länder zum Klimaschutz.

(12.12.2015)

Der Weltklimagipfel in Paris hat den Klimavertrag beschlossen. Die 195 Staaten und die EU billigten den Entwurf einstimmig. Das Ergebnis gilt als historischer Durchbruch in der Weltklimapolitik. 

Die UN-Klimakonferenz hat am Samstagabend in Le Bourget bei Paris das neue weltweite Klimaschutzabkommen beschlossen. Es ist das erste Mal, dass sich alle 195 beteiligten Staaten vertraglich dazu bekennen, Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung zu unternehmen.

Delegierte jubeln

"Das Abkommen ist angenommen", sagte Konferenzpräsident Laurent Fabius am
Abend unter dem Jubel der Delegierten. Der Vertrag verpflichtet erstmals alle Länder zum Klimaschutz und tritt 2020 in Kraft. Er sieht unter anderem vor, die Erderwärmung auf 1,5 bis zwei Grad zu begrenzen und die Netto-Emissionen in der zweiten Hälfte des
Jahrhunderts auf null zu senken.

Die selbstgesteckten Klima-Ziele der einzelnen Länder sollen alle fünf Jahre überprüft und nachgebessert werden. Außerdem soll es ein System von Berichtspflichten und Transparenzregeln geben. Den armen Staaten wird finanzielle Unterstüzung für den Klimaschutz und die Anpassung an die Erderwärmung zugesichert.

"Ehrgeizig, ausgewogen und verpflichtend"

Wendepunkt in gobaler Klimadiplomatie
Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, auf dem UN-Klimagipfel in Paris, 30.11.2015

ZDF-Umweltexperte Volker Angres wertet den Weltklimavertrag als großen Schritt:
"Die Annahme des Klima-Abkommens ist ein historisches Ereignis, das die Welt verändern wird. Das Abkommen enthält, was politisch möglich war. Das reicht zwar noch nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. Aber im Abkommen steht auch, dass die Anstrengungen für den Klimaschutz alle fünf Jahre erhöht werden sollen. Es ist ein Wendepunkt in der globalen Klima-Diplomatie, weil alle Länder beschlossen haben, in Richtung globale Energiewende zu gehen. Das ist ein großes Zeichen für die Wirtschaft, in grüne Technologien zu investieren. Deshalb wird sich eine starke Eigendynamik entwickeln. Der 12. Dezember 2015 ist ein Tag, der künftig in den Schulbüchern stehen wird – als ein Stück Geschichte."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte vor der Abstimmung zum Vertragsentwurf: "Ich bin soweit sehr zufrieden mit dem Text." Auch Umweltaktivisten hatten den Vertragsentwurf überwiegend als wichtigen Wendepunkt begrüßt, es gab aber auch kritische Stimmen. Viele forderten noch stärkere Anstrengungen für den Klimaschutz.

Fabius, sagte, der Vertragstext sei ehrgeizig, ausgewogen und rechtlich verpflichtend. Er enthalte Fortschritte, die viele für unmöglich gehalten hätten.

Entwurf für ein Klima-Abkommen

Was ist das langfristige Ziel?

Auf dem Weltklimagipfel in Paris erkennt man die Silhouette einer Frau vor einer Weltkarte,  aufgenommen am 11.12.2015

So schnell wie möglich soll weltweit ein Wendepunkt und dann eine schnelle Senkung der klimaschädlichen Emissionen erreicht werden. Jahreszahlen werden dafür aber nicht festgelegt. In der zweiten Jahrhunderthälfte soll eine Balance zwischen noch emittierten Treibhausgasen und deren Verringerung - wie zum Beispiel durch Aufforstung - erreicht werden. De facto wären fossile Energieträger dann kaum noch nutzbar.

Vor Jahren hat sich die Staatengemeinschaft auf das Ziel festgelegt, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Weil dies für besonders betroffene Staaten, zum Beispiel kleine Inseln, aber bereits katastrophale Folgen hätte, wird nun festgelegt, die Erwärmung solle auf "deutlich unter zwei Grad" begrenzt werden. Zusätzlich soll versucht werden, unter der 1,5-Grad-Grenze zu bleiben, wodurch sich Klimafolgen und Schäden deutlich verringern ließen.

Wie sollen die CO2-Emissionen gesenkt werden?

Vorgaben zur Senkung der Treibhausgasemissionen waren kein direkter Verhandlungsgegenstand der Klimakonferenz, da 185 der beteiligten 195 Staaten hierfür bereits im Vorfeld nationale Pläne vorwiegend für die Zeit von 2020 bis 2030 eingereicht haben. Allerdings reichen diese nicht aus, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, sondern bestenfalls auf 2,7 bis drei Grad. Daher sollen die Umsetzung des Abkommens und Fortschritte beim Klimaschutz insgesamt mit Blick auf die darin genannten Ziele in einem Fünf-Jahres-Rhythmus überprüft werden. Dies gilt neben den Emissionen auch für Finanzen und weitere Bereiche.

Wann soll diese Revision stattfinden?

Die erste generelle Bestandsaufnahme und Überprüfung soll dem Abkommen zufolge 2023 stattfinden. In einer ergänzenden Entschließung ist allerdings zudem eine informelle Bewertung der Emissionsziele 2018 vorgesehen, die Vorlage erster nachgebesserter Pläne bis 2020. Verwiesen wird dabei auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Weltklimarats IPCC.

Wie werden Klimaschutz und Anpassung finanziert?

Bestehende finanzielle Zusagen werden bekräftigt. Dabei geht es vor allem um das Versprechen der Industriestaaten, ärmeren Ländern ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen zur Verfügung zu stellen. Ausdrücklich genannt wird diese Summe allerdings nur in der ergänzenden Entschließung, ebenso wie die Absicht, bis 2025 eine neue, höhere Summe festzulegen. Im Abkommen werden auch Nicht-Industriestaaten aufgerufen, freiwillig zusätzliche Beiträge zu leisten.

Im Hintergrund steht die Forderung von Entwicklungs- und Schwellenländern nach einer strikten "Differenzierung", wonach Pflichten nur Industriestaaten wegen deren historischer Verantwortung für Emissionen zugewiesen werden. Letztere wollen diese strikte Zweiteilung überwinden.

Gibt es auch Kompensationen für Klimaschäden?

Viele Entwicklungsländer fordern zudem Zahlungen der Industriestaaten als Entschädigung für bereits eingetretene Klimaschäden. Im Vertragstext wird dieses Problem anerkannt und es soll weiter an Wegen gearbeitet werden, diesem zu begegnen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Schadensvermeidung durch Vorsorgemaßnahmen. Konkrete Zusagen gibt es dazu sonst nicht. Besonders die USA fürchten Klagen wegen Klimaschäden.

Was steht noch in dem Vertrag?

Bekräftigt und konkretisiert wird die Aufforderung an Industriestaaten, ärmere Länder bei der Anpassung an Klimafolgen zu unterstützen, auch durch Technologietransfer und den Aufbau entsprechender Fähigkeiten. Weitere Regelungen gibt es zu transparenten Mess- und Prüfverfahren sowie Berichtspflichten. Das Abkommen soll rechtlich bindend sein, nicht jedoch die nationalen Zusagen zum CO2-Ausstoß oder zu finanziellen Beiträgen. Ein Sanktionsmechanismus bei Vertragsverletzungen ist nicht vorgesehen.

(Quelle: afp)

"Wendepunkt in der Klimageschichte"

Greenpeace-Experte Martin Kaiser lobte den Verweis auf das besonders von bedrohten Inselstaaten geforderte 1,5-Grad-Ziel als "ganz starkes Signal". Christoph Bals von Germanwatch meinte: "Dass sich alle auf einen Pfad zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas begeben, bedeutet einen Wendepunkt in der Klimageschichte."

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Laut Vertragstext soll der Ausstoß von Treibhausgasen möglichst bald sinken. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sollen dann nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als an anderer Stelle zum Beispiel von Wäldern aufgenommen werden kann - das heißt: Es sollen netto keine zusätzlichen Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen.

Treibhausgase lassen wie das Glas im Treibhaus Sonnenstrahlen bis zum Erdboden durch. Die von der Erde reflektierten Infrarotstrahlen nehmen sie jedoch auf und erwärmen so die Luft.

Umweltschützer sehen Abkommen nur als Anfang

Die in Paris vorgelegten Maßnahmen reichen nach Einschätzung von Greenpeace längst nicht aus, um die Erderwärmung wie angestrebt deutlich unter 2 Grad zu halten, und schon gar nicht, um sie auf 1,5 Grad zu begrenzen. "Es ist klar, dass dieses Abkommen nicht das letzte Wort ist", erklärte Greenpeace-Experte Martin Kaiser. Deshalb müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel die EU dazu bringen, rasch ihre Klimaziele nachzubessern. Vor allem aber müsse Merkel mit einem deutschen Kohleausstieg zeigen, "dass die Hoffnung aus Paris berechtigt ist".

Die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, beklagte viele Schlupflöcher in dem Abkommen. Die Herausforderung bestehe nun darin, sofort mit einer ambitionierten Umsetzung zu beginnen. Löblich sei, dass für die Entwicklungsländer ein Finanzpaket geschnürt wurde, um sie bei der Anpassung und bei der Bewältigung von klimabedingten Schäden und Verlusten zu unterstützen. "Leider zeigten mehrere große Schwellenländer und Ölstaaten keine Bereitschaft, sich an diesem Paket zu beteiligen", klagte sie.

Reaktionen auf den Klimavertrag

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am 27.11.2015

"Was einst undenkbar schien, ist jetzt nicht mehr aufzuhalten (...). Die Geschichte wird sich dieses Tages erinnern (...). Das Pariser Abkommen gegen den Klimawandel ist ein monumentaler Erfolg für den Planeten und seine Menschen (...). Die Welt beginnt morgen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Angela Merkel auf dem Klimagipfel in Paris

"Ungeachtet der Tatsache, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, ist dies ein Zeichen der Hoffnung, dass es uns gelingt, die Lebensbedingungen von Milliarden Menschen auch in Zukunft zu sichern."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

Barbara Hendricks

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD): "Ich bin zurückhaltend mit großen Worten. Aber heute kann ich sagen: Wir haben hier zusammen Geschichte geschrieben." Milliarden Menschen hätten lange darauf gewartet, dass die Weltgemeinschaft handelt. "Heute kann ich sagen: Jetzt geht es endlich los. Zum ersten Mal machen sich alle Länder dieser Welt gemeinsam auf den Weg, den Planeten zu retten."

Frankreichs Präsident François Hollande

Francois Hollande

"Heute wurde die schönste und friedlichste Revolution erreicht - eine Revolution für Klimawandel."

Großbritanniens Premierminister David Cameron

David Cameron

Die Vereinbarung bedeute, "dass die ganze Welt unterschrieben hat, ihren Teil beizutragen, um den Klimawandel aufzuhalten", teilte Cameron am Samstagabend mit. Es handele sich um einen "gewaltigen Schritt vorwärts, um die Zukunft unseres Planeten sichern zu helfen". 

US-Präsident Barack Obama auf Twitter

Barack Obama

"Das ist riesig. Fast jedes Land der Welt hat das Pariser Abkommen unterzeichnet - dank der US-Führerschaft."

US-Außenminister John Kerry

John Kerryap

"Das ist ein Sieg für alle auf dem Planeten und für künftige Generationen."

Ex-US-Vizepräsident Al Gore

Al Gore

"Unsere Enkel werden einmal über die menschliche Zivilcourage zum Lösen der Klimakrise nachdenken. Und dann werden sie auf den 12. Dezember 2015 schauen als den Tag, an dem die Weltgemeinschaft endlich die Entscheidung traf, zu handeln."

Südafrikas Umweltministerin Edna Molewa

Edna Molewa

"Der Pakt kann die Kehrtwende zu einer besseren und sichereren Welt sein. Doch die Industrieländer müssten ihre Emissionen weiter reduzieren und ärmeren Staaten helfen, mit den Folgen der Errderwärmung zurechtzukommen."

Paul Oquist, Nicaraguas Klimaunterhändler

Paul Oquist

Der Pakt gehe nicht weit genug und führe zu einem zweimal höheren Anstieg der Temperaturen als vereinbart, kritisiert Oquist, dessen Land als eine von zehn Nationen keine Pläne zur Reduzierung umweltschädlicher Emissionen vorlegte. Opfer der Klimaerwärmung hätten nach dem Pariser Abkommen zudem keine Klagemöglichkeiten, um Entschädigung einzufordern, merkte er weiter an.

Hubert Weiger, BUND

Hubert Weiger, BUND

Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte den Vertrag. Das Abkommen liefere "keine angemessenen Antworten auf die Klimakrise". "Die Diskrepanz zwischen dem in Paris vereinbarten Temperaturziel und der tatsächlichen Klimapolitik der Staaten ist riesig."

"Starke Ziele - schwache Maßnahmen"

"Der Vertrag enthält starke Ziele, allerdings schwache Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele", sagte der Chef der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, am Rande der Konferenz. Deutschland habe in Paris gut verhandelt, müsse aber nun zu Hause einiges ändern. Dazu gehöre vor allem ein schneller Ausstieg aus der Kohle. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte eine "Diskrepanz zwischen dem in Paris vereinbarten Temperaturziel und der tatsächlichen Klimapolitik der Staaten".

Der Text sieht auch vor, die bislang nicht ausreichenden nationalen Klimaziele regelmäßig zu überprüfen und nachzubessern. Dies beginnt allerdings später als von Umweltschützern gefordert.

Knapp zwei Wochen hatten Minister und Unterhändler im Pariser Vorort Le Bourget hart um die Details des Vertrags gerungen. Zentraler Knackpunkt waren Klima-Finanzhilfen für Entwicklungsländer. "Die Industrieländer haben erfolgreich alle Forderungen nach konkreten Verpflichtungen im neuen Abkommen abgewehrt", kritisierte Oxfam. Allerdings gibt es im Vorschlag für eine separate Entscheidung die Zusicherung, dass die bereits versprochenen 100 Milliarden US-Dollar Finanzhilfe ab 2020 künftig den "Boden" darstellten.

Kampf der UN gegen den Klimawandel

Wichtige Wegmarken

Kohlekraftwerk in China

1987 - Montreal: Regierungen versprechen in einem Vertrag, die Emissionen von für die Ozonschicht schädlichen Chemikalien zu begrenzen. Das sogenannte Montreal-Protokoll befasst sich zwar nicht ausdrücklich mit dem Klimawandel, doch wird es zu einem Modell dafür, wie vom Menschen verursachte Emissionen durch internationale Abkommen eingeschränkt werden können.

1988 - New York: Die UN-Generalversammlung befürwortet die Bildung des sogenannten Zwischenstaatlichen Ausschusses über Klimaveränderungen, auch Weltklimarat genannt. Dieser wird von der Weltorganisation für Meteorologie und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen eingerichtet, um das vorhandene Wissen über den Klimawandel zu beurteilen.

1990- London:  Der Weltklimarat veröffentlicht seine erste wissenschaftliche Beurteilung des Klimawandels. Demnach nehmen die Treibhausgaswerte in der Atmosphäre aufgrund menschlicher Aktivität zu, was zu einer Erwärmung der Erdoberfläche führt.

1992 - Rio de Janeiro: Staats- und Regierungschefs unterzeichnen die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Ziel ist die Begrenzung der Treibhausgase. Allerdings legt die Konvention keine bindenden Ziele fest.

1997 - Kyoto: Das sogenannte Kyoto-Protokoll wird angenommen. Dieses setzt bindende Emissionsziele für wohlhabende Länder. Die USA handeln den Vertrag mit aus, ratifizieren ihn aber letztlich nicht.

2004 - Moskau: Der russische Präsident Wladimir Putin macht mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokoll den Weg für das Inkrafttreten frei. Denn die Voraussetzung ist erfüllt: Der Vertrag wird von Ländern unterstützt, die zusammen für mehr als 55 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind.

2007 - Bali: Eine UN-Klimakonferenz einigt sich darauf, bis 2009 ein weltweites Abkommen als Ersatz für das Kyoto-Protokoll auszuhandeln.

2009: Kopenhagen - Der erste Anlauf des verbindlichen globalen Klimaabkommens scheitert. Grund sind Meinungsverschiedenheiten zwischen reichen und armen Ländern, wer wie viel für den Klimaschutz leisten soll.

2011 - Durban: Bei UN-Klimagesprächen einigen sich die Teilnehmer, im Jahr 2015 ein für alle Staaten gültiges Abkommen abzuschließen und fünf Jahre später in Kraft zu setzen.

2013 -Stockholm: Der Weltklimarat erklärt es für «äußerst wahrscheinlich», dass menschlicher Einfluss der führende Grund für steigende Temperaturen sei, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts erfasst wurden.

2015 - Paris: Mehr als 190 Delegationen erarbeiten den Entwurf des globalen Abkommens.

(Quelle: ap)

12.12.2015, Quelle: afp, ap, dpa, epd
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