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Johannes Paul II. Der Papst und die Philosophin

BildJohannes Paul II. im Urlaub
Papst Johannes Paul II im Urlaub

(Quelle: ARTE F)

VideoErinnerungen an Johannes Paul II.
Johannes Paul II

Kirchenvertreter, Politiker und Prominente erzählen hier, was für sie das Besondere an Papst Johannes Paul II war. Am 27. April 2014 wird Johannes Paul II. in Rom heiliggesprochen.

(27.04.2014)

Der frühere Papst Johannes Paul II. hat jahrzehntelang eine innige Freundschaft zu einer polnisch-amerikanischen Philosophin gepflegt. Das belegen Hunderte Briefe und Fotos aus dem Leben des katholischen Oberhauptes. Sie sollen auch gemeinsam Camping- oder Skiurlaub gemacht haben. 

Der frühere Papst Johannes Paul II. hat laut BBC-Recherchen mehr als 30 Jahre lang eine intensive Verbindung zu einer verheirateten Frau gehabt. Ein Dokumentarfilm enthüllt Auszüge aus Briefen, die Johannes Paul II. der polnisch-stämmigen US-Philosophin Anna-Teresa Tymieniecka schrieb.

Sendehinweis

ARTE zeigt die Dokumentation "Die Geheimnisse von Papst Johannes Paul II." am Dienstag, 16. Februar, um 20:15 Uhr.

Deutsche Fernsehzuschauer können den Film unter dem Titel "Die Geheimnisse von Johannes Paul II." am Dienstag beim Kultursender Arte, dem BBC-Koproduzenten des Films, sehen.

Gemeinsam campen, wandern, Ski fahren

Laut BBC machten der Papst und die Philosophin gemeinsam Ski- und Campingurlaube und gingen wandern. Einige der Briefe deuteten demnach auf intensive Gefühle hin. So nannte der damalige Kardinal Karol Wojtyla Tymieniecka in einem Brief vom September 1976 ein "Geschenk Gottes".

"Meine Liebe Teresa", schrieb er an seine Freundin, die wie er aus Polen stammte. "Du schreibst, dass Du zerrissen bist, aber ich finde keine Antwort auf diese Worte." Wojtyla fügte hinzu, dass er sie "überall, in allen Situationen, spüre", auch wenn sie "weit weg" sei.

"Mehr als Freunde, weniger als Liebhaber"

Der Autor des Films, BBC-Journalist Edward Stourton, sagte, die beiden seien "mehr als Freunde, aber weniger als Liebhaber" gewesen.
Links
Arte-Trailer:Papst-Geheimnisse
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Es deute nichts auf einen Bruch des Zölibats hin. "Diese Briefe sind der außergewöhnlichste Einblick ins Privatleben einer der bekanntesten Persönlichkeiten aller Zeiten", sagte Stourton.

Grundlage für den Dokumentarfilm sind mehr als 350 Briefe aus der Feder Johannes Paul II., die Tymieniecka 2008 der polnischen Nationalbibliothek überließ. Der erste Brief stammt aus dem Jahr 1973, als die Philosophin und der Geistliche sich kennenlernten, den letzten verfasste Johannes Paul II. wenige Monate vor seinem Tod im Jahr 2005.

Nationalbibliothek hielt Briefe lange geheim

Die Nationalbibliothek hatte die Dokumente jahrelang vor der Öffentlichkeit geheim gehalten.
Links
Vatikan-Blog "Papstgeflüster"
Die Bibliothek bestreitet, dass die Freundschaft der beiden etwas Besonderes gewesen sei. Der Papst habe zu mehreren Frauen intensiven Briefkontakt gepflegt.

Karol Wojtyla wurde 1978 zum Papst gewählt und blieb bis zu seinem Tod 2005 Oberhaupt der katholischen Kirche. Tymieniecka starb 2014.

15.02.2016, Quelle: afp, dpa
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