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Religionsunterricht Hat Erdogan Einfluss auf Islamunterricht in Hessen?

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Seit 2012 gibt es in Nordrhein-Westfalen islamischen Religionsunterricht. Das Forum am Freitag besucht Schüler, Lehrer und Verantwortliche in NRW und sieht nach, wie es in der Realität läuft.

(16.05.2014)

von Susana Santina

Nein, sagt das Kultusministerium. Jede Menge, sagen Kritiker. Die Organisationen DITIB und Ahmadiyya sorgten für ein rückständiges Frauenbild im Unterricht und klammerten das Thema Gewalt im Koran aus. 

Seit mittlerweile drei Jahren gibt es in den hessischen Grundschulen für muslimische Schüler die Möglichkeit, einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht zu besuchen. Dieses Angebot gibt es außerdem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Die Schüler muslimischen Glaubens sollen nicht anders behandelt werden als etwa christliche Kinder, so der hessische Kultusminister Alexander Lorz. Außerdem hole man damit den Islamunterricht an die Schulen, unter staatliche Aufsicht, weg von Hinterzimmern oder Koranschulen.

Islamunterricht unter staatlicher Aufsicht

Susana Santini

Susana Santina, Landesstudio Hessen
Quelle: ZDF

Das hört sich plausibel an. Und ist ohne Zweifel ein wichtiger und richtiger Vorstoß, um auch Kindern muslimischen Glaubens das Gefühl zu geben, in Deutschland heimisch zu sein. Doch bei genauer Betrachtung der Organisationen, mit denen Hessen für Lehrpläne und Lehrerauswahl verbindlich zusammenarbeitet, kommen Zweifel auf.

Partner in Hessen sind nämlich sowohl die konservative muslimische Ahmadiyya-Gemeinde als auch DITIB, der Dachverband der türkisch-islamischen Moscheegemeinden in Deutschland. DITIB, und das ist das Brisante, hat enge Verbindungen nach Ankara, zur türkischen Religionsbehörde Diyanet und nicht zuletzt zu Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Einfluss des türkischen Religionsministeriums

"DITIB hängt am türkischen Religionsministerium, und das wandert immer stärker in eine islamistische, konservativ-autoritäre Ecke", sagt Susanne Schröter, Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Goethe-Universität Frankfurt. Diese Politik und dieses Islamverständnis komme natürlich auch bei DITIB an, von daher müsse man ernste Zweifel haben, ob das der richtige Partner für den Islamunterricht an deutschen Schulen sei. Fakt ist: DITIB untersteht der Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, Diyanet, das wiederum an das türkische Ministerpräsidentenamt angegliedert ist.

Wie mächtig Diyanet ist, und wie eng die Verbindung zu Präsident Erdogan, zeigen auch Bilder von Anfang April aus Maryland: Erdoğan eröffnet gemeinsam mit Vertretern der türkischen Religionsbehörde die bislang größte Moschee in den USA, eine Diyanet-Moschee.

Konservatives Frauenbild der türkischen Regierung

Diyanet ist für den fortschreitenden Islamisierungsprozess in der Türkei verantwortlich, mit "Handlungsempfehlungen" etwa, die weit in die Privatsphäre reinreichen und die Trennung von Staat und Religion in der Türkei nach und nach aufheben. So war von Diyanet etwa zu hören, dass auch verlobte Pärchen nicht Händchen halten sollten oder dass Ehebruch schon mit einem Blick begangen werden könne. Für Empörung sorgte die Verlautbarung, dass es keine Sünde sei, wenn ein Vater seine Tochter ansehe und dabei Lust empfinde. Diyanet ruderte daraufhin zurück und sprach von einem Übersetzungsfehler.

Wie die türkische Regierung die Frauenrolle sieht, lässt sich seit einiger Zeit auch an Erdoğans eigenen Äußerungen ablesen. Eine Frau sei für ihn vor allem eine Mutter. Mindestens drei Kinder sollte jede gebären. Frauen und Männer könne man nicht gleichstellen, das sei gegen die Natur. Und Erdoğans Gattin Emine lobte erst kürzlich Harems - Frauen würden schließlich in den orientalischen Frauengemächern auf das Leben vorbereitet.

Entspricht das Frauenbild von DITIB dem der türkischen Regierung?

Dieses frauendiskriminierende Islamverständnis vertrete auch DITIB, sagt Abdel-Hakim Ourghi, Leiter des Fachbereichs Islamische Theologie der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Der Professor hat vor einiger Zeit ein Gutachten über den hessischen Islamunterricht erstellt und kommt zu einem sehr kritischen Ergebnis. Ourghi konstatiert, dass in den Schulen in Hessen ein sehr konservativer Islam gelehrt werde, was angesichts der engen Bindung von DITIB an Ankara kein Wunder sei. DITIB bekomme auch finanzielle Unterstützung aus der Türkei und das geschehe nicht umsonst, so Ourghi.

"Wir wissen, was für ein Islambild Erdoğan in der Türkei etablieren will, wir wissen, welches Demokratieverständnis er hat, wenn er etwa die Pressefreiheit praktisch aufhebt und jeden Kritiker ins Gefängnis bringt", so Ourghi. Aufgefallen sei ihm am islamischen Religionsunterricht in Hessen vor allem, dass kritische Verse des Koran ausgespart würden. Vor allem die zu Gewalt auffordernden Suren, von denen es einige im Koran gebe, dürften im Islamunterricht nicht verheimlicht werden.

Kein kritischer Umgang mit Themen Gewalt und Geschlechterrollen

Man müsse die Gewalt-Verse gerade thematisieren, um sie gleichzeitig zu entkräften, so Ourghi. Sie stammten aus dem 7. Jahrhundert und passten nicht mehr in unsere Zeit, das müsse man den Schülern erklären. Stattdessen werde im Unterricht aber so getan, als gebe es im Islam keine Probleme mit Gewalt. Dabei gehe es zum Beispiel um Suren, die den Kampf gegen die "Ungläubigen", also gegen die Nicht-Muslime propagierten. "Das sind die Gewaltfragen, die wir auch heute haben", sagt Ourghi, "weil zum Beispiel die Islamisten des sogenannten Islamischen Staates ihre Taten genau mit solchen Koranversen legitimieren".

Auch das Frauenbild im Islam sieht der Freiburger Professor im hessischen Unterricht zu unkritisch behandelt. Im Koran gebe es viele Suren, die auf eine Ungleichheit zwischen Mann und Frau hinwiesen, einige ließen aber auch eine gegenteilige Interpretation zu. Er glaubt nach der Studie des hessischen Lehrplans nicht, dass sich die Schüler damit auseinandersetzen oder vermittelt bekommen, dass auch nach dem Koran und gerade in unserer Zeit die Frau dem Mann gleich gestellt ist.

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Progressive Muslime, sagt auch Susanne Schröter von der Goethe-Universität Frankfurt, würden das durchaus tun. Auch sie glaubt, dass der DITIB-Unterricht vor allem einen rückständigen Islam lehrt. Schröder kritisiert zudem den zweiten Partner Hessens für den Islamunterricht, die Ahmadiyya-Gemeinde, die für eine strikte Geschlechtertrennung stehe und versuche, diese Haltung islamisch zu fundamentieren. Islamunterricht an deutschen Schule sei wichtig, sagen Schröter und Ourghi unisono. Er könne, je nach Gestaltung, integrativ wirken, soll das auch. Aber an den deutschen Schulen habe man die falschen Partner gewählt.

Kultusministerium sieht keinen Einfluss Ankaras

Das hessische Kultusministerium dagegen sieht dieses Problem nicht. Man habe die Lehrpläne, etwa von DITIB, gründlich geprüft und sie seien mit einer freiheitlichen Grundordnung vereinbar, sagt Alexander Lorz, der hessische Kultusminister. Was die genaue konfessionelle Ausrichtung betrifft, stehe dem Staat keine Bewertung zu.

Ob die Religionsgemeinschaft also einen fortschrittlichen, konservativen oder rückständigen Islam vermittle, wolle man nicht beurteilen. Lorz zeigt sich zudem überzeugt, dass DITIB frei vom Einfluss Ankaras sei. Das sei Voraussetzung für die Zusammenarbeit in Hessen gewesen, und das habe der türkische Dachverband auch zugesagt, so Lorz.

DITIB bestreitet Zusammenarbeit mit Diyanet nicht

Selcuk Dogruer, der DITIB-Landesbeauftragte in Hessen versichert: "Die Lehrer werden hier an deutschen Hochschulen zu islamischen Religionslehrern von deutschen Professoren ausgebildet, dann bekommen sie von uns eine Bemächtigung und erteilen den Religionsunterricht mit Schulbüchern, die dafür bereitgestellt wurden". Sogruer ist überzeugt, dass DITIB einen moderaten Islam vertrete. Man habe und vermittele sicherlich ein anderes Familienbild, so Dogruer, aber das sei legitim und dafür gebe es schließlich Religionsfreiheit. DITIB beziehe sich auf einen Islam, der ein sehr langes ideengeschichtliches Erbe habe und für den auch Diyanet einstehe. Man profitiere sehr von der türkischen Religionsbehörde.

Eine Lobpreisung, die aufhorchen lässt, auch deswegen, weil Diyanet vor kurzem ein Comic-Heft für Kinder veröffentlichte, das den Titel trägt: "Allah wird unsere Märtyrer belohnen". Dort verherrlicht ein Mann im Gespräch mit seinem Sohn den Märtyrertod. "Wer will denn nicht ins Paradies kommen?" Der DITIB-Vertreter hält die Sache mit dem Comic zunächst für nicht wahr und dann für einen Fehler. "Der Islam fördert und fordert das friedliche Zusammenleben. So ist die Vermittlung des Märtyrertums an Kinder definitiv falsch." DITIB distanziert sich hier von der Diyanet-Botschaft, die Zusammenarbeit mit Erdogans Religionsbehörde bestreitet DITIB nicht.

13.04.2016
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