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500 Jahre Reformation "Eine unsägliche Form der Geschichtspolitik"

BildWeltausstellung zur Reformation
Jugendliche sitzen am 20.05.2017 auf einem Würfel mit der Aufschrift "Reformation 2017 / hier" in Wittenberg

(Quelle: dpa)

VideoDer Konflikt zwischen Kirchen und AfD
Über Kreuz - der Konflikt zwischen Kirchen und AfD

Passt das christliche Menschenbild der Kirchen mit der Programmatik der AfD zusammen? Viele in der Kirche meinen, nein - so auch Margot Käßmann. Doch überschreiten die Kirchen damit ihre Kompetenz und mischen sich zu sehr in Politik ein?

(21.05.2017)

VideoWittenberg: Weltausstellung Reformation
Ausstellung Reformation in Wittenberg.

Die Weltausstellung Reformation in Wittenberg soll ein Aufbruchsignal für Kirche und Gesellschaft werden. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums erwartet die Stadt eine halbe Million Besucher.

(20.05.2017)

VideoAusstellung auf der Wartburg
Wartburg.

„Luther und die Deutschen“ ist eine der drei nationalen Sonderausstellungen auf der Wartburg, die anlässlich des 500. Reformationsjubiläums stattfinden. Sie zeigt etwa 300 Objekte, die den Einfluss Martin Luthers illustrieren.

(30.04.2017)

Der Evangelische Kirchentag steht dieses Jahr ganz unter dem Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums. Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann findet die Aufmerksamkeit für die Reformation zwar positiv, sieht aber nur ein "flüchtiges Interesse". Viele Probleme der Kirche blieben zudem unausgesprochen. 

heute.de: Herr Kaufmann, finden Sie die Aufmerksamkeit, die die Reformation zurzeit in der allgemeinen deutschen Öffentlichkeit bekommt, gut?

Thomas Kaufmann ...

... studierte evangelische Theologie. Seit 2000 ist er Professor für Kirchengeschichte an der Universität Göttingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kirchen-, Theologie- und Christentumsgeschichte in der Reformation und der frühen Neuzeit.

Thomas Kaufmann:
Zunächst ist es ein großes Glück, wenn das eigene historische Arbeitsgebiet, das mich seit drei Jahrzehnten fesselt, die Aufmerksamkeit einer größeren Öffentlichkeit zu finden scheint. Allerdings ist es ernüchternd, dass dieses "Interesse" vielfach so flüchtig ist wie der Großteil der Medien unserer Zivilisation, und viele Äußerungen eher an Werbeslogans erinnern als an substantielle Information. Schließlich ist deprimierend, dass von Seiten führender Vertreter der Kirchen und der Politik das Reformationsjubiläum zum Anlass genommen wird, sich selbst in Szene zu setzen und eigene Lieblingsgedanken durch den Bezug auf das 16. Jahrhundert hochzustilisieren und gleichsam zu legitimieren.

heute.de: Was meinen Sie da zum Beispiel?

Kaufmann: Zum Beispiel Aussagen wie "Reformation heißt, die Welt hinterfragen" oder "Reformation bedeutet, sich kritisch engagieren!". Das ist eine unsägliche Form der Geschichtspolitik. Ich finde sie deprimierend, ziemlich erbärmlich und einer demokratischen und "aufgeklärten" Zivilisation unwürdig.

heute.de: Was ist an den Aussagen so falsch?

Kaufmann: Sie sind völlig unspezifisch und austauschbar. Ich könnte auch sagen "Erwachsenwerden bedeutet, die Welt zu hinterfragen" oder "Ein mündiger Staatsbürger zu sein, bedeutet, sich kritisch zu engagieren". Misslungen ist also die Auflösung der Reformation in eine unstrittig akzeptierte, gesellschaftlich affirmierte Tugendhaltung. Aber ein Christentum, das nur das reproduziert, was der Mainstream denkt und empfindet, mag gesellschaftspolitisch opportun sein; es ist aber theologisch belanglos und religiös steril und insofern ohne weitere Relevanz.

heute.de: Warum ist das Reformationsjahr so wichtig für Deutschland?

Kaufmann: Seitens beider Kirchen sehe ich in dem Reformationsjubiläum einen Versuch, noch einmal die ganz große, politische Öffentlichkeit zu erreichen und den eigenen Anspruch auf gesellschaftliche Geltung zu untermauern. Dies macht man heute besser "ökumenisch". Nicht weil man sich theologisch besser versteht als früher, sondern unter Aussparung der tiefgreifenden Differenzen, und weil die Repräsentanten des Staates eher ein unpolemisches Christentum als "Band" der Gesellschaft schätzen. Die Probleme der evangelischen Kirche anzusprechen - das traut sich keiner. Ich bin von Seiten hoher Repräsentanten jedenfalls als meckernder Spielverderber diskreditiert worden.

heute.de: Was für Probleme meinen Sie?

Kaufmann: Dass die Mitgliedschaftsbeziehung zur Kirche über vom Staat eingezogene Kirchensteuern läuft, dass die Institution Kirche sich vor allem als politisch-moralische Agentur präsentiert, weil sie mit ihren Kernthemen Sünde und Erlösung nicht anzukommen meint, dass wir massive Nachwuchsprobleme bekommen und dass die Gemeindeebene zugunsten übergemeindlicher Strukturen zurückgefahren wurde - das sind einige der Probleme.

heute.de: Was halten Sie persönlich von dem Jubiläumsjahr, was ist bisher gelungen, was misslungen?

Kaufmann: Es gibt einige gute Ausstellungen und einige gelungene Bücher, die es ohne das Jubiläum nicht gäbe. Auch einige dringend erforderliche Restaurationsarbeiten an wichtigen "Überresten" des 16. Jahrhunderts wären sonst niemals finanzierbar gewesen. Das ist erfreulich. Völlig misslungen ist es, das 16. Jahrhundert als eine fremde Welt, die gleichwohl "unsere" Vorgeschichte ist, zu thematisieren.

heute.de: Stattdessen werden "schwachsinnige Gegenwartsbezüge" hergestellt, das sagten Sie mal in einem Interview. Welche sind das zum Beispiel?

Kaufmann: Damit meine ich Behauptungen wie die einer Erfindung der Menschenwürde durch die Reformation; auch die Vorstellung, die Reformation habe die Demokratie befördert oder die These von den reformationszeitlichen Wurzeln des Kapitalismus. Diesen Thesen ist gemeinsam, dass sie Gegenwartsgeltung durch Geschichtskonstruktion zu erlangen versuchen. Doch unsere "moderne" Welt hat viele Mütter und Väter; sie ist das Ergebnis eines Jahrhunderte währenden Transformationsprozesses.

heute.de: Was erhoffen Sie sich noch von dem Gedenkjahr?

Kaufmann: Dass wenigstens noch gelingen möge, den außerordentlichen Feiertag - den Tag des Thesenschlags am 31. Oktober 1517 - in seiner Merkwürdigkeit zu diskutieren und ihn zum Anlass zu nehmen, um über die Bedingungen und Möglichkeiten eines differenzierten Verhältnisses zu den Religionen in unserem Land, jenseits skandalisierender Symboldebatten über Burka und Beschneidung, zu sprechen. Und vielleicht auch, dass "wir" das Reformationsjubiläum nutzen, um zu verstehen, woher "wir" kommen und unter welchen Bedingungen Toleranz möglich wurde und bleiben kann.

heute.de: Welchen Umgang mit der Reformation wünschen Sie sich für die Zukunft?

Weitere Links zum Thema
Kaufmann:
Es wäre wünschenswert, dass der "Atem" der historischen Erinnerung einer Gesellschaft weiter zurückreicht als in die sogenannte Zeitgeschichte. Die Reformation bietet einen Blick in eine fremde Welt, die auch einmal Deutschland war. Mit dieser haben wir noch viel gemein, nicht zuletzt die Sprache. Durch das Verständnis des 16. Jahrhunderts entdecken wir auch ein Europa, das noch nicht von den Nationalstaaten geprägt war; als Perspektive unserer Zukunft könnte das hilfreich sein. Es wäre auch gut und schön, wenn jenseits der Fun- und Eventkultur unserer Tage die großen Themen des Menschseins, die auch die Reformatoren umtrieben, Gehör und Resonanz fänden, nicht um ihre Antworten einfach zu übernehmen, aber doch um ihre Fragen zu bedenken.

Das Interview führt Maria Ugoljew.

"Kirchentage auf dem Weg"

Sechs regionale Kirchentage

Parallel zum 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg finden ab Donnerstag auch regionale "Kirchentage auf dem Weg" statt. Sechs Christentreffen sind geplant; sie finden in acht mitteldeutschen Städten statt. Sie münden, wie der Berliner Kirchentag, in den Abschlussgottesdienst am Sonntag auf den Elbwiesen in Wittenberg. Die sechs "Kirchentage auf dem Weg" haben ausgehend von der jeweiligen Historie ihrer Veranstaltungsorte verschiedene thematische Ausrichtungen.

Leipzig (Sachsen)

"Leipziger Stadtklang: Musik. Disput. Leben." lautet die Überschrift in der sächsischen Messestadt. Dort soll der größte der sechs "Kirchentage auf dem Weg" stattfinden. Gerechnet wird mit bis zu 20.000 Besuchern. An der Wirkungsstätte des Barockkomponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750) und des weltberühmten Thomanerchores wird die Kirchenmusik einen besonderen Stellenwert haben. Erinnert wird auch an das legendäre Streitgespräch zwischen dem Reformator Martin Luther und dem katholischen Theologen Johannes Eck im Jahr 1519, das zum endgültigen Bruch zwischen Rom und den Lutheranern beitrug. Ein besonderes Veranstaltungsformat werden "Kneipengespräche" zu allen möglichen Themen der Gegenwart sein. Auch ergänzen der traditionelle Begegnungstag für Aussiedler und ein sächsisches Frauenmahl das Programm. Prominente Teilnehmer sind Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der ehemalige Bundesentwicklungminister Erhard Eppler (SPD), Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

Erfurt (Thüringen)

"Licht auf Luther" heißt es in der thüringischen Landeshauptstadt. Im Zentrum steht laut den Veranstaltern ein "Blitz, der Geschichte schrieb": Ein Gewitter-Erlebnis bei Stotternheim veranlasste Luther der Überlieferung nach zum Eintritt in das Erfurter Augustinerkloster. Auf diesen Spuren können Besucher des Erfurter Kirchentages pilgern oder - für Sportlichere - auch laufen. Andererseits wollen die Veranstalter mit dem Schwerpunkt "Evangelisch heute!" zeigen, was ostdeutsche Christen in der am stärkten säkularisierten Region weltweit zu sagen haben. Prominente Teilnehmer sind Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt, der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) und die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann.

Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

"Sie haben 1 gute Nachricht", verspricht der Kirchentag in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt. Magdeburg, das Kaiser Otto I. vor über 1.000 Jahren zu seiner Residenz erhob, gibt sich modern. Ein besonderes Veranstaltungsformat ist ein Twittergottesdienst. Er nimmt darauf Bezug, dass Magdeburg schon einmal Ort einer Medienrevolution war: Zahllose Flugschriften gegen Kaiser und Papst brachten der Stadt einst den Ehrentitel "Unser Herrgotts Kanzlei" ein. Auf der Elbe wird es eine abendliche Schiffsprozession geben. Viele Veranstaltungen finden in direkter Nähe zum Magdeburger Dom statt, dem ersten gotischen Sakralbau auf deutschem Boden. Prominente Gäste in der ersten protestantischen Großstadt sind Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der Linken-Politiker Gregor Gysi und der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Halle/Eisleben (Sachsen-Anhalt)

"Zwei Städte für ein Halleluja" - so präsentieren sich Halle und das in besonderer Weise mit Martin Luther verbundene Eisleben den Besuchern. Der Geburts-, Tauf- und Sterbeort des großen Reformators lädt besonders zur Besichtigung authentischer Orte der Reformation ein, während die Händelstadt Halle das Podium für Diskussionen und Debatten bietet und Kunst und Kultur betont. Die Eröffnung der traditionellen Händelfestspiele ist in das Programm integriert, Kunstprojekte sollen den öffentlichen Raum erobern, Gospelgesang an zahlreichen Orten erklingen und die längste Kirchennacht Mitteldeutschlands beide Städte verbinden. In der Dorfkirche Holleben liest am Freitag "Tatort"-Kommissar Peter Sodann.

Jena/Weimar (Thüringen)

"Nun sag, wie hast Du's mit der Religion?" lautet das Motto in Jena und Weimar. Damit wird Bezug auf die vielzitierte "Gretchenfrage" in Goethes "Faust" genommen. Die Klassikerstadt Weimar steht auch für Schiller, Herder und Nietzsche - und mit dem Konzentrationslager Buchenwald für einen der düstersten Orte deutscher Geschichte. Jena kontrastiert dazu als junge und wissenschaftsnahe Stadt, die Geistesgrößen wie Hegel und Fichte hervorgebracht hat. Die Verbindung zwischen Glaube und Wissen soll in beiden Städten bei einer Vielzahl von Veranstaltungen erkundet werden. In der Klassikerstadt diskutieren zudem verschiedene Träger des Weimarer Menschenrechtspreises, in Jena neben anderen Pfarrer Friedrich Schorlemmer und Klaus Seitz von "Brot für die Welt".

Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt)

"Forschen. Lieben. Wollen. Tun." heißt es beim kleinsten der regionalen Kirchentage. Das Motto für Dessau-Roßlau nimmt Bezug auf ein Wort des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn, der in Dessau geboren wurde. In der Bauhausstadt wird es unter anderem ein "Anhaltmahl" geben - Kirchengemeinden der kleinsten evangelischen Landeskirche Deutschlands bitten dabei am Himmelfahrtstag abends zu Tisch. Über das "Leben in einer multikulturellen Gesellschaft" wird unter anderem mit Ahmed Abd-Elsalam vom Zentrum für Islamische Theologie in Münster und dem Dresdner Rabbiner Alexander Nachama diskutiert. Außergewöhnlich ist ein "Schlafsackgottesdienst", bei dem ein späte Andacht befreit vom Stress des Tages auf Decken und Schlafsäcken verfolgt werden kann. Die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff liest zudem "Das Pfingstwunder".

Quelle: epd

25.05.2017
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