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merkzettel

Bürgerkriegsland "Aufgabe erfüllt": Putin zieht Truppen aus Syrien ab

BildWladimir Putin
Wladimir Putin am 14.03.2016

(Quelle: dpa)

VideoTeilabzug russischer Truppen
Korrespondenten Winand Wernicke aus Moskau und Ulf Röller aus Washington im Schaltgespräch mit Marietta Slomka

Korrespondent Wernicke sagt, dass der Teilabzug "Signalwirkung" habe. Putin wolle "Vertrauen schaffen für eine friedliche Lösung". Washington bliebe hingegen "ratlos" zurück, so Korrespondent Röller.

(14.03.2016)

VideoSyrien: Friedensgespräche in Genf
Kampfflieger

Die Friedensgespräche für Syrien gehen weiter. Vertreter der syrischen Opposition und der Regierung Assads nehmen teil. Ziele sind die Bildung einer Übergangsregierung und eine neue Verfassung.

(14.03.2016)

VideoSyrien: UN liefert Hilfsgüter
Die UN haben mit Hilfslieferungen an die syrische Bevölkerung begonnen. In in den nächsten Tagen sollen Hilfsgüter an mehr als 150.000 Menschen verteilt werden.

Die UN haben mit Hilfslieferungen an die syrische Bevölkerung begonnen. In den nächsten Tagen sollen Hilfsgüter an mehr als 150.000 Menschen verteilt werden.

(03.03.2016)

Während in Genf die Friedensverhandlungen zu Syrien laufen, lässt Russlands Präsident Putin überraschend einen bedeutenden Teil seiner Truppen aus dem Bürgerkriegsland abziehen. Die Entscheidung bedeute aber nicht ein Ende der russischen Luftangriffe, teilte der Kreml mit. 

"Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt war, ist im Großen und Ganzen erfüllt", sagte Putin in Moskau. Wie viele Soldaten genau abgezogen werden, ließ er offen und Kremlsprecher Dmitri Peskow ergänzte, die Entscheidung Putins bedeute nicht automatisch ein Ende der russischen Luftangriffe. Der Terrorismus in Syrien sei noch nicht besiegt.

Entscheidung mit Assad abgesprochen

Putin habe die Entscheidung mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad per Telefon abgestimmt, sagte Peskow. Assad habe eingewilligt. Moskau ist einer der letzten verbliebenen engen Partner des Regimes in Damaskus.

"Der russische Stützpunkt (Tartus) und der Flugplatz in Hmeimim (bei Latakia) werden weiter funktionieren. Sie sollen zuverlässig geschützt werden", betonte Putin. Russlands Militärpräsenz sei "klein, aber sehr wirkungsvoll". Er hoffe, dass die Entscheidung für alle Seiten ein Signal sei und das Vertrauen in eine friedliche Lösung des Konflikts erhöhe, sagte er bei einem Treffen mit Außenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu

Lawrow sagte, die im September begonnenen russischen Luftangriffe hätten entscheidend beigetragen, Terroristen in Syrien zu schwächen und Voraussetzungen für einen politischen Prozess zu schaffen. Moskau werde alles dafür tun, um den Verhandlungsprozess unumkehrbar zu gestalten. "Diese Arbeit ist schwierig", räumte der Chefdiplomat ein.

Steinmeier sieht Chance auf Ende der Gewalt

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht im Bürgerkriegsland Syrien erstmals seit fünf Jahren einen Hoffnungsschimmer, dass die Gewalt beendet werden kann. "Seit mehr als zwei Wochen hält nun in großen Teilen die Waffenruhe, die wir vor einem Monat in München vereinbart haben. An vielen Orten, die monatelang von jeder Versorgung abgeschnitten waren, sind wieder Hilfslieferungen angekommen", sagte Steinmeier in Berlin. Allerdings könne die Lage überall erneut explodieren.

Zur Ankündigung eines russischen Teilabzuges aus Syrien sagte Steinmeier: "Wenn sich die Ankündigungen eines russischen Truppenabzugs materialisieren, erhöht das den Druck auf das Regime von Präsident Assad, in Genf endlich ernsthaft über einen friedlichen politischen Übergang zu verhandeln, der den Bestand des syrischen Staatswesens und die Interessen aller Bevölkerungsgruppen wahrt."

Die Akteure im Syrien-Konflikt

Die Kurden

Kobane: Kurdischer Kämpfer - Aufnahme vom 08.05.2015

Kurdische Streitkräfte beherrschen mittlerweile den größten Teil der Grenze zur Türkei. Die Kurdenmiliz ist im Kampf gegen die IS-Terrormiliz bislang sehr effektiv, ist daher wichtiger Partner des Westens und erhält dafür Hilfe aus den USA. Die Kurden kämpfen teilweise mit Rebellen zusammen, kooperieren aber auch mit dem Regime. Führende Kraft ist die Kurdenpartei PYD, ein Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK in der Türkei.

Das NATO-Mitglied Türkei indes bekämpft den bewaffneten Arm der PYD, die YPG, und scheint zunehmend beunruhigt wegen der jüngsten Geländegewinne der Gruppe im benachbarten Bürgerkriegsland. Mit dem Erstarken der Kurden in Syrien und dem Nordirak sieht Ankara auch die Bestrebungen zur Gründung eines Kurdenstaates wachsen.

Islamischer Staat

IS-Kämpfer in Syrien  Aufnahmevom 07.04.2015

Die Terrormiliz IS ist die stärkste Kraft in Syrien neben dem Regime. Sie beherrscht im Norden und Osten riesige Gebiete. Allerdings mussten die Extremisten in den vergangenen Monaten deutliche Niederlagen einstecken. Das US-Verteidigungsministerium schätzt die Zahl der Dschihadisten in Syrien und im Irak auf 19.000 bis 25.000 - früheren Schätzungen zufolge waren es mal 20.000 bis 33.000. Für den Rückgang seien demnach Verluste auf dem Schlachtfeld, Fahnenflucht und Disziplinarstrafen des IS gegen eigene Kämpfer verantwortlich, sagt ein Pentagon-Vertreter. Außerdem zeigten die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft Wirkung, den Fluss ausländischer Kämpfer nach Syrien und in den Irak einzudämmen.

Der IS kämpft sowohl gegen das syrische Regime als auch gegen andere Rebellengruppen. Die Dschihadisten zeichnen sich vor allem durch ihren extremen Hass gegen Andersgläubige aus. Sie streben einen Gottesstaat mit radikaler Auslegung an, der Scharia.

Assad-Regime

Baschar al-Assad

Anhänger von Präsident Baschar al-Assad kontrollieren weiter große Städte wie Damaskus oder Homs sowie den Küstenstreifen. Unterstützt von russischen Luftangriffen und Hilfe aus Iran machte die syrische Armee in den vergangenen Wochen deutlich Boden gut und kreiste unter anderem von den Rebellen kontrollierte Teile Aleppos im Norden ein. Ziel Assads ist es, die Rebellen-Gebiete der Stadt von der Außenwelt abzuschneiden. Sollte das gelingen, würde dieser Schlag Assads Verhandlungsposition deutlich stärken. Der Machthaber lehnt einen Rücktritt ab.

Al-Nusra-Front

Kämpfer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front

Erstmals tauchte Al-Nusra im Januar 2012 auf - zehn Monate nach dem Beginn der Proteste gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad, aus denen sich der Bürgerkrieg entwickelte. Die Gruppe ist ein Ableger des Al-Kaida-Arms Islamischer Staat im Irak. In der nordirakischen Provinz Ninive war al-Dschulani ihr Anführer.

Im Jahr 2013 lehnte es Al-Nusra ab, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen und band sich an Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri. Dieser erklärt die Gruppe zum einzigen Al-Kaida-Ableger in Syrien, wonach der IS sie aus der ölreichen östlichen Provinz Deir Essor vertrieb.

Laut dem Syrien-Experten Thomas Pierret von der Universität Edinburgh gehören Al-Nusra 7.000 bis 8.000 Kämpfer an. Auf mittlerer Kommandoebene sind nach seinen Erkenntnissen einige Ausländer aktiv, bei den Fußtruppen jedoch kaum. Andere Experten beziffern die Zahl der Kämpfer auf bis zu 10.000, etwa 80 Prozent von ihnen Syrer. Hochburgen der Gruppe sind die nordwestsyrische Provinz Idlib und der Süden der nördlichen Provinz Aleppo. Es gibt aber kein Gebiet, das ausschließlich von Al-Nusra kontrolliert wird - überall kämpft die Gruppe mit Verbündeten.

Weil sie mit vielen Rebellengruppen in ganz Syrien verbündet ist, gilt die Al-Kaida-nahe Al-Nusra-Front als zentrale Bedrohung für die seit dem späten Freitagabend geltende Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland. Denn die Waffenruhe gilt nicht für die Al-Nusra-Front. 

Rebellen

Syrische Rebellen schauen am 10.03.2015 in den Himmel

Sie sind vor allem im Nordwesten und Süden Syriens stark. Ihr Spektrum reicht von moderaten Gruppen, die vom Westen unterstützt werden, bis zu radikalen Islamisten. Zu diesen gehören die Gruppen Ahrar al-Scham und Dschaisch al-Islam.

Ahrar al-Scham gehört zu den stärksten Milizen im Nordwesten Syriens. Kritiker werfen der von Al-Kaida-Veteranen gegründeten Gruppe eine große Nähe zu dem Terrornetzwerk vor. Auch Ahrar al-Scham will einen "islamischen Staat", in dem die Scharia, das Recht Gottes, gilt. Viele Rebellen halten die Gruppe jedoch für moderater als IS und Nusra-Front. Ahrar al-Scham gehört zum Hohen Verhandlungskomitee (HNC), das die Opposition bei den Friedensgesprächen in Genf vertritt.

Wie Ahrar al-Scham wird auch Dschaisch al-Islam Experten zufolge von der Türkei und Saudi-Arabien unterstützt. Die Miliz ist vor allem in dem hart umkämpften Gebiet östlich von Damaskus stark. Auch sie gehört zum HNC. Ihr Vertreter Mohammed Allusch trägt sogar den Titel "erster Verhandler".

Teilweise kooperieren die Rebellen mit der Al-Nusra-Front, einem kampfstarken Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sie gehört in Syrien zu den stärksten Milizen. Stark ist die Gruppe vor allem in der Provinz Idlib. Sie ist ideologisch eng mit dem IS verwandt ist, beide Gruppen sind allerdings miteinander verfeindet.

Hisbollah

Hisbollah-Kämpfer und syrische Armeesoldaten stehen auf einem Lastwagen mit Hilfsgütern

Die libanesische Schiitenmiliz kämpft im syrischen Bürgerkrieg seit langem an der Seite des Regimes. Sie wird von Iran finanziert, der Präsident Assad an der Macht halten will, um die Achse Libanon-Syrien-Irak-Iran zu sichern. Die USA haben die "Partei Gottes" auf ihre Terrorliste gesetzt, die EU betrachtet ihren militärischen Arm als Terrororganisation.

Opposition

syrische Opposition

Sie ist zersplittert. Das wichtigste Oppositionsbündnis ist die Syrische Nationale Koalition in Istanbul. In Damaskus sitzen zudem Oppositionsparteien, die vom Regime geduldet werden. Bei einer Konferenz in Riad einigten sich verschiedenen Gruppen auf die Bildung eines Hohen Komitees für Verhandlungen (HNC), dem aber einige prominente Vertreter der Opposition nicht angehören.

Die USA und der Westen

Fregatte Augsburg der Bundesmarine

Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition. Kampfjets fliegen täglich Angriffe. Beteiligt sind unter anderem Frankreich und Großbritannien. Deutschland stellt sechs Tornados für Aufklärungsflüge über Syrien, ein Flugzeug zur Luftbetankung sowie die Fregatte "Augsburg", die im Persischen Golf einen Flugzeugträger schützt. Washington unterstützt moderate Regimegegner.

Russland

Archiv - Ein russischer SU-34 Kampfjet beim Abwurf ein Bombe am 09.12.2015

Seit September fliegt auch Russlands Luftwaffe Angriffe in Syrien. Sie richten sich gegen den IS ebenso wie gegen Rebellen, die mit der Terrormiliz verfeindet sind. Moskau ist einer der wichtigsten Unterstützer des syrischen Regimes.

Iran

Hassan Rohani

Teheran ist der treueste Unterstützer des Assad-Regimes. Iraner kämpfen an der Seite der syrischen Soldaten. Auch die von Teheran finanzierte libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ist in Syrien an Assads Seite im Einsatz.

Saudi-Arabien und die Türkei

Erdogan und König Salman

Riad und Ankara sind wichtige Unterstützer von Rebellen. Sie fordern Assads Sturz. Saudi-Arabien geht es darum, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Iran ist der saudische Erzrivale im Nahen Osten. Die Türkei will eine größere Selbstbestimmung der Kurden in Nordsyrien verhindern.

Verhandlungen "Moment der Wahrheit"

UN-Sondergesandten Staffan de Mistura mahnte zum Auftakt der Syrien-Gespräche Ernsthaftigkeit an. Die Verhandlungen seien der "Moment der Wahrheit". Ein erneutes Scheitern der Gespräche wie im Februar könne den Konflikt noch verschlimmern, warnte de Mistura. Der einzige "Plan B" sei eine Rückkehr zum Krieg. Die seit dem 27. Februar gültige Waffenruhe sei brüchig, halte aber weitgehend. Humanitäre Hilfen in belagerte Gebiete seien wieder aufgenommen worden.

Ein erstes Gespräch zwischen dem UN-Vermittler und der syrischen Regierungsdelegation bezeichnete deren Leiter Baschar Dschaafari als "positiv und konstruktiv". Über konkrete Inhalte sagte er aber nichts. Sein Team habe Ideen für eine politische Lösung der Krise unterbreitet, erklärte der syrische UN-Botschafter.

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De Mistura will die Vertreter der syrischen Opposition am Dienstag treffen und mit der Regierungsdelegation am Mittwoch wieder zusammenkommen. Der russische Sergej Lawrow erklärte, sein Land werde jede Lösung unterstützen, die Regierung und Opposition aushandeln. Auch Föderalismus sei eine Option, falls das syrische Volk dies wolle, sagte Lawrow.

Millionen Flüchtlinge

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt seit fünf Jahren. Fast die Hälfte der 23 Millionen Einwohner vor dem Krieg wurde vertrieben. Mehr als 4,8 Millionen Menschen flohen ins Ausland. Zu den Leidtragenden gehören nach Darstellung des UN-Hilfswerks UNICEF vor allem Kinder. Mehr als 80 Prozent der syrischen Kinder seien durch den Bürgerkrieg gezeichnet. Immer mehr von ihnen litten wegen Armut unter Zwangsarbeit, der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen oder frühen Eheschließungen.

Mehr als drei Millionen besuchten derzeit keine Schule, sagte UNICEF-Regionalchef Peter Salama. Er appellierte an Geberländer, die auf einer Konferenz versprochenen Hilfsgelder für Syriens Kinder auch bereitzustellen. 2016 braucht UNICEF 1,1 Milliarden Dollar (etwa eine Milliarde Euro). Von dieser Summe seien bisher nur sechs Prozent eingegangen.

14.03.2016, Quelle: dpa, afp
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