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Nach Attentaten von Paris Eagles of Death Metal: Rock zum Gedenken an die Opfer

VideoPolizisten im Einsatz
Konzert der Eagles of Death Metal in Paris am 16.02.2016

Haben ihr Konzert im "Olympia" zu Ende gespielt, drei Monate nach den tödlichen Attentaten von Paris: Die Rockband Eagles of Death Metal.

(16.02.2016)

VideoFrankreich berät Verfassungsänderung
Sicherheitskräfte vor dem Eiffelturm

Frankreich berät über eine Verfassungsänderung. Nach Plänen der Regierung soll der Ausnahmezustand in die Verfassung aufgenommen werden, zudem soll Terroristen die Staatsbürgerschaft aberkannt werden.

(10.02.2016)

VideoParis erinnert an Terroropfer
Mit einer Zeremonie auf dem Platz der Republik hat Paris den Terroropfern des vergangenen Jahres gedacht.

Ein Jahr nach den Anschlägen auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hat Paris den Opfern der Anschläge des Jahres 2015 gedacht. Auf dem Platz der Republik enthüllte Präsident Hollande eine Gedenktafel.

(10.01.2016)

VideoParis: Musik gegen den Terror

"Auch ein Anschlag auf die Musik." Davide Martello hat mit seinem Flügel in Paris da gespielt, wo die Wunden am größten sind. Einmal muss er das Spielen kurz unterbrechen.

(17.11.2015)

Ihr Konzert am 13. November 2015 endete mit vielen Toten. Der Terroranschlag während ihres Auftritts im "Bataclan" schockierte die Welt - nun sind die Eagles of Death Metal drei Monate später zurück in Paris. Unter den Zuhörern waren auch Überlebende der Attentate vom 13. November. 

Mit einem emotionalen Konzert ist die Rockband Eagles of Death Metal drei Monate nach dem Anschlag im Musikclub "Bataclan" nach Paris zurückgekehrt. "Ich liebe euch verdammt noch mal alle", rief Frontmann Jesse Hughes den Zuschauern im Konzertsaal "Olympia" zu. Unter den Gästen waren auch Überlebende der Attentate vom 13. November. Damals hatten Islamisten beim Konzert der Band 90 Menschen ermordet.

Frontmann Hughes: "Ich möchte das Set beenden"

Unter tosendem Beifall betrat die Gruppe die Bühne, dazu wurde das Lied "Il est cinq heures, Paris s'éveille" ("Es ist fünf Uhr, Paris erwacht") des Liedermachers Jacques Dutronc eingespielt - eine Reverenz an die französische Hauptstadt. "Ich möchte einfach versuchen, das Set zu beenden, sodass alle einen Teil dieses schlimmen Zeugs hinter sich lassen und hier (im Herzen) mehr Platz für bessere Sachen schaffen können", hatte Hughes zuvor dem französischen Sender iTélé gesagt.
Mitten in ihrem ersten eigenen Song stoppte die Rockgruppe kurz für einen "Moment der Erinnerung" an die Opfer des Anschlags. Frontmann Hughes wurde immer wieder sichtbar von seinen Gefühlen übermannt.

Konzert unter hohen Sicherheitsvorkehrungen

Die Eagles of Death Metal hatten alle Besucher des blutig geendeten "Bataclan"-Konzerts zu ihrem neuen Auftritt eingeladen. Er stand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen: Der Bürgersteig vor dem "Olympia" war komplett abgesperrt, Polizisten und private Sicherheitsleute kontrollierten die Besucher mehrfach, unter anderem mit Metalldetektoren. Für Überlebende und Angehörige der Opfer standen psychologische Betreuer bereit.

Bei Interviews vor dem Konzert hatte Hughes sich mit Blick auf den "Bataclan"-Anschlag auch erneut zur Frage der Waffengesetzgebung geäußert und gesagt: Bis niemand mehr Waffen habe, müsse vielleicht jeder Waffen haben. "Hat Ihre französische Waffenkontrolle den Tod einer einzigen Person verhindert?", fragte er, nachdem ihn eine Journalistin von iTélé auf das Thema angesprochen hatte. Dem Sender Canal+ sagte er: "Ich bin kein Held, aber wenn ich eine Waffe gehabt hätte, hätte ich etwas ändern können - und ich wäre bereit gewesen, es zu tun."

Diskussion um Waffengesetze

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Aussagen von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump zu den Pariser Anschlägen bezeichnete Hughes gegenüber der Zeitung "Le Monde" allerdings als "absurd". Trump hatte gesagt, er trage immer eine Waffe bei sich und hätte im "Bataclan" das Feuer gegen die Terroristen eröffnet. "Ja, das ist absurd, wir sind nicht da, um Politik zu machen", sagte auch der Eagles-Mitbegründer und Schlagzeuger Josh Homme.

Die Band hatte ihre nach dem Anschlag unterbrochene Europatournee bereits am Samstag mit einem Konzert in Stockholm fortgesetzt. Auch Auftritte in Deutschland sind geplant, am Donnerstag ist die Band in der Münchener Tonhalle zu Gast. Schon im Dezember war die Gruppe mit zwei Stücken Überraschungsgast eines Konzertes von U2 in Paris.

"Bataclan" - Wiedereröffnung bis Ende des Jahres geplant

Das "Bataclan" soll bis Ende des Jahres renoviert und wiedereröffnet werden. Dann will Hughes mit den Eagles der erste sein, der dort auf der Bühne steht, denn: "Ich liebe diesen Club."

Am Abend des "Bataclan"-Auftritts hatten weitere Attentäter fast zeitgleich auch an verschiedenen Bars und Restaurants in Paris sowie am Fußballstadion im Vorort Saint-Denis zugeschlagen. Insgesamt starben bei der Terrorserie 130 unschuldige Menschen.

17.02.2016, Quelle: dpa
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