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Gebühr für Banken Japans Zentralbank führt Negativzins ein

BildJapanische Währung: Yen
Yen

(Quelle: reuters)

VideoNach Zinswende in den USA
Die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat das Ende ihrer Nullzins-Politik eingeläutet und erstmals seit vielen Jahren den Leitzins erhöht. Wie reagiert die EZB, und was bedeutet die Zinswende für Europa?

(17.12.2015)

VideoDie Zinswende der Fed
Die Börsen in den USA und Asien haben auf die Zinswende der US-Notenbank FED äußerst positiv reagiert. FED-Chefin Yellen hatte am Abend erstmals seit neun Jahren den Leitzins angehoben

Die Börsen in den USA und Asien haben auf die Zinswende der US-Notenbank Fed äußerst positiv reagiert. Fed-Chefin Yellen hatte zuvor erstmals seit neun Jahren den Leitzins angehoben.

(17.12.2015)

Japans Währungshüter behalten so wie die Kollegen in Europa ihren Billiggeld-Kurs bei. Doch die Preise ziehen nicht zuletzt wegen des Ölpreisverfalls nicht so an wie erhofft. Jetzt legt die Bank von Japan noch ein Gang zu und führt eine Negativ-Zinspolitik ein. 

Japans Zentralbank führt zur Ankurbelung der Preise und des Wirtschaftswachstums Negativzinsen ein. Wie die Bank von Japan (BoJ) nach Abschluss zweitägiger Beratungen bekanntgab, wird künftig ein Negativzins von 0,1 Prozent erhoben.

Bei einem negativen Einlagezins müssen Banken eine Gebühr bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der Zentralbank parken, statt es weiter zu verleihen. Die BoJ beschloss zugleich, die Geldmenge unverändert um jährlich 80 Billionen Yen (rund 617 Mrd Euro) auszuweiten. Die Aktienbörse in Tokio legt daraufhin kräftig zu. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen sank zugleich auf das Rekordtief von 0,185 Prozent.

Zwei Jahrzehnte Deflation

Die japanischen Notenbanker kämpfen darum, nach fast zwei Jahrzehnten der Deflation mit stetig fallenden Preisen ein Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Doch das gestaltet sich nicht zuletzt wegen des Ölpreisverfalls schwierig. Nun verschob die BoJ das Ziel erneut nach hinten und peilt dies jetzt für die erste Hälfte des Fiskaljahres 2017/2018, das am 1. April beginnt, an.

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In Marktkreisen war der Druck auf die Notenbank der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zuletzt gewachsen, die geldpolitischen Zügel angesichts der Flaute beim größten Handelspartner China sowie des geringen Preisanstiegs im Inland abermals zu lockern. Sinkende Preise gelten als problematisch, weil sinkende Erlöserwartungen Unternehmer davon abhalten können, neue Investitionen zu tätigen.

29.01.2016, Quelle: dpa
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