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Sexuelle Übergriffe in Köln Köln verschärft Sicherheitsvorkehrungen

VideoKöln: Anzeigen nach Übergriffen
Nach dem vielfachen Missbrauch von Frauen in der Silvesternacht liegen der Polizei mittlerweile 90 Anzeigen von Opfern vor. Etwa 10 Täter seien festgenommen worden.

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen und Diebstählen in der Silvesternacht liegen der Kölner Polizei zahlreiche Anzeigen von Opfern vor. Mehrere Verdächtige wurden bereits festgenommen.

(05.01.2016)

VideoKrisentreffen in Köln
Youtube-Bild vom Kölner Hauptbahnhof

In der Silvesternacht sollen vor dem Kölner Hauptbahnhof etwa 1.000 Männer Frauen sexuell bedrängt und ausgeraubt haben. Bisher gab es 60 Anzeigen. Die Täter sollen aus dem arabischen Raum stammen.

(05.01.2016)

VideoPfeiffer:"Männliche Dominanz"
Christian Pfeiffer

Nach Übergriffen auf Frauen an Silvester rund um den Kölner Hauptbahnhof kritisiert der Kriminologe Christian Pfeiffer, dass die Polizei von vornherein ausgeschlossen habe, dass es sich bei den Tätern um Flüchtlinge handele. Die jungen Männer seien die besondere Gruppe, um die sich in Deutschland zu wenig gekümmert werde.

(05.01.2016)

Als Reaktion auf die sexuellen Übergriffe vor dem Kölner Hauptbahnhof an Silvester will die Stadt ihre Sicherheitsvorkehrungen für Veranstaltungen verschärfen. Oberbürgermeisterin Reker sagte, die Behörden hätten keinerlei Hinweise, dass es sich bei den Tätern um Flüchtlinge handele. 

"Wir haben heute Morgen gemeinsam Maßnahmen entwickelt, die dazu führen sollen, dass es solche Vorfälle hier nie wieder gibt", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). "Ebenso wichtig ist aber auch, dass wir uns das Karnevalfeiern nicht nehmen lassen durch solche Vorfälle." Auch sollen mobile Videoanlagen eingesetzt werden. Zudem wird derzeit laut dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers geprüft, ob bekannte Straftäter wie Taschendiebe bestimmte Bereiche nicht mehr betreten dürften.
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Wenig über Täter bekannt

Zu den Tätern ist nach den Übergriffen auf Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht weiterhin wenig bekannt. Reker sagte, die Behörden hätten keinerlei Hinweise, dass es sich um Flüchtlinge handele. Entsprechende Vermutungen halte sie für "absolut unzulässig". "Wir haben derzeit keine Erkenntnisse über Täter", sagte Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers.

Dutzende Frauen waren in der Silvesternacht auf dem Bahnhofsvorplatz aus einer Gruppe von etwa 1.000 Männern aus dem "arabischen oder nordafrikanischen Raum" heraus angegriffen worden. Es gab Sexualdelikte in massiver Form und eine Vergewaltigung.

Merkel: Hart reagieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit der ganzen Härte des Rechtsstaates reagieren. Es müsse alles daran gesetzt werden, die Schuldigen so schnell und so vollständig wie möglich zu ermitteln und ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes zu bestrafen, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.
ZDFspezial

Wir senden ein ZDF spezial mit dem Titel: "Gewalt gegen Frauen - was geschah in der Silvesternacht?" ab 19.20 Uhr.

Nach seinen Angaben sprach Merkel mit der Kölner Oberbürgermeisterin Reker über die Vorgänge. "Die Bundeskanzlerin drückte ihre Empörung über diese widerwärtigen Übergriffe und sexuellen Attacken aus, die nach einer harten Antwort des Rechtsstaats verlangen." Merkel ließ sich den Angaben zufolge von der Oberbürgermeisterin über die Ergebnisse des Krisentreffens von Polizei und städtischen Behörden berichten. 

De Maiziere: Übergriffe "erschreckend"

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) bezeichnete die Übergriffe als  "erschreckend"; sie seien nicht zu tolerieren. Dass eine so große Zahl von Menschen, "offensichtlich mit Migrationshintergrund, diese Übergriffe verübt haben sollen, stellt eine neue Dimension dar". Der Minister warnte zugleich vor einem Generalverdacht gegenüber Flüchtlingen.

05.01.2016, Quelle: dpa, epd, kna
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