31.05.2016
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  • 15:24Air France: Pilotenstreis zur EM?

  • 15:21Köln/Bonn: Passagier legt Flugverkehr zeitweise lahm

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  • 22:41Polens Kader steht fest

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Landtagswahlen Sachsen-Anhalt: Angst vor dem Rechtsrutsch

VideoWie stark wird Sachsen-Anhalts AfD?
Nach dem rasanten Aufstieg der AfD redet von einem rot-rot-grünen Bündnis in Sachsen-Anhalt niemand mehr. Und selbst die gar nicht mehr große Koalition könnte nach der Wahl ohne Mehrheit dastehen.

Nach dem rasanten Aufstieg der AfD redet von einem rot-rot-grünen Bündnis in Sachsen-Anhalt niemand mehr. Und selbst die gar nicht mehr große Koalition könnte nach der Wahl ohne Mehrheit dastehen.

(12.03.2016)

VideoSachsen-Anhalt im Porträt
Grafik Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt, ein Bundesland im Herzen der Republik. Das Land mit dem höchsten Berg im Harz, mit der weltweit größten Rosensammlung und mit Menschen, die angeblich früher aufstehen.

(12.03.2016)

VideoHöhepunkt in Haigerloch
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Haigerloch

Beim Wahlkampfabschluss der CDU Baden-Württemberg rechtfertigte Angela Merkel noch einmal ihre Flüchtlingspolitik. Für die Bundesregierung sind die drei Landtagswahlen auch ein Stimmungstest.

(12.03.2016)

Zittern bei den etablierten Parteien in Sachsen-Anhalt: Auch wenn Umfragen die CDU vorne sehen - es könnte erstmals nicht für ein Bündnis aus CDU und SPD reichen. Die rechtspopulistische AfD hingegen ist auf dem Vormarsch- sie könnte ein Rekordergebnis erzielen. 

Eine richtige Zitterpartie für die etablierten Parteien dürfte die Wahl am morgigen Sonntag in Sachsen-Anhalt werden: Ob es für eine Neuauflage der schwarz-roten Koalition reicht, ist unklar - auch wenn Umfragen zuletzt die CDU klar vorn sahen. Mit Spannung wird auch das Abschneiden der rechtspopulistischen AfD erwartet. Sie könnte auf Anhieb mit einem zweistelligen Ergebnis für die nächsten fünf Jahre ins Landesparlament einziehen.

Weitere Links zum Thema

Unter Eindruck der Flüchtlingskrise

Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt stehen ganz unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise. Der starke Flüchtlingszuzug und die damit einhergehenden Probleme waren ein zentrales Thema in den Wahlkämpfen. Die Wahlen gelten deshalb auch als Abstimmung über Merkels Kurs.

Einen Tag vor den wichtigen Landtagswahlen in drei Bundesländern hatte Kanzlerin Angela Merkel ihre Flüchtlingspolitik noch einmal verteidigt. Beim Wahlkampfabschluss der CDU Baden-Württembergs forderte sie am Samstag Zuwanderer zur Integration auf. Deutschland biete dafür zahlreiche Angebote. "Ich finde, wir dürfen dann auch sagen, wir erwarten von den Flüchtlingen, dass sie diese Angebote auch annehmen. Das ist eine Pflicht und keine Möglichkeit", sagte Merkel in Haigerloch.

Weitere Links zum Thema

AfD zweistellig?

Die Alternative für Deutschland wird den Meinungsumfragen zufolge in alle drei Landtage einziehen, teilweise sogar mit zweistelligen Ergebnissen. Alle etablierten Parteien lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD ab. Diese Entwicklung dürfte die Regierungsbildung vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erschweren. In beiden Ländern haben die amtierenden Koalitionen nach den jüngsten Umfragen keine Mehrheit mehr.

Politbarometer zu Landtagswahlen

Politbarometer

Politbarometer

Baden-Württemberg

Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016

In Stuttgart kämpft Deutschlands erster und bislang einziger Ministerpräsident der Grünen um eine zweite Amtszeit. In allen Umfragen liegen die Grünen mit Amtsinhaber Winfried Kretschmann weit vor der CDU und ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf. Im letzten ZDF-"Politbarometer" vor der Wahl kamen die Grünen auf 32 und die Union auf 29 Prozent. Das wäre das schlechteste CDU-Ergebnis bei einer Landtagswahl in ihrem Stammland. Die mitregierende SPD erreichte 14 Prozent - auch dies ein Negativrekord. Die AfD erzielte 11, die FDP 6 und die Linke 4 Prozent. Nach diesen Zahlen hat die grün-rote Koalition keine Mehrheit mehr. Grün-Rot auf der einen sowie CDU, AfD und FDP auf der anderen Seite kommen jeweils auf 46 Prozent.

Rheinland-Pfalz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)

In Mainz haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihre SPD einen fulminanten Wahlkampf-Endspurt hingelegt. Lag vor Wochen noch die CDU mit Herausforderin Julia Klöckner in den Umfragen deutlich vor der Amtsinhaberin und ihrer Partei, liefern sie sich unmittelbar vor der Wahl ein enges Rennen - mit zuletzt leichten Vorteilen für die SPD. Diese erzielte im jüngsten ZDF-"Politbarometer" 36 Prozent, dicht gefolgt vor der CDU mit 35 Prozent. Die AfD lag bei 9 Prozent, die Grünen kamen auf 5,5, die FDP auf 7 und die Linke auf 3 Prozent. Damit hat auch in Rheinland-Pfalz die amtierende rot-grüne Landesregierung ihre Mehrheit verloren.

Sachsen-Anhalt

Wahlplakate in Sachsen-Anhalt

In Magdeburg kann sich Ministerpräsident Reiner Haseloff dagegen Hoffnungen auf weitere fünf Jahre in der Staatskanzlei machen. Seine CDU liegt in den Umfragen unangefochten in Front. Die jüngsten ZDF-Zahlen sahen sie bei 32 Prozent, dahinter an zweiter Stelle die Linke mit 21 Prozent. Die mitregierende SPD fiel mit 14 Prozent auf den vierten Platz zurück. Vor ihr rangierte noch die AfD. Ihr wird mit 18 Prozent ein bundesweites Allzeithoch vorausgesagt. Die Grünen mit 5 und die FDP mit 4,5 Prozent hätten demnach Schwierigkeiten, in den Landtag zu kommen. Sollten sie scheitern, könnte die schwarz-rote Koalition weiterregieren.

(Quelle: ZDF, dpa)

12.03.2016, Quelle: dpa, rtr
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