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Konferenz gegen Antisemitismus "Widerstand gegen Judenhass ist kleiner geworden"

BildAntisemitismus in Deutschland
Archivbild: Zerstörtes Fenster an einem jüdischen Gemeindezentrum

Das zerstörte Fenster eines jüdischen Gemeindezentrums: "Seit 2.000 Jahren gehört Antisemitismus in verschiedensten Ausdrucksformen zum abendländischen Denken und Fühlen", sagt Forscherin Monika Schwarz-Friesel. 

(Quelle: ap)

Wie kann man Antisemitismus bekämpfen? Darüber beraten heute Abgeordnete aus fast 40 Ländern im Bundestag. Ein Schwerpunkt ist der Judenhass im Internet. Der sei aggressiv und brutal, sagt die Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel im heute.de-Interview. "Der Widerstand ist kleiner geworden." 

heute.de: Gibt es spezielle Ausdrucksformen des Antisemitismus im Internet?

Monika Schwarz-Friesel: Die verbalen Formen der Judeophobie haben sich seit dem Mittelalter kaum geändert. Da haben auch der Holocaust und dessen jahrzehntelange Aufarbeitung nicht viel bewirkt. Antisemiten - egal ob sie von rechts, aus der Mitte oder von links kommen - bedienen sich bis heute unveränderter Stereotype, die es schon seit Jahrhunderten gibt.

heute.de: Zum Beispiel?

Schwarz-Friesel: Antisemiten behaupten, Juden selbst provozierten Judenhass, Juden seien das Übel der Welt. Ohne sie gebe es Frieden. Seit der Gründung Israels werden diese Stereotype auch auf den jüdischen Staat projiziert.

heute.de: Das Internet hat also nichts verändert?

Monika Schwarz-Friesel ...
Monika Schwarz-Friesel

... ist Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin an der Technischen Universität (TU) Berlin. Unter ihrer Leitung untersucht derzeit eine Forschergruppe empirisch, wie antisemitische Inhalte über das Internet verbreitet, alte judeophobe Stereotype modern artikuliert werden und welche Typen von Verbal-Antisemitismus zu beobachten sind. Die Forschung baut auf dem Projekt "Aktueller Antisemitismus in Deutschland" auf, in dem an der TU von 2010 bis 2014 die an den Zentralrat der Juden und die Israelische Botschaft in Berlin gesendeten Mails und Briefe der letzten zehn Jahre analysiert wurden. Die Ergebnisse sind im Buch "Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert" veröffentlicht.

Ihre Arbeit wird Schwarz-Friesel auch auf der Konferenz der Interparlamentarischen Koalition zur Bekämpfung von Antisemitismus (ICCA) vorstellen, die derzeit in Berlin stattfindet. Daran nehmen mehr als 100 Abgeordnete aus fast 40 Ländern teil.

Schwarz-Friesel:
Doch, denn über das Netz können viel mehr Menschen erreicht werden als früher. Ein Klick und man hat mehr als tausend User, die den Text lesen. Hinzu kommt die Anonymität vieler Verfasser. Sie lassen alle Hemmungen fallen und äußern Judenhass besonders aggressiv und brutal. Da heißt es: "Alle Juden ins Gas" oder "Werft die Bombe auf Israel". Das ist heute leider traurige Normalität, nicht nur auf rechtsradikalen Homepages, sondern beispielsweise in Form von rhetorischen Fragen auch auf Seiten wie gutefrage.net, die von vielen Schülern genutzt wird. Bei YouTube gibt es Filme über die angeblichen Machenschaften der Familie Rothschild. In den Kommentaren heißt es dann: "Oh, diese Parasiten sind gefährlich, sie sollten alle umgebracht werden." Solche Kommentare werden weitergegeben und diskutiert. Daraus entsteht oft eine Lawine von Hass.

heute.de: Hält niemand dagegen?

Schwarz-Friesel: Die Netzbetreiber versagen meist. Es ist auch schwierig, weil viele Server im Ausland stehen. Bei Facebook vermissen die Menschen, die gegen Antisemitismus kämpfen, einen größeren Einsatz. Aber der Widerstand ist generell kleiner geworden. Eines der Hauptprobleme bei der Aufklärung und der Bekämpfung des Antisemitismus ist eine Überdrussmentalität in Deutschland. Gleichzeitig sehen wir, dass viele Menschen, die das Thema nicht mehr hören wollen, nicht hinreichend Bescheid wissen. Schüler wurden zu Auschwitz befragt; viele wussten nicht, wofür dieses Wort steht. Gleichzeitig sagten sie, sie wollten von dem Thema nichts mehr wissen.

heute.de: Ist die Aufklärung in den Schulen gescheitert?

Schwarz-Friesel: Da können wir keine Pauschalurteile fällen. Aber viele Schüler werden nicht so erreicht, wie sie erreicht werden sollten. Es fehlt die emotionale Dimension. Ohne Empathie kann man sich dem Phänomen Antisemitismus nicht gut annähern. Außerdem wird Antisemitismus heute in den Medien und von Politikerinnen und Politikern gleichgesetzt mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Das verschleiert die wahre Natur des Antisemitismus und steht der Bekämpfung der Judenfeindschaft entgegen.

heute.de: Antisemitismus ist keine Form des Rassismus?

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Schwarz-Friesel: Antisemitismus ist ein einzigartiges kulturhistorisches Phänomen. Seit 2.000 Jahren gehört es in verschiedensten Ausdrucksformen zum abendländischen Denken und Fühlen. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildete sich die rassistische Form des Antisemitismus heraus. Unser Post-Holocaust-Bewusstsein ist davon besonders stark geprägt. Heute wird dieser rassistische Antisemitismus vor allem von Neonazis noch vertreten. Wir haben aber auch einen sehr starken linken Antisemitismus - bei Menschen, die vehement Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ablehnen, sich als Friedensaktivisten sehen oder bei Amnesty International engagieren. Sie legen zugleich eine sehr starke Judenfeindschaft - bezogen auf Israel - an den Tag. Das hat nichts mit Kritik an den politischen Verhältnissen im Nahen Osten zu tun, sondern mit einer Dämonisierung der Juden.

heute.de: Und worauf beruht Fremdenfeindlichkeit?

Schwarz-Friesel: Sie hat andere sozial-psychologische Faktoren und pflegt Vorurteile, die aus bestimmten Situationen hervorgehen. Nehmen wir das Beispiel der Übergriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht. Einzelne Ereignisse werden übergeneralisiert: Offensichtlich haben alle arabischen Männer ein Problem mit Frauen, heißt es dann. Für den Antisemitismus bedarf es solcher Ereignisse gar nicht. Für den heute noch Juden unterstellten Blutkult gibt es in der 2.000-jährigen Geschichte nicht einen einzigen Beleg, dass ein Jude irgendwann oder irgendwo ein nichtjüdisches Kind geschlachtet und dessen Blut benutzt hat. Das ist pure Erfindung.

heute.de: Sie sagen, Judenhass sei ein abendländisches Phänomen. Einige jüdische Gemeinden fürchten, dass mit den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten noch mehr Antisemitismus in unsere Gesellschaft getragen wird. Ist das so?

Schwarz-Friesel: Wir kennen muslimischen Antisemitismus schon lange. Erst vor zwei Jahren während der Zeit der Gaza-Krise skandierten Menschen mit Migrationshintergrund in Berlin oder in Essen auf offener Straße Sprüche wie "Jude, Jude feiges Schwein". In Syrien jedenfalls gehört der Hass auf Israel zur Staatsdoktrin. Wir dürfen nicht so naiv sein zu glauben, dass Menschen, die von dort kommen, nach wenigen Monaten einen Glauben, den sie von klein auf internalisiert haben, plötzlich über Bord werfen. Aber wir haben dazu noch keine gesicherten wissenschaftlichen Daten.

Das Interview führte Katharina Sperber

14.03.2016
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