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Innenminister will Flucht verhindern De Maizière: Viele "sichere Gebiete" in Afghanistan

VideoMinister: Afghanistan oft sicher
Innenminister Thomas De Maizière

"Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland", sagt Innenminister Thomas De Maizière: "aber es gibt sichere Regionen". In diese würde der Innenminister viele Migranten gerne wieder zurückschicken.

(02.02.2016)

Video"Kein Grund, Flüchtling zu werden"
Thomas de Maiziere und Aschraf Ghani am 01.02.2016 im Kabul

Innenminister de Maizière über die Sicherheitslage in Afghanistan: "Deutsche Soldaten und deutsche Polizisten (…) bleiben. Dann können wir auch erwarten, dass Afghanen in ihrem eigenen Land bleiben."

(01.02.2016)

VideoAfghanistan: Kein Frieden
Selbstmordanschlag in Afghanistan

Während Innenminister de Maizière zu Gesprächen in Afghanistan war, sprengten sich zwei Attentäter in die Luft. Von Sicherheit ist nicht viel zu spüren, weshalb viele Menschen aus dem Land fliehen.

(01.02.2016)

VideoUnsicheres Herkunftsland
Bundeswehrsoldat mit Flüchtlingen in Afghanistan

Die Bundesregierung plant, Flüchtlinge aus Afghanistan künftig zurückzuschicken, trotz der dortigen Sicherheitslage. Gleichzeitig soll die Bundeswehr weiter vor Ort bleiben. Ein Widerspruch?

(08.11.2015)

Innenminister Thomas de Maizière will möglichst viele Afghanen in ihre Heimat zurückschicken. Es gebe viele sichere Regionen in dem Land, sagte er im ZDF. Dorthin sollten die Menschen gehen. Von einem "sicheren Herkunftsland" will aber auch der Minister nicht reden. 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hält eine Ausweisung afghanischer Flüchtlinge trotz der Sicherheitslage in ihrem Heimatland für gerechtfertigt. "Ich behaupte nicht, dass Afghanistan ein sicheres Herkunftsland ist", sagte de Maizière (CDU) am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Es gibt aber sichere Gebiete", darunter "viele Provinzen im Norden" oder die Hauptstadt Kabul, wo es nicht "überall unsicher ist".

"Schreckliche Anschläge"

Zwar gebe es nach wie vor "schreckliche Anschläge" in Afghanistan. Das eigentliche Ziel seien aber nicht Zivilisten, sondern Polizeistationen, Regierungsgebäude und TV-Sender, denen vorgeworfen werde, für die Regierung zu arbeiten. "Wenn wir mit Polizisten und Soldaten in Afghanistan bleiben, dann können wir auch erwarten, dass die Afghanen selbst in ihrem Land bleiben", sagte de Maizière. Es müsse verhindert werden, dass die Jugend Afghanistan verlasse.

Zudem solle dafür gesorgt werden, dass viele Flüchtlinge in sichere Gebiete in ihr Heimatland zurückgeführt werden. Deutschland könne nicht auf Dauer 154.00 Afghanen pro Jahr empfangen. "Das geht nicht, das zerstört die Zukunft Afghanistans", erklärte der Bundesinnenminister. Afghanistan stellte 2015 nach Syrien den zweitgrößten Anteil der knapp 1,1 Millionen Asylbewerber, die nach ihrer Einreise registriert und auf die Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt wurden.

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De Maizière verteidigte die Sicherheitsstrategie für Afghanistan: "Der Aufbau eines total zerstörten Landes dauert lange." Afghanistan sei aber "auf dem richtigen Weg". De Maizière war am Montag nach Afghanistan gereist und hatte unter anderem Staatschef Aschraf Ghani getroffen. Sein Besuch wurde von einem Anschlag überschattet. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich vor einem Polizeistützpunkt in die Luft und riss 20 Menschen mit in den Tod. Die Taliban bekannten sich zu der Attacke.

02.02.2016, Quelle: afp, ZDF
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