30.05.2016
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merkzettel

Vorläufige Einigung Syrien: Kerry und Lawrow verabreden Feuerpause

VideoExplosionen in Syrien
Soldaten vor Ruinen und ausgebrannten Autos.

Bei einem Doppelanschlag mit Autobomben in der syrischen Stadt Homs sind mindestens 46 Menschen getötet worden. Dies teilte die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

(21.02.2016)

VideoExplosionen in Syrien mit 46 Toten
Soldaten vor Ruinen und ausgebrannten Autos.

Bei einem Doppelanschlag mit Autobomben in der syrischen Stadt Homs sind mindestens 46 Menschen getötet worden. Dies teilte die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

(21.02.2016)

VideoAleppo in Trümmern
Menschen und Trümmer

Trotz geplanter Hilfskonvois der Vereinten Nationen in das Krisengebiet verschlechtert sich die Lage in Syrien. Es mangelt an Nahrung und Medikamenten. Was wirklich helfen würde: Waffenruhe.

(19.11.2015)

VideoKujat: "Russland übt Druck aus"
Harald Kujat

"Russland ist bereit, Assad abtreten zu lassen nach Wahlen", so Harald Kujat, früherer NATO- Militärausschussvorsitzende. Immer mehr wollten in die Türkei flüchten, sagt ZDF-Reporter Luten Leihnos.

(17.02.2016)

Kurzmeldung

  • Explosionen in Syrien mit 46 Toten 10:07 Uhr 21.02.2016
    Bei einem Doppelanschlag mit Autobomben sind in der syrischen Stadt Homs mindestens 46 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bei den meisten Opfern handle es sich demnach offenbar um Zivilisten. Die Opferzahl könne angesichts zahlreicher Schwerverletzter noch steigen. Die einstige Rebellenhochburg Homs wird großteils von syrischen Regierungstruppen kontrolliert. In der Stadt gibt es häufig Anschläge, zuletzt hatte ein IS Anschlag 20 Menschenleben gefordert.

US-Außenminister Kerry und sein russischer Amtskollege Lawrow haben die Weichen für eine Feuerpause in Syrien gestellt. Es sei "eine vorläufige Einigung über die Bedingungen" erzielt worden, sagte Kerry. Zuvor hatte Syriens Präsident Assad signalisiert, er sei zu einer Waffenruhe bereit. 

Im Ringen um eine Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien gibt es nach US-Angaben eine Grundsatzeinigung mit Russland. In einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sei "eine vorläufige Einigung über die Bedingungen für eine Einstellung der Kampfhandlungen" erzielt worden, sagte US-Außenminister John Kerry am Sonntag. Die Feuerpause könne "in den kommenden Tagen beginnen".

Obama und Putin müssen zustimmen

Durch seine Vereinbarung mit Lawrow sei die internationale Gemeinschaft der angestrebten Feuerpause "näher" gekommen, sagte Kerry in der jordanischen Hauptstadt Amman. Als nächstes sollten nun "so schnell wie möglich" auch US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Wladimir Putin telefonieren, um über die "Umsetzung des Waffenstillstands" zu sprechen.

Die internationale Syrien-Kontaktgruppe hatte sich am Freitag vergangener Woche in München zum Ziel gesetzt, binnen einer Woche eine Feuerpause in dem Bürgerkriegsland zu erreichen. Seitdem verschärfte aber unter anderem die Türkei ihr Vorgehen gegen die Kurden, die im Norden Syriens zuletzt andere Rebellen aus mehreren Ortschaften verdrängt hatten.

Kerry war am Samstagabend in Jordanien eingetroffen,
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wo er am Sonntag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und mit dem jordanischen König Abdullah sprechen wollte. Zuvor hatte Kerry eingeräumt, dass "noch viel Arbeit" zu leisten sei, um zu einem Waffenstillstand in Syrien zu kommen. Russland hatte der syrischen Armee zuvor weitere militärische Unterstützung zugesichert.

Auch Syriens Präsident Baschar al-Assad hat sich "bereit" zu einer Waffenruhe in seinem Land erklärt, knüpfte aber Bedingungen daran. Der spanischen Zeitung "El País" sagte Assad, Terroristen dürften eine Feuerpause nicht dazu ausnutzen, ihre Positionen zu verbessern. Zudem müssten andere Länder - "vor allem die Türkei" - daran gehindert werden, den Terroristen mehr Kämpfer, Waffen oder andere logistische Unterstützung zukommen zu lassen, hieß es in dem am Sonntag im Internet veröffentlichten Gespräch. Die Führung in Damaskus bezeichnet alle Rebellengruppen als "Terroristen".

Assad lobt Russland und Iran

Im Norden Syriens haben die Regierungstruppen eine Offensive gestartet, die Zehntausende Menschen aus der Region Aleppo in die Flucht getrieben hat. Dabei werden Assads Truppen durch russische Luftangriffe sowie von Kämpfern aus Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz unterstützt.

Die Unterstützung durch Russland und Iran sei "wesentlich" für den Vormarsch seiner Truppen, sagte Assad "El País". "Wir brauchen diese Hilfe (...), weil 80 Länder die Terroristen auf verschiedene Weise unterstützen." Einige Länder gäben den Oppositionskräften "direkte Hilfe - mit Geld, logistischer Unterstützung, Waffen oder Kämpfern", sagte Assad weiter. Bei anderen Ländern gehe es um "politische Unterstützung in verschiedenen internationalen Foren".

Kreml verspricht weitere Unterstützung

Russland hatte zuvor der syrischen Armee weitere militärische Unterstützung zugesichert. Moskau setze seine "konsequente Linie" fort, den syrischen Streitkräfte bei ihren "offensiven Aktionen gegen Terroristen und terroristische Organisationen" zu helfen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag.

Angesichts der andauernden Kämpfe in Syrien setzte sich US-Außenminister John Kerry am Samstag bei seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow erneut für eine rasche Feuerpause ein. In einem Telefongespräch mit Lawrow verurteilte Kerry erneut die russischen Luftangriffe zur Unterstützung der syrischen Regierungsarmee, die auch Zivilisten treffen, wie ein Sprecher Kerrys mitteilte.

Beide sprachen demnach auch über die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung für den Syrien-Konflikt sowie über humanitäre Hilfe für die Bevölkerung.

Die Akteure im Syrien-Konflikt

Assad-Regime

Baschar al-Assad

Anhänger von Präsident Baschar al-Assad kontrollieren weiter große Städte wie Damaskus oder Homs sowie den Küstenstreifen. Unterstützt von russischen Luftangriffen und Hilfe aus Iran machte die syrische Armee in den vergangenen Wochen deutlich Boden gut und kreiste unter anderem von den Rebellen kontrollierte Teile Aleppos im Norden ein. Ziel Assads ist es, die Rebellen-Gebiete der Stadt von der Außenwelt abzuschneiden. Sollte das gelingen, würde dieser Schlag Assads Verhandlungsposition deutlich stärken. Der Machthaber lehnt einen Rücktritt ab.

Islamischer Staat

IS-Kämpfer in Syrien  Aufnahmevom 07.04.2015

Die Terrormiliz IS ist die stärkste Kraft in Syrien neben dem Regime. Sie beherrscht im Norden und Osten riesige Gebiete. Allerdings mussten die Extremisten in den vergangenen Monaten deutliche Niederlagen einstecken. Das US-Verteidigungsministerium schätzt die Zahl der Dschihadisten in Syrien und im Irak auf 19.000 bis 25.000 - früheren Schätzungen zufolge waren es mal 20.000 bis 33.000. Für den Rückgang seien demnach Verluste auf dem Schlachtfeld, Fahnenflucht und Disziplinarstrafen des IS gegen eigene Kämpfer verantwortlich, sagt ein Pentagon-Vertreter. Außerdem zeigten die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft Wirkung, den Fluss ausländischer Kämpfer nach Syrien und in den Irak einzudämmen.

Der IS kämpft sowohl gegen das syrische Regime als auch gegen andere Rebellengruppen. Die Dschihadisten zeichnen sich vor allem durch ihren extremen Hass gegen Andersgläubige aus. Sie streben einen Gottesstaat mit radikaler Auslegung an, der Scharia.

Al-Nusra-Front

Kämpfer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front

Erstmals tauchte Al-Nusra im Januar 2012 auf - zehn Monate nach dem Beginn der Proteste gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad, aus denen sich der Bürgerkrieg entwickelte. Die Gruppe ist ein Ableger des Al-Kaida-Arms Islamischer Staat im Irak. In der nordirakischen Provinz Ninive war al-Dschulani ihr Anführer.

Im Jahr 2013 lehnte es Al-Nusra ab, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen und band sich an Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri. Dieser erklärt die Gruppe zum einzigen Al-Kaida-Ableger in Syrien, wonach der IS sie aus der ölreichen östlichen Provinz Deir Essor vertrieb.

Laut dem Syrien-Experten Thomas Pierret von der Universität Edinburgh gehören Al-Nusra 7.000 bis 8.000 Kämpfer an. Auf mittlerer Kommandoebene sind nach seinen Erkenntnissen einige Ausländer aktiv, bei den Fußtruppen jedoch kaum. Andere Experten beziffern die Zahl der Kämpfer auf bis zu 10.000, etwa 80 Prozent von ihnen Syrer. Hochburgen der Gruppe sind die nordwestsyrische Provinz Idlib und der Süden der nördlichen Provinz Aleppo. Es gibt aber kein Gebiet, das ausschließlich von Al-Nusra kontrolliert wird - überall kämpft die Gruppe mit Verbündeten.

Weil sie mit vielen Rebellengruppen in ganz Syrien verbündet ist, gilt die Al-Kaida-nahe Al-Nusra-Front als zentrale Bedrohung für die seit dem späten Freitagabend geltende Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland. Denn die Waffenruhe gilt nicht für die Al-Nusra-Front. 

Rebellen

Syrische Rebellen schauen am 10.03.2015 in den Himmel

Sie sind vor allem im Nordwesten und Süden Syriens stark. Ihr Spektrum reicht von moderaten Gruppen, die vom Westen unterstützt werden, bis zu radikalen Islamisten. Zu diesen gehören die Gruppen Ahrar al-Scham und Dschaisch al-Islam.

Ahrar al-Scham gehört zu den stärksten Milizen im Nordwesten Syriens. Kritiker werfen der von Al-Kaida-Veteranen gegründeten Gruppe eine große Nähe zu dem Terrornetzwerk vor. Auch Ahrar al-Scham will einen "islamischen Staat", in dem die Scharia, das Recht Gottes, gilt. Viele Rebellen halten die Gruppe jedoch für moderater als IS und Nusra-Front. Ahrar al-Scham gehört zum Hohen Verhandlungskomitee (HNC), das die Opposition bei den Friedensgesprächen in Genf vertritt.

Wie Ahrar al-Scham wird auch Dschaisch al-Islam Experten zufolge von der Türkei und Saudi-Arabien unterstützt. Die Miliz ist vor allem in dem hart umkämpften Gebiet östlich von Damaskus stark. Auch sie gehört zum HNC. Ihr Vertreter Mohammed Allusch trägt sogar den Titel "erster Verhandler".

Teilweise kooperieren die Rebellen mit der Al-Nusra-Front, einem kampfstarken Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sie gehört in Syrien zu den stärksten Milizen. Stark ist die Gruppe vor allem in der Provinz Idlib. Sie ist ideologisch eng mit dem IS verwandt ist, beide Gruppen sind allerdings miteinander verfeindet.

Hisbollah

Hisbollah-Kämpfer und syrische Armeesoldaten stehen auf einem Lastwagen mit Hilfsgütern

Die libanesische Schiitenmiliz kämpft im syrischen Bürgerkrieg seit langem an der Seite des Regimes. Sie wird von Iran finanziert, der Präsident Assad an der Macht halten will, um die Achse Libanon-Syrien-Irak-Iran zu sichern. Die USA haben die "Partei Gottes" auf ihre Terrorliste gesetzt, die EU betrachtet ihren militärischen Arm als Terrororganisation.

Opposition

syrische Opposition

Sie ist zersplittert. Das wichtigste Oppositionsbündnis ist die Syrische Nationale Koalition in Istanbul. In Damaskus sitzen zudem Oppositionsparteien, die vom Regime geduldet werden. Bei einer Konferenz in Riad einigten sich verschiedenen Gruppen auf die Bildung eines Hohen Komitees für Verhandlungen (HNC), dem aber einige prominente Vertreter der Opposition nicht angehören.

Die Kurden

Kobane: Kurdischer Kämpfer - Aufnahme vom 08.05.2015

Kurdische Streitkräfte beherrschen mittlerweile den größten Teil der Grenze zur Türkei. Die Kurdenmiliz ist im Kampf gegen die IS-Terrormiliz bislang sehr effektiv, ist daher wichtiger Partner des Westens und erhält dafür Hilfe aus den USA. Die Kurden kämpfen teilweise mit Rebellen zusammen, kooperieren aber auch mit dem Regime. Führende Kraft ist die Kurdenpartei PYD, ein Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK in der Türkei.

Das NATO-Mitglied Türkei indes bekämpft den bewaffneten Arm der PYD, die YPG, und scheint zunehmend beunruhigt wegen der jüngsten Geländegewinne der Gruppe im benachbarten Bürgerkriegsland. Mit dem Erstarken der Kurden in Syrien und dem Nordirak sieht Ankara auch die Bestrebungen zur Gründung eines Kurdenstaates wachsen.

Die USA und der Westen

Fregatte Augsburg der Bundesmarine

Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition. Kampfjets fliegen täglich Angriffe. Beteiligt sind unter anderem Frankreich und Großbritannien. Deutschland stellt sechs Tornados für Aufklärungsflüge über Syrien, ein Flugzeug zur Luftbetankung sowie die Fregatte "Augsburg", die im Persischen Golf einen Flugzeugträger schützt. Washington unterstützt moderate Regimegegner.

Russland

Archiv - Ein russischer SU-34 Kampfjet beim Abwurf ein Bombe am 09.12.2015

Seit September fliegt auch Russlands Luftwaffe Angriffe in Syrien. Sie richten sich gegen den IS ebenso wie gegen Rebellen, die mit der Terrormiliz verfeindet sind. Moskau ist einer der wichtigsten Unterstützer des syrischen Regimes.

Iran

Hassan Rohani

Teheran ist der treueste Unterstützer des Assad-Regimes. Iraner kämpfen an der Seite der syrischen Soldaten. Auch die von Teheran finanzierte libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ist in Syrien an Assads Seite im Einsatz.

Saudi-Arabien und die Türkei

Erdogan und König Salman

Riad und Ankara sind wichtige Unterstützer von Rebellen. Sie fordern Assads Sturz. Saudi-Arabien geht es darum, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Iran ist der saudische Erzrivale im Nahen Osten. Die Türkei will eine größere Selbstbestimmung der Kurden in Nordsyrien verhindern.

21.02.2016, Quelle: afp, dpa
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