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Politbarometer Merkel mit großem Abstand vor Schulz

InteraktivKlicken Sie sich durch die Zahlen!
VideoMerkel vor Schulz
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Das neueste Politbarometer zeigt: 57 Prozent der Befragten wünschen sich Angela Merkel als Kanzlerin, nur 33 Prozent wollen lieber Martin Schulz. Fast die Hälfte der Befragten spricht sich für eine schwarz-gelbe Koalition nach der Bundestagswahl aus.

(19.05.2017)

VideoMerkel oder Schulz?
Was Nun? Herr Schulz

Überraschungserfolg der Union in NRW, die SPD dagegen stürzt ab. Martin Schulz kann die SPD nicht so beflügeln, wie von vielen Genossen erhofft. Woran liegt das? Der SPD-Kanzlerkandidat stellt sich den Fragen von Bettina Schausten und Peter Frey.

(15.05.2017)

VideoTürkei untersagt Incirlik-Besuch
Incirlik

Erneut hat die Türkei mehreren Bundestagsabgeordneten einen Besuch bei deutschen Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik untersagt. Deshalb fordern Verteidigungspolitiker nun einen Abzug der Bundeswehr von dem Stützpunkt.

(15.05.2017)

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl kann Angela Merkel ihren Vorsprung vor Martin Schulz in der K-Frage deutlich ausbauen. Das zeigt das ZDF-Politbarometer. Fast die Hälfte der Befragten spricht sich für eine schwarz-gelbe Koalition nach der Bundestagswahl aus. Den Wahlausgang halten die meisten jedoch für offen. 

Bei der Frage, wen man nach der Bundestagswahl lieber als Kanzler oder Kanzlerin hätte, kann Angela Merkel nach den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ihren Vorsprung vor Martin Schulz deutlich ausbauen. Nach 50 Prozent Ende April wünschen sich jetzt 57 Prozent erneut Angela Merkel als Kanzlerin, 33 Prozent (April II: 37 Prozent) wollen lieber Martin Schulz als künftigen Kanzler (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht"). Dabei fällt der Rückhalt in den eigenen Reihen ähnlich aus wie zuletzt: 92 Prozent der CDU/CSU-Anhänger (April II: 90 Prozent) sprechen sich für Merkel aus und 78 Prozent der SPD-Anhänger (April II: 78 Prozent) für Schulz.

Top Ten: Merkel auf Platz eins – Schulz und von der Leyen deutliche Verlusten

Links
Mehr zum Politbarometer
Nach fast zwei Jahren steht Angela Merkel jetzt erstmals wieder an der Spitze der Top Ten. Mit einer klar verbesserten Durchschnittsnote von 2,2 (April II: 1,8) erhält sie die beste Bewertung auf der Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker. Auf den Plätzen zwei und drei liegen Wolfgang Schäuble mit leicht verbesserten 1,9 (April II: 1,8) und Winfried Kretschmann mit leicht verschlechterten 1,8 (April II: 1,9). Mit großem Abstand folgen Sigmar Gabriel mit 1,0 (April II: 1,2), Thomas de Maizière mit 0,9 (April II: 1,3) und Gregor Gysi mit 0,7 (April II: 0,9). Danach Martin Schulz, der sich mit 0,6 (April II: 1,2) stark verschlechtert und zwei Plätze zurückfällt. Auch Cem Özdemir verliert, er wird nur noch mit 0,5 (April II: 0,9) bewertet. Horst Seehofer kommt ebenfalls auf 0,5 (April II: 0,4) und tauscht mit Ursula von der Leyen den Platz, die mit 0,3 wesentlich schlechter eingestuft wird als zuletzt (April II: 0,8) und jetzt am Ende der Liste steht.

Sonntagsfrage: FDP mit bestem Wert seit sieben Jahren

FDP-Fähnchen

Mit acht Prozent erreicht die FDP ihren besten Projektionswert seit 2010.
Quelle: imago

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, könnte die CDU/CSU erneut zulegen auf 38 Prozent (plus eins), während die SPD mit 27 Prozent (minus zwei) zum zweiten Mal in Folge klare Einbußen hätte. Die Linke käme unverändert auf neun Prozent, die Grünen würden einen Punkt abgeben auf sieben Prozent und die FDP erreicht mit acht Prozent (plus zwei) ihren besten Projektionswert seit April 2010. Die AfD würde sich auf sieben Prozent (minus eins) verschlechtern und die anderen Parteien zusammen erzielten vier Prozent (plus eins). Damit gäbe es neben einer großen Koalition auch eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grüne und FDP – für Rot-Rot-Grün, eine Ampel aus SPD, Grüne und FDP oder Schwarz-Gelb würde es nicht reichen.

Bewertung von Koalitionen: Schwarz-Gelb knapp vor großer Koalition

Bei der Bewertung verschiedener Koalitionsmodelle erhält ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP etwas mehr Zustimmung als ein Bündnis aus CDU/CSU und SPD, ohne dass beide wirklich überzeugen. So fänden es 43 Prozent gut, wenn es nach der Bundestagswahl zu Schwarz-Gelb käme, 37 Prozent fänden das schlecht (egal: 17 Prozent). Eine Wiederauflage der großen Koalition bewerten 39 Prozent gut und 41 Prozent schlecht (egal: 17 Prozent). Alle anderen Varianten erhalten deutlich weniger Unterstützung: Schwarz-Grün fänden 29 Prozent gut (schlecht: 48 Prozent; egal: 20 Prozent), eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP 23 Prozent (schlecht: 53 Prozent; egal: 20 Prozent) und ein Bündnis aus CDU/CSU, Grünen und FDP ebenfalls 23 Prozent (schlecht: 54 Prozent; egal: 20 Prozent). Eine rot-rot-grüne Koalition befürworten 21 Prozent, mit 65 Prozent wird dieses Modell am häufigsten abgelehnt (egal: zehn Prozent).

Bundestagswahl: Ausgang offen

Wahlzetter wird in eine wahlurne geworfen

66 Prozent der Befragten halten das Ergebnis der Bundestagswahl für offen.
Quelle: dpa

Nur ein Drittel (33 Prozent) der Deutschen ist der Meinung, dass jetzt schon klar ist, wer die Bundestagswahl in vier Monaten gewinnen wird. Die meisten Befragten (66 Prozent) und Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen glauben, dass das Rennen noch offen ist. Aus heutiger Sicht erwarten aber 73 Prozent, dass die CDU/CSU die Nase vorn haben wird, nur neun Prozent rechnen mit einem Wahlsieg der SPD und fünf Prozent nennen andere Parteien.

Incirlik: Mehrheit fände Abzug der Bundeswehrsoldaten richtig

Die Türkei hat deutschen Abgeordneten, die die Bundeswehrsoldaten an der NATO-Luftwaffenbasis Incirlik besuchen wollen, erneut die Einreise verboten. Eine Mehrheit von 81 Prozent fände es richtig, wenn deshalb die deutschen Soldaten aus der Türkei abgezogen und in ein anderes Land in der Region verlegt werden. Zwölf Prozent wären gegen eine solche Verlegung aus der Türkei. Diese Einschätzung geht quer durch alle Parteianhängergruppen.

Politik von US-Präsident Trump: Sorgen nehmen zu

Archiv: Donald Trump am 21.04.2017 in Washington

78 Prozent äußern große Besorgnis über die Politik Donald Trumps.
Quelle: dpa

Äußerten Ende Januar 2017, kurz nach Amtsantritt von Donald Trump, bereits 62 Prozent der Deutschen große Besorgnis wegen der Politik des neuen US-Präsidenten, so ist dieser Anteil jetzt noch einmal deutlich gestiegen. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) sagen, dass ihnen die Politik Trumps große Sorgen bereitet, 21 Prozent (Jan. II: 37 Prozent) sehen das nicht so. Nur die AfD-Anhänger sind hier gegenteiliger Meinung (große Sorgen: 33 Prozent; nicht so große/keine: 62 Prozent).
Die Umfrage zum Politbarometer...

...wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 16. bis 18. Mai 2017 bei 1.344 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 42 Prozent, SPD: 28 Prozent, Linke: acht Prozent, Grüne: sechs Prozent, FDP: neun Prozent, AfD: sechs Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 2. Juni 2017. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de

19.05.2017
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