29.05.2016

Jetzt live: Gedenken an die Toten von Verdun - 100 Jahre nach der Schlacht

  • 14:53100 Jahre Schlacht von Verdun: Merkel und Hollande gedenken der Opfer

  • 13:57Ostukraine: Fünf Soldaten bei Kämpfen getötet

  • 13:16Wirbel um Äußerung von AfD-Vize Gauland

  • 13:06Muguruza steht im Viertelfinale

  • 12:47Blitzeinschlag auf Fußballfeld - Verletzte auf dem Weg der Besserung

  • 12:40Frankreich und Deutschland erinnern an die Grauen von Verdun

  • 12:35Zieler will nach Leicester wechseln

  • 11:17UN-Flüchtlingshilfswerk befürchtet Tod von mehr als 700 Migranten

  • 11:09Türkischer Ministerpräsident Binali Yildirim im Amt bestätigt

  • 10:48Linke fordert Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik

  • 10:33Katholikentag: Tausende feiern Abschlussgottesdienst

  • 10:19Schlöndorff: Verdun-Zeremonie den Politikern und Militärs wegnehmen

  • 10:02Özoguz kritisiert geplante Armenien-Resolution

  • 09:42Fidschi zieht Dutzende Friedenssoldaten vom Sinai ab

  • 09:30Frankreich will Steuern bei internationalen Konzernen eintreiben

  • 09:10Iran: Konservativer Laridschani als Parlamentspräsident wiedergewählt

  • 08:55Waschmittelhersteller entschuldigt sich für umstrittenen TV-Spot

  • 08:25Reeder wechseln nach Reformen zurück zur deutschen Flagge

  • 08:14Frankreichs Finanzminister will bei Arbeitsmarktreform hart bleiben

  • 07:58Wohnmodul für Raumstation ISS erfolgreich aufgepumpt

Zurück zur Startseite

Alle Meldungen im Überblick

  • 14:53100 Jahre Schlacht von Verdun: Merkel und Hollande gedenken der Opfer

  • 13:57Ostukraine: Fünf Soldaten bei Kämpfen getötet

  • 13:16Wirbel um Äußerung von AfD-Vize Gauland

  • 13:06Muguruza steht im Viertelfinale

  • 12:47Blitzeinschlag auf Fußballfeld - Verletzte auf dem Weg der Besserung

  • 12:40Frankreich und Deutschland erinnern an die Grauen von Verdun

  • 12:35Zieler will nach Leicester wechseln

  • 11:17UN-Flüchtlingshilfswerk befürchtet Tod von mehr als 700 Migranten

  • 11:09Türkischer Ministerpräsident Binali Yildirim im Amt bestätigt

  • 10:48Linke fordert Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik

  • 10:33Katholikentag: Tausende feiern Abschlussgottesdienst

  • 10:19Schlöndorff: Verdun-Zeremonie den Politikern und Militärs wegnehmen

  • 10:02Özoguz kritisiert geplante Armenien-Resolution

  • 09:42Fidschi zieht Dutzende Friedenssoldaten vom Sinai ab

  • 09:30Frankreich will Steuern bei internationalen Konzernen eintreiben

  • 09:10Iran: Konservativer Laridschani als Parlamentspräsident wiedergewählt

  • 08:55Waschmittelhersteller entschuldigt sich für umstrittenen TV-Spot

  • 08:25Reeder wechseln nach Reformen zurück zur deutschen Flagge

  • 08:14Frankreichs Finanzminister will bei Arbeitsmarktreform hart bleiben

  • 07:58Wohnmodul für Raumstation ISS erfolgreich aufgepumpt

  • 14:53100 Jahre Schlacht von Verdun: Merkel und Hollande gedenken der Opfer

  • 13:57Ostukraine: Fünf Soldaten bei Kämpfen getötet

  • 13:16Wirbel um Äußerung von AfD-Vize Gauland

  • 12:40Frankreich und Deutschland erinnern an die Grauen von Verdun

  • 11:17UN-Flüchtlingshilfswerk befürchtet Tod von mehr als 700 Migranten

  • 11:09Türkischer Ministerpräsident Binali Yildirim im Amt bestätigt

  • 10:48Linke fordert Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik

  • 10:19Schlöndorff: Verdun-Zeremonie den Politikern und Militärs wegnehmen

  • 10:02Özoguz kritisiert geplante Armenien-Resolution

  • 09:42Fidschi zieht Dutzende Friedenssoldaten vom Sinai ab

  • 09:10Iran: Konservativer Laridschani als Parlamentspräsident wiedergewählt

  • 07:43Schulz: Mein Platz ist in Brüssel

  • 06:33Gedenken an Schlacht von Verdun

  • 06:14Bartsch: Konsequente Auseinandersetzung mit AfD suchen

  • 21:44De Maiziere: Zahl der Angriffe gegen Flüchtlinge nimmt weiter zu

  • 20:59Putin besucht heiligen Berg Athos

  • 19:50Kipping und Riexinger als Linke- Vorsitzende wiedergewählt

  • 16:50Wagenknecht unentschieden über Konsequenzen nach Tortenwurf

  • 16:13Bundestagsabgeordnete vor Armenien-Resolution unter Druck

  • 15:46IS-Extremisten rücken in Nordsyrien vor

  • 09:30Frankreich will Steuern bei internationalen Konzernen eintreiben

  • 08:25Reeder wechseln nach Reformen zurück zur deutschen Flagge

  • 08:14Frankreichs Finanzminister will bei Arbeitsmarktreform hart bleiben

  • 19:11Gabriel kritisiert Merkels TTIP-Kurs

  • 18:25Französische Regierung sieht Besserung bei Benzinversorgung

  • 22:50US-Notenbankchefin deutet baldige Leitzins-Anhebung an

  • 16:28Ostdeutsche Großstädte wie Leipzig holen wirtschaftlich deutlich auf

  • 16:02Brüssel genehmigt deutsche Beihilfen für Kraftwerks-Stilllegungen

  • 14:42Deutsche Flughäfen verbuchen deutlich mehr Passagiere

  • 14:14Facebook und Microsoft verlegen neues Highspeed-Transatlantikkabel

  • 12:54Google gewinnt gegen Oracle im Milliarden-Streit um Urheberrechte

  • 22:58Nahles: Reiche sollen Steuern zahlen statt spenden

  • 17:11Snapchat sammelt 1,8 Milliarden Dollar bei Investoren ein

  • 15:44BER-Eröffnung: Nächste Verschiebung deutet sich an

  • 13:08Studie: "Brexit" wäre Gefahr für deutschen Export

  • 11:02Mindestlohn-Kontrolleure verhängen kaum Bußgelder

  • 10:04Ölpreis erstmals in diesem Jahr über 50 Dollar

  • 09:16Proteste in Frankreich: Streiks auch in AKWs

  • 21:13Deutsche Schiffbauindustrie stark in schwachem Weltmarkt

  • 20:15Fischereiindustrie verzichtet auf Kabeljau aus norwegischer Arktis

  • 12:47Blitzeinschlag auf Fußballfeld - Verletzte auf dem Weg der Besserung

  • 10:33Katholikentag: Tausende feiern Abschlussgottesdienst

  • 08:55Waschmittelhersteller entschuldigt sich für umstrittenen TV-Spot

  • 07:58Wohnmodul für Raumstation ISS erfolgreich aufgepumpt

  • 06:48DLRG befürchtet mehr Badeunfälle von Flüchtlingen

  • 00:27Bericht: Acht Festnahmen wegen "obszöner" Musikvideos im Iran

  • 23:43Münchner Biennale eröffnet mit Opern-Uraufführung

  • 22:55Starkregen und Hagel in vielen Teilen Deutschlands

  • 20:23Rheinland-Pfalz: 35 Menschen nach Blitzeinschlag in Klinik

  • 17:52Berlin: Raubüberfall auf dem Kudamm

  • 17:12Erdbeben der Stärke 2,9 in Bottrop

  • 15:03Kretschmann warnt vor Nationalismus und Populismus

  • 14:35WHO hält Olympia-Verschiebung wegen Zika-Virus für unnötig

  • 12:32Schwere Stürme und Hagel: Neue Unwetter zum Wochenende

  • 10:59Zika-Virus: Experten drängen auf Verschiebung der Olympischen Spiele

  • 08:52Weltkriegs-Flieger in den Hudson River gestürzt - Pilot stirbt

  • 07:46Katholikentag beendet inhaltliche Arbeit - Europa als Thema

  • 07:2491-Jährige wird von Zug überfahren und überlebt

  • 00:15Brasilien: Jugendliche von 33 Männern vergewaltigt

  • 23:30Mittelmeer: Dutzende Flüchtlinge vor Küste Libyens ums Leben gekommen

  • 15:19Füchse: Drux und Wiede verlängern

  • 15:05Flensburg: Heinl bleibt, Kozina geht

  • 15:02Europacup: Bundesliga mit guter Bilanz

  • 14:57Borussia Dortmund holt U19-Titel

  • 14:05Raonic scheitert an Außenseiter

  • 13:26Nguyen holt Bronze am Barren

  • 13:06Muguruza steht im Viertelfinale

  • 12:46Säbel: Hartung in Moskau Siebter

  • 12:40Zu viel geschimpft: RAI feuert "Trap"

  • 12:35Zieler will nach Leicester wechseln

  • 12:31Sandhausen holt Jansen aus Halle

  • 12:06Spahic verlängert beim HSV

  • 11:58Doppelvierer in Luzern auf Rang fünf

  • 11:54St.Pauli verpflichtet Avevor

  • 11:10Kanuten: Letzte Plätze für Rio vergeben

  • 10:53Stig Broeckx liegt im Koma

  • 10:17Ronaldo wieder Torschützenkönig

  • 09:55Red Bull: Renault bleibt Motorenpartner

  • 09:37Carvajal für EM fraglich

  • 09:32Golden State erzwingt siebtes Spiel

merkzettel

Verfassungsgericht verhandelt Klage Karlsruhe: Bund verteidigt Atomausstieg

VideoAtomausstieg rechtens?
Ein Atomkraftwerk, das stillgelegt werden soll.

Über den Atomausstieg verhandelt das Bundesverfassungsgericht. Geprüft wird die Rechtmäßigkeit des vor fünf Jahren beschlossenen Atomausstiegs.

(15.03.2016)

VideoSchadenersatz für Konzerne?
Stopschild vor einem Kernkraftwerk (Archivbild)

Das Bundesverfassungsgericht muss klären, ob der Atomausstieg rechtens war. Geklagt hatten die Atomkonzerne. Eine Entschädigungssumme von 22 Milliarden Euro steht im Raum, so Reporterin Sarah Tacke.

(15.03.2016)

VideoMilliardengrab Atomkraft
Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen im Zwischenlager Jülich

Der Atomausstieg ist in vollem Gange, überall in Deutschland werden Kernkraftwerke abgeschaltet und rückgebaut – aber ein riesiges Problem bleibt: Wohin mit dem strahlenden Müll?

(28.06.2015)

VideoStrahlende Last: Wohin damit?
Die Kernkraft hat tonnenweise Müll verursacht.

Die Technik hat gefährliche Abfälle produziert, für die es keine dauerhafte und sichere Verwahrung gibt. Von Menschen gemachte Radioaktivität ist für eine sehr lange Zeit in der Welt.

(05.10.2015)

Die Bundesregierung hat den Atomausstieg vor dem Bundesverfassungsgericht verteidigt und Schadenersatzforderungen der Energiekonzerne zurückgewiesen. Die Fukushima-Katastrophe habe es nötig gemacht, die Risiken der Atomenergie neu zu bewerten, sagte Umweltministerin Hendricks zu Beginn der Verhandlung. 

Die schwere Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima habe "auch in Deutschland eine Neubewertung der mit der Kernenergienutzung verbundenen Risiken erforderlich gemacht", sagte Hendricks (SPD) in Karlsruhe.

Konzerne: "Geht um faire Entschädigung"

E.ON, RWE und Vattenfall kritisierten, dass die Bundesregierung nach dem Reaktorunfall im japanischen Fukushima den beschleunigten Atomausstieg beschlossen habe, ohne dass sich das Restrisiko in Deutschland verändert hatte. Zurückdrehen wollen sie das Rad nicht. "Es geht nicht um Atomenergie. Es geht am Ende um eine faire Entschädigung", sagte E.ON-Chef Johannes Teyssen.

Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender von RWE Power, betonte, es sei dem Gesetzgeber zwar unbenommen, Risiken neu und anders zu bewerten. "Wir bezweifeln aber die politische Neubewertung eines unveränderten Sachverhalts", betonte Hartung mit Blick auf die von deutschen Atomkraftwerken ausgehenden Gefahren.

Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. Sollten die Versorger vor dem obersten deutschen Gericht Recht bekommen, müssten sie den Schadenersatz in weiteren Verfahren einklagen. Dabei geht es um insgesamt rund 19 Milliarden Euro.

Kläger sehen "Rücknahme von Rechtspositionen"

Zur Einführung des Verfahrens verwies der Vizepräsident des Gerichts, Ferdinand Kirchhof, auf das "wechselvolle Schicksal" des bereits 2002 im Grundsatz beschlossenen Atomausstiegs: Damals hatte die rot-grüne Bundesregierung einvernehmlich mit den vier großen Energieversorgern den ersten Atomausstieg beschlossen und im Gegenzug Kontingente für die Stromerzeugung einzelner Atomkraftwerke zugestanden. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hob diesen Konsens im Dezember 2010 auf und verlängerte mit diesem sogenannten Ausstieg vom Ausstieg die Laufzeiten der AKW um durchschnittlich zwölf Jahre.

Diese "Absicht", so Kirchhof, hob die Bundesregierung dann mit Blick auf Fukushima im Juli 2011 auf und entschloss sich zum Ende der Kernenergienutzung. Die kurz zuvor gewährten Zusatzstrommengen wurden gestrichen und für jedes Kraftwerk ein Abschaltdatum festgesetzt. Die Kläger sehen darin Hartung zufolge die "Rücknahme von Rechtspositionen", auf die die Energieversorger vertrauen durften. Diese Rücknahme müsse entschädigt werden.

Enteignung oder Nutzungsregelung?

Hendricks wies dies zurück: Das Bundesverfassungsgericht habe bereits 1978 entschieden, dass "allein dem Gesetzgeber die Grundsatzentscheidung für oder gegen die Nutzung der Kernenergie" obliegt. Diese Entscheidung müsse "jeweils im Lichte neuer Erkenntnisse" zum Schutz des Lebens neu bewerten werden. Dies sei nach Fukushima auf Grundlage der Ergebnisse der Reaktor-Sicherheitskommission und der Ethikkommission geschehen. Die Kläger können sich Hendricks zufolge deshalb auch nicht auf ein "schutzwürdiges Vertrauen" in den Fortbestand der Regelung von 2011 berufen.

Weitere Links zum Thema

Das Gericht wird nun zu prüfen haben, ob die Streichung von Zusatzstrommengen und die festgelegten Abschaltdaten für die Atommeiler eine Enteignung sind, für die Entschädigung zu zahlen ist, oder ob es sich dabei um eine "Nutzungsregelung" handelt, für die es keine Entschädigung gibt.

Überdies muss Karlsruhe klären, ob der dem schwedischen Staat gehörende Vattenfall-Konzern überhaupt klagen darf. Laut Verfassung können nur Bürger auf die Einhaltung von Grundrechten klagen, nicht aber der Staat, der zur Einhaltung der Grundrechte verpflichtet ist, sagte Kirchhof. Ob dieser Grundsatz auch für ausländische Staaten und Unternehmen in deren Besitz gilt, ist ebenfalls offen.

Proteste vor Verfassungsgericht

Vor dem Bundesverfassungsgericht demonstrierten Aktivisten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie warfen den Energiekonzernen "Verzögerungstaktik" vor und verlangten die sofortige Stilllegung der noch laufenden Atommeiler. Armin Simon von der Anti-Atom-Organisation Ausgestrahlt erklärte, Eon, RWE und Vattenfall seien keine Geschädigten, sondern Schadensverursacher.

Atomausstieg beschäftigt Karlsruhe

Der Anlass der Klage

Fahne mit dem Schriftzug "Atomkraft? nein danke" vor Atomkraftwerk

Die Vorgeschichte reicht bis in Jahr 2002 zurück: Damals hatte die rot-grüne Bundesregierung einvernehmlich mit den vier großen Energieversorgern den ersten Atomausstieg beschlossen und jeweils befristete Laufzeiten für die AKW vereinbart. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hob diesen Konsens im Dezember 2010 auf und verlängerte mit diesem "Ausstieg vom Ausstieg" die Laufzeiten der AKW um durchschnittlich zwölf Jahre.

Nur rund sieben Monate später beschloss die Bundesregierung nach der Fukushima-Katastrophe im Juli 2011 allerdings das sogenannte zweite Atomausstiegsgesetz. Damit machte sie die von ihr zugesagte Laufzeitverlängerung für Atomreaktoren wieder rückgängig. Zudem wurde die sofortige Abschaltung von neun AKW verfügt und für die übrigen Abschaltdaten bestimmt.

Was die Energieversorger beklagen

Umspannwerk

Die Kläger - E.ON, RWE und Vattenfall, der vierte große Konzern EnWB ist nicht dabei - sehen in der erneuten Streichung von Strommengen und den festen Abschaltterminen eine Enteignung und einen unzulässigen Eingriff in ihre Berufsfreiheit. Weil das zweite Atomausstiegsgesetz keine Entschädigungsregelung vorsehe, sei es verfassungswidrig.

Um Geld geht es dabei in Karlsruhe zunächst nicht. Das Gericht entscheidet nur, ob das umstrittene Gesetz verfassungsgemäß ist. Sollte es die Regelung kippen, könnten die Konzerne vor den Fachgerichten Schadenersatz einklagen. Medienberichten zufolge könnten es bis zu 15 Milliarden Euro sein.

Die Erfolgsaussichten der Konzerne

Der Ausgang des Verfahrens ist völlig offen. Nach Auffassung der Landesregierung von Rheinland-Pfalz, die dem Bund zur Seite steht, könnte es sein, dass Karlsruhe das zweite Atomausstiegsgesetz nicht sofort aufhebt, sondern dem Bund eine Frist zur Nachbesserung gibt, um eine Entschädigungsregelung darin aufzunehmen. Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin vertritt dagegen die Auffassung, dass es keinen Grundrechtsanspruch auf "Gewinnerwartung und Extraprofite" gebe.

Atom-Rückstellungen der Energiekonzerne

Gesetzeslage

Atomkraftwerk Grafenrheinfeld am 23.04.2015

Für den Abriss der Kernkraftwerke und die Atommüllbeseitigung sind die Betreiber verantwortlich. Nach dem Atomgesetz müssen sie eine ausreichende Vorsorge dafür nachweisen. "Der Nachweis ist jährlich zum 31. Dezember fortzuschreiben und bis spätestens 31. März des darauffolgenden Jahres vorzulegen. Eine erhebliche Veränderung der der Entsorgungsvorsorge zugrundeliegenden Voraussetzungen ist der zuständigen Behörde unverzüglich mitzuteilen", heißt es in dem Gesetz.

Wo ist das Geld?

Anders als Rücklagen sind Rückstellungen kein Teil des Eigenkapitals, sondern eher den Verbindlichkeiten eines Unternehmens vergleichbar. Die auf der Passivseite der Bilanz bilanzierten Rückstellungen sind beim gesunden Unternehmen durch Bar- oder Sachvermögen auf der Aktivseite gedeckt.

Höhe der Rückstellungen

Die Versorger haben Rückstellungen in Höhe von rund 39 Milliarden Euro gebildet. E.ON hat insgesamt 16,6 Milliarden Euro zurückgestellt, davon rund zehn Milliarden für den Abriss der Meiler und der Rest für die Müllbeseitigung. Bei RWE belaufen sich die Rückstellungen insgesamt auf 10,4 Milliarden Euro, bei EnBW auf 8,1 Milliarden und bei Vattenfall auf rund vier Milliarden Euro.

Reichen die Rückstellungen aus?

Die Versorger bekräftigen dies immer wieder. Die Rückstellungen würden jedes Jahr von unabhängigen Wirtschaftsprüfern testiert. "Wir leisten darauf auch einen Bilanzeid als Vorstand", sagt RWE-Finanzchef Bernhard Günther. Auch ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebener Stresstest hatte im vergangenen Jahr bestätigt, dass die Versorger die Lasten stemmen können. Kritiker weisen hingegen darauf hin, dass der Atommüll Jahrtausende strahlt und eine genaue Kostenschätzung deshalb kaum möglich sei. Die EU-Kommission hatte jüngst vor Milliardenlücken in Deutschland und Europa gewarnt.

Quelle: reuters

15.03.2016, Quelle: afp, reuters
  1. Drucken
  2. Merken
  3. Versenden
  4. Teilen auf:

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen