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Kampf gegen Terror Twitter sperrt 125.000 Konten

VideoTwitter sperrt Zugänge
Archiv: Logo von

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat nach eigenen Angaben seit Mitte 2015 125.000 Zugänge gesperrt, über die terroristische Aktionen vor allem der Terrormiliz IS angedroht oder unterstützt wurden.

(06.02.2016)

VideoBundesweite Razzien: Festnahmen
Festnahmen bei Razzien.

Wegen des Verdachts der Vorbereitung einer "schweren staatsgefährdenden Gewalttat" wurden mehrere Islamisten festgenommen. In NRW, Berlin und Niedersachsen hatte die Polizei Razzien durchgeführt.

(04.02.2016)

VideoTerrorgefahr in Deutschland
Gespräch mit dem Terrorismus-Experten Elmar Theveßen.

Wie konkret war die Gefahr im Falle des Fußball-Länderspiels gegen Holland in Hannover? Nach ZDF-Informationen haben die Behörden keine Beweise für die Existenz einer Terrorzelle.

(19.11.2015)

VideoFreiheit contra Sicherheit
Polizeibeamtin mit Maschinenpistole am Berliner Hauptbahnhof

Nach den Terroranschlägen in Paris stellt sich auch in Deutschland die Frage, wie man sich vor islamistischem Terror schützen kann, ohne die Freiheitsrechte der Bürger zu sehr einzuschränken.

(22.11.2015)

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat seit Mitte 2015 rund 125.000 Konten wegen "terroristischer Inhalte" gesperrt. Auf diesen Konten sei mit "terroristischen Taten gedroht" oder dafür geworben worden, meist im Zusammenhang mit der Terromiliz IS, teilte der US-Onlinedienst mit. 

Die Regierung in Washington, aber auch viele andere Staaten hatten in den vergangenen Monaten den Druck auf soziale Netzwerke erhöht, die dschihadistische Propaganda im Internet einzudämmen. Twitter bekräftigte nun, es habe bereits Regeln, um extremistische Propaganda zu verhindern. "Wir verurteilen die Nutzung von Twitter, um den Terrorismus zu fördern", erklärte das Unternehmen.

Twitter: Keine "Zauber-Algorithmus" gegen Terror

Es gebe jedoch keine einfache technologische Lösung, um den Missbrauch durch Dschihadisten zu bekämpfen, erklärte Twitter weiter. Wie viele Experten und andere Firmen wüssten, gebe es keinen "Zauber-Algorithmus", um "terroristische Inhalte im Internet zu erkennen".

Weitere Links zum Thema
Trotzdem werde Twitter damit fortfahren, seine Regeln auf diesem Gebiet "hart" durchzusetzen und dabei mit Behörden und relevanten Organisationen zusammenarbeiten, um Lösungen zur Löschung "terroristischer Inhalte" zu finden.


Laut dem Konzern sind bereits Folgen des verstärkten Vorgehens gegen Extremismus zu beobachten. So hätten sich dschihadistische Aktivitäten auf andere Kanäle umorientiert.
BKA-Zahlen zu Islamistischem Terrorismus

Das Bundeskriminalamt spricht von einer angespannten Sicherheitslage in Deutschland. Das zeigen aktuelle Zahlen zu sogenannten Gefährdern und islamistischem Terrorismus.

Demnach gibt es hierzulande 447 Gefährder. Mehr als 790 Menschen sind aus Deutschland heraus nach Syrien gereist. Etwa ein Drittel dieser Personen ist wieder zurückgekehrt. Zu mehr als 70 Personen liegen Erkenntnisse vor, wonach sie sich aktiv an Kämpfen in Syrien oder im Irak beteiligt oder hierfür eine Ausbildung absolviert haben. Etwa 130 Personen sind in Syrien oder im Irak ums Leben gekommen.

Im Kontext "Islamistischer Terrorismus" gibt es derzeit 644 Ermittlungsverfahren mit 944 Tatverdächtigen. Außerdem liegen 244 Hinweise auf Terroristen oder Kriegsverbrecher unter den Flüchtlingen vor. In 19 Fällen werden derzeit Ermittlungen geführt.

(Quelle: Bundeskriminalamt, aktuelle Zahlen vom 27.01.2016)

06.02.2016, Quelle: ap
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