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merkzettel

Kommentar zu Trumps Amtsantritt "Eine Gefahr für sein Land und die ganze Welt!"

Video„Eine Gefahr für sein Land“
Elmar Theveßen am 19.06.2016

Der stellvertretende Chefredakteur des ZDF Elmar Theveßen kommentiert den Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump.

(20.01.2017)

VideoAnalyse: Konzept fehlt
Ulf Röller

Ulf Röller, Chef des ZDF-Außenstudios in Washington hat die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten analysiert. Es war ein Rundumschlag. Trump müsse aufpassen, dass er den mehrheitlich republikanischen Kongress nicht vergrault.

(20.01.2017)

VideoGabriel: Rede hoch nationalistisch
Sigmar Gabriel

Die Rede des neuen Präsidenten bezeichnete Vizekanzler Siegmar Gabriel (SPD) als „ hoch nationalistische Töne“. Der Wahlausgang sei das „Ergebnis einer schlimmen Radikalisierung in der amerikanischen Gesellschaft“. Europa müsse seine Lehren daraus ziehen und nun geschlossen zusammenhalten.

(20.01.2017)

VideoWas die Welt von Trump erwartet
trumpputin

Wie wichtig sind dem neuen Präsidenten transatlantische Partnerschaften? Gibt es einen Schulterschluss mit Moskau? Kaum Gewissheiten, viele Sorgen in den Hauptstädten der Welt.

(20.01.2017)

Kommentar von Elmar Theveßen

Kein Respekt vor seinen Vorgängern. Keine Demut vor der Aufgabe. Keine Kompromisse. Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF, hält den frisch vereidigten US-Präsidenten Donald Trump für eine Gefahr. Und verspricht ihm eine kritische Begleitung seiner Amtszeit. 

Donald Trump will als großer Präsident in die Geschichte eingehen, indem er Amerika wieder groß macht. Aber das mächtigste Amt der Welt ist kein Egotrip. Dieses Amt, die Lenkung des Staates, nannte einst der Politiker und Philosoph Cicero den "Ausdruck höchster Tugend", orientiert am Gemeinwohl, geprägt von Anstand, Würde, Verantwortungsgefühl. Das ist Größe.

Nur "America First"

ZITAT
Wir, Mr. President, werden alles, was Sie sagen UND tun, kritisch begleiten, auch wenn es Ihnen nicht gefällt.
Elmar Theveßen
Einmal blitzte sie auf - als Trump nach der Wahl versprach, das Land wieder zu einen. Doch danach - in seinen Tweets, seinen Interviews, seiner Pressekonferenz beleidigte und entwürdigte er Menschen, redete Frauenfeindlichkeit, Rassismus und Interessenkonflikte klein, schürte Ängste vor "dem ANDEREN" - vor den Zuwanderern, den Muslimen, den Homosexuellen, dem Establishment.

Auch heute: Kein Respekt vor denen, die vor ihm kamen, die neben ihm saßen. Sie hätten Amerika abgewrackt und ausgenommen. Keine Demut vor der Aufgabe. Nur "America First", keine Kompromisse, als bräuchten die USA Europa gar nicht. Europa muss ihm seinen Irrtum klarmachen.

Welt zu komplex für simple Lösungen

Dieser Präsident - ich bleibe dabei - ist eine Gefahr für sein Land und die ganze Welt!

Diese Welt ist kompliziert, deshalb feiern manche Trumps simple Antworten als "geradlinig". Es wäre auch toll, wenn entschlossene Worte und Taten ohne Zaudern die Krisen und Kriege beenden könnten.

Weitere Links zum Thema
Aber die Welt ist zu komplex für ein simples "Machen wir, bang, großes Kino, großartige Deals, wirklich, groß". Die schlimmsten Konflikte der Geschichte wurden von Anführern verursacht, die zu selbstgewiss waren, sich zu schnell gekränkt fühlten, zu impulsiv handelten, ohne Folgen für andere und das große Ganze zu bedenken.

Recht auf faire Berichterstattung

Ich mag mich irren - nicht die Worte, die Taten werden es zeigen. Wir, Mr. President, werden alles, was Sie sagen UND tun, kritisch begleiten, auch wenn es Ihnen nicht gefällt. Sie haben ein Recht darauf, dass wir respektvoll, fair und unparteiisch berichten. Aber wir werden, wie unsere amerikanischen Kollegen, Unwahrheit, Lüge, Unanständigkeit und Herabwürdigung nicht als "kontrovers" oder "authentisch" verharmlosen, sondern zeigen, wie Sie Amerika und sich selbst damit klein machen.

Gemessen daran, und - das muss ich schnell noch loswerden - gemessen an seinen Leistungen, wird Barack Obama einmal als das gelten, was Trump so gern sein will: Ein großer Präsident. Ihm ging es um Würde, Anstand, Verantwortung, nicht um einen selbstverliebten Egotrip.

Dem Autor auf Twitter folgen: @ethevessen

ZDF-Korrespondenten zu Trumps Einführung

Erwartungen, Befürchtungen, Ängste

Donald Trump ist als 45. Präsident der USA vereidigt. Ein Ereignis auf das Menschen in aller Welt schauten. Mit den unterschiedlichsten Gefühlen: Erwartungen, Befürchtungen, Ängsten, Hoffnungen. Alles ist dabei. Einblicke von unseren ZDF-Korrespondenten.

Russland

In Russland keimt die Hoffnung, dass Donald Trump schnellstmöglich die Sanktionen lockert. Denn Trump nennt den russischen Präsidenten "smart" und der künftige US-Außenminister Tillerson trägt an seiner Brust einen "Freundschaftsorden", den Wladimir Putin ihm verliehen hat. Das ist die eine Seite.

Auf der anderen Seite steht die Erfahrung von Außenminister Sergej Lawrow, seit fast 13 Jahren Chefdiplomat Russlands. Kriege, Krisen und Konflikte – sein tägliches Geschäft. Er ist auch optimistisch. Doch ganz sicher scheint sich der russische Außenminister auch nicht zu sein, wie sich nun wirklich die Beziehungen zu den USA entwickeln werden - dafür erscheint ihm Trump dann doch zu wenig berechenbar: Auf die Frage, ob sich das russisch-amerikanische Verhältnis unter US-Präsident Trump verbessern werde, sagte Lawrow: Sobald Trump seine "praktische Arbeit" beginne, werde das klar. "Wir sind Realisten."

Winand Wernicke, Moskau

Baltikum

Ein sozialistischer Bruderkuss zwischen Trump und Putin geht um die Welt, das Graffiti mit diesem Motiv prangte im vergangenen Sommer an der Außenfassade der Burger-Bar Keule Ruke im litauischen Vilnius. Es sollte ein Zeichen gegen eine sich anbahnende Männerfreundschaft sein, die aus Sicht vieler Litauer die gesamte Region in Gefahr bringen könnte. Im Nordosten Europas ist die russische Annexion der Krim ein Beispiel dafür, wie fragil die Souveränität der ehemaligen Ostblockstaaten noch heute ist. Aus Angst vor russischer Aggression führte Litauen kurzerhand die Wehpflicht wieder ein und veröffentlicht regelmäßig Informationsbroschüren zum richtigen Verhalten im Falle eines Hybridkriegs. Seit ihrer Unabhängigkeit suchen nicht nur die Litauer, sondern auch die Letten und Esten den Schulterschluss mit den USA. Barack Obama wurde durch seine Sicherheitsversprechen schnell zum Hoffnungsträger der baltischen Staaten. Man weiß in Estland, dass das Schicksal der NATO maßgeblich von der Person des US-Präsidenten abhängt.

Matthias Szczerbaniewicz, Warschau

Polen

Mit gemischten Gefühlen blicken die Polen und die PiS-Regierung in diesen Tagen nach Washington: Seit Ronald Reagan sind die USA für Polen wichtigster Partner und Garant für die nationale Sicherheit. Erst in der vergangenen Woche schickte die US-Regierung Truppen nach Polen, um die NATO-Ostflanke vor möglichen Machtansprüchen aus Moskau zu schützen. Ideologisch und programmatisch stehen sich die Nationalkonservativen in Warschau und der neue US-Präsident durchaus nahe: Patriotismus, Förderung der nationalen Wirtschaft und Ablehnung von Migranten. Obwohl Polen 2% der Haushaltsausgaben in den Verteidigungsetat investiert und damit eine Forderung Trumps erfüllt, blickt man besorgt auf die mögliche Annäherung zwischen den USA und Russland: Die USA schicken nicht nur Soldaten nach Polen, sondern bauen auch ein Raketenschutzschild gegen den Willen Moskaus im Land auf. Polens Wirtschaftsminister brachte das Dilemma Polens schon während des US-Wahlkampfs auf den Punkt: Für Polen waren Clinton und Trump die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Matthias Szczerbaniewicz, Warschau

Frankreich

"Das Erdbeben", "der Orkan", "American Psycho". Die Schlagzeilen der französischen Presse nach der Wahl von Donald Trump lassen wenig Zweifel: Der Mann, der jetzt ins Weiße Haus einzieht, hat in Frankreich keinen guten Ruf. Einer Umfrage zufolge heißen Dreiviertel aller Franzosen seine Wahl nicht gut. Sie finden ihn aggressiv, rassistisch und gefährlich. Auch in der Politik sind die Reaktionen sehr verhalten - bis auf eine: Für Marine le Pen vom rechtsextremen Front National ist Trumps Wahl "ein Zeichen der Hoffnung". Auch ihre Anhänger sehen Trump positiv.

Genau das ist die große Sorge in Frankreich: dass Trumps Sieg ausstrahlt auf die Präsidentschaftswahlen im April / Mai und den Populisten neuen Schub verleiht. Marine Le Pen als französische Trump? Mittlerweile will das keiner mehr kategorisch ausschließen.

Christel Haas, Paris

Großbritannien

Brexit: Großartig? Die EU: von gestern. Großbritannien: bekommt ganz schnell einen Handelsvertrag. Donald Trump ist für Anhänger des Brexit so etwas wie ein fleischgewordener Traum. Und könnte für die britische Regierung eine Art Rettungsanker werden – denn sie hat die harte Scheidung von der EU angekündigt, da braucht es starke Partner, die das Land stützen. Und den Wandel zur globalen Freihandelsnation unterstützen.

Genau an dieser Stelle kommen Zweifel – vielleicht wird Donald Trump zum Albtraum. Freihandel: Unfug. Britische Muslime: Nicht Willkommen. Mein bester Buddy in London: Nigel Farage, das politische "Rechtsaußen-Enfant terrible". Die britische Premierministerin Theresa May dürfte es bei manchen Aussagen Trumps schaudern. NATO: Obsolet. Klimawandel: Ein Scherz. Putin: Großartiger Anführer. Trumps Politik-Stil dürfte der immer völlig kontrollierten, kühl abwartenden und abwägenden May ein Graus sein. Und doch weiß sie, weiß die britische Regierung: Ohne Trump, ohne die USA an ihrer Seite, wird die Maxime "aus dem Brexit einen Erfolg machen" kaum zu verwirklichen sein.

Andreas Stamm, London

Lateinamerika

Die meisten Länder Lateinamerikas erwarten nichts Gutes von Donald Trump. Mit seiner Präsidentschaft beginnt eine Ära großer Unsicherheit für den Subkontinent. Trumps xenophober und protektionistischer Diskurs entfernen die USA vom Rest Amerikas.
Zusätzliche Mauern gegen Zuwanderung, eine sich abschottende US-Wirtschaft – das kommt nicht gut an. Mit Blick auf den riesigen US-Markt hatten viele Länder der Region sich gerade erst für den Freihandel geöffnet. Und ihren Bevölkerungen ein Wohlstandsversprechen gegeben, das sie nun nicht halten können.

In Mexiko sind die Folgen schon jetzt zu beobachten. Bereits am Tag von Trumps Wahlsieg stürzte die Landeswährung Peso ab und hat ihre Talfahrt seither fortgesetzt. Mexiko wickelt fast 90 Prozent seines Außenhandels mit den USA ab. Der neue US-Präsident hat angedroht, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA neu zu verhandeln und sämtliche Importe aus Mexiko mit hohen Strafzöllen zu versehen.
In der Folge hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsaussichten für die mexikanische Wirtschaft deutlich nach unten korrigiert. Auch die Perspektiven für Brasilien schätzt der IWF jetzt deutlich düsterer ein.

Die Länder Lateinamerikas könnten von Handelspartnern wieder zum Hinterhof der Vereinigten Staaten werden. Politische Beobachter warnen vor einer „neuen Welle des Antiamerikanismus in Lateinamerika“. Auch das Tauwetter im Verhältnis zu Kuba dürfte Trump gleich wieder beenden. Er hat angekündigt, die erst kürzlich eröffnete US-Botschaft in Havanna wieder zu schließen.

Luten Leinhos

20.01.2017
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