24.07.2016

LKA München: Amoklauf seit letztem Sommer geplant

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merkzettel

US-Vorwahlkampf Trump-Effekt: Latinos wollen wählen

VideoAusschreitung bei Trump-Auftritt
Trump sagt Wahlkampfauftritt in Chicago nach Demonstrationen ab

Bei einem Wahlkampfauftritt des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump in Chicago ist es zu Ausschreitungen zwischen Trump-Anhängern und -Gegnern gekommen. Die Veranstaltung musste abgesagt werden.

(12.03.2016)

Videomüll
Donald Trump beleidigt seine Kritiker als

Präsidentschaftsbewerber Trump bezeichnete Störer auf seiner Wahlkampfveranstaltung als "Müll" und drohte damit, sie zu verklagen. Kandidatin Clinton sagte, Trump ermuntere zu Gewalt und Aggressionen.

(13.03.2016)

VideoTrump - Freud und Leid der Republikaner
Ned Wiley

Donald Trump dominiert den Vorwahlkampf der Republikaner - sehr viele schämen sich seiner, sagt Ned Wiley, Vize der Republicans Overseas. Für andere wiederum zähle nur eines: Hauptsache Wahlsieg.

(09.03.2016)

von Maya Dähne, New York

Er beschimpft Mexikaner als Drogenhändler und fordert die Zwangsdeportation illegaler Migranten: Donald Trump mobilisiert die Massen - nicht nur für, sondern auch gegen sich. Immer mehr Latinos beantragen die US-Staatsbürgerschaft, um gegen den Präsidentschaftsbewerber stimmen zu können. 

"Ich möchte wählen, um Trump zu stoppen", sagt Hortensia Villegas. Die 32-jährige Mexikanerin lebt seit fast zwölf Jahren in den USA. Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester hat sie gerade einen Antrag auf Staatsbürgerschaft gestellt. Ihre Chancen sind gut, rechtzeitig vor der Wahl im November Amerikanerin zu werden. Und Villegas ist nicht die einzige.

Die Zahl der Anträge auf Staatsbürgerschaft ist um 14 Prozent gestiegen, seit Donald Trump im Sommer vergangenen Jahres seine Kandidatur verkündet und im gleichen Atemzug angedroht hatte, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. "Leute, die jahrelang legal hier leben und arbeiten, sich aber nie politisch engagiert haben, kommen plötzlich und wollen wählen", sagt Veronica Dahlberg, Vorsitzende von Hola, einer Bürgerinitiative, die sich für die Rechte von Latinos stark macht. Der Hauptantrieb für viele heißt Donald Trump.

Trump "anstößig und beleidigend"

In einer aktuellen Umfrage der Washington Post und des spanischsprachigen TV Senders Univision haben 80 Prozent der Befragten Latinos eine negative Meinung über Trump. 74 Prozent finden seine Aussagen zum Thema Einwanderung anstößig und beleidigend.

Für Helga Flores Trejo ist Donald Trump aber nur einer von vielen Gründen, sich politisch zu engagieren. "Ich bin in Mexiko geboren, habe in Deutschland studiert und lebe jetzt in den USA. Ich habe also viel Erfahrung als Migrantin und ich weiß, wie wichtig es ist, nicht als Beobachter am Rand zu stehen sondern mitzumischen."

Staatsbürgerschaft teuer

In den USA leben 8,8 Millionen legale Einwanderer, die sofort die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen könnten. Ein Drittel von ihnen sind Mexikaner. Warum bisher so wenige den Schritt gewagt haben? "Viele fürchten, dass sie ihre mexikanische Staatsbürgerschaft verlieren, wenn sie Amerikaner werden. Aber das stimmt nicht", sagt Flores Trejo, die sich für die gemeinnützige Organisation Latino Victory Project engagiert.

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Auch mangelnde englische Sprachkenntnisse halten viele davon ab, einen Antrag zu stellen. Für andere sind die relativ hohen Gebühren eine Hürde. 680 Dollar kostet es, einen Antrag auf Staatsbürgerschaft zu stellen. "Bei einer mehrköpfigen Familie kommen da schnell Tausende Dollar zusammen", so Flores Trejo.

Workshops für Neu-Amerikaner

Um Ihnen zu helfen, haben sich 37 Bürgerinitiativen, gemeinnützige Organisationen und Gewerkschaften zur "National Partnership for New Americans" zusammengeschlossen. Sie veranstalten landesweit Workshops. In Schulen, öffentlichen Bibliotheken, Kirchengemeinden und Einkaufszentren beraten sie potenzielle Antragsteller und helfen beim Ausfüllen der Unterlagen. Das Weiße Haus unterstützt die Initiative mit zehn Millionen Dollar. Das Ziel der Kampagne: Bis Ende des Jahres sollen eine Million Einwanderer amerikanische Staatsbürger sein

Helga Flores Trejo ist sich sicher, dass das gelingt. Als freiwillige Wahlhelferin hat sie in Nevada und South Carolina in den vergangenen Wochen an hunderte Türen geklopft und mit vielen Landsleuten gesprochen. "Trump hat sie tatsächlich alle mobilisiert. Die jungen Leute, die als Kinder in dieses Land gekommen sind und die jetzt merken, dass ihnen wesentliche Rechte vorenthalten werden. Aber auch die Älteren, die seit Jahren hier leben. Sie alle sind bereit, den Schritt zu wagen." Gut möglich, dass die neuen Wähler Trump am Ende stoppen können.

Vor dem Finale der US-Vorwahlen

Ergebnisse der Demokraten

Karte: US-Vorwahlen Demokraten (18.05.2016)

Hillary Clinton hat sich im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zur Siegerin erklärt. US-Präsident Barack Obama stellte sich hinter die designierte Kandidatin für seine Nachfolge im Weißen Haus und rief die Demokraten dazu auf, Clinton zu unterstützen. Rivale Bernie Sanders gab sich jedoch nicht geschlagen. Der Senator erklärte nach den letzten großen Vorwahlen, seinen Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit bis zum Nominierungsparteitag im Juli tragen zu wollen.

Ergebnisse der Republikaner

Donald Trump hat bisher die Vorwahlen in den meisten Staaten gewonnen. Ohnehin steht er mittlerweile als alleiniger Bewerber für die Präsidenschaftskandidatur fest. Seine Kontrahenten Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich sind nicht mehr im Rennen.

Terminplan bis zur US-Wahl

Grafik

14. Juni - Die Demokraten halten ihre letzte Vorwahl im Regierungsbezirk District of Columbia ab. Für die Republikaner war bereits am Dienstag Schluss.

Kein festes Datum - Beide Kandidaten müssen noch einen Kandidaten für das Amt des Vize-Präsidenten benennen.

18. bis 21. Juli - Parteitag der Republikaner in Cleveland, Ohio. Hier wird die formelle Ernennung von Trump zum Kandidaten erwartet.

25. bis 28. Juli - Parteitag der Demokraten in Philadelphia, Pennsylvania. Hier wird die formelle Ernennung von Clinton zur Kandidatin erwartet. Erstmals in der Geschichte der USA schickt damit eine große US-Partei eine Frau ins Rennen um die Präsidentschaft.

26. September - Erste Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Dayton, Ohio.

4. Oktober - Fernsehdebatte der Kandidaten für das Amt des Vize-Präsidenten in Farmville, Virginia.

9. Oktober - Zweite Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in St. Louis, Missouri.

19. Oktober - Dritte Fernsehdebatte der Präsidentschaftskandidaten in Las Vegas, Nevada.

8. November - Wahltag. Landesweite Abstimmung über den Präsidenten, das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats; dazu Landeswahlen und Volksabstimmungen in zahlreichen Bundesstaaten und Kommunen.

20. Januar 2017 - Vereidigung des neuen Staatsoberhaupts.

(Quelle: reuters)

15.03.2016
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