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Drama in Madaja Hilfe für hungernde Syrer kommt nicht in Gang

BildHilfskonvoi für Madaja
Hilfskonvoi für Madaja

(Quelle: dpa)

VideoSyrien: Hunger als Waffe
Archiv: Syrer durchsuchen den Müll eines zerbombten Gebäudes am Stadtrand von Damaskus am 30.12.2015

Die Situation für die Menschen in Syrien wird immer dramatischer. Seit Monaten schließen Syriens Regime und Verbündete den Ort Madaja ein, tausenden Menschen droht der Hungertod.

(07.01.2016)

VideoHungersnot in belagerter Stadt
Hungerndes Kind in der belagerten syrischen Stadt Madaja

In der seit Monaten belagerten syrischen Stadt Madaja spitzte sich die Lage für die Bewohner zu. Tausende drohen zu verhungern, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

(07.01.2016)

VideoCSU fordert Flüchtlingsobergrenze
Polizist und Flüchtling

Nach Deutschland sind im Dezember täglich bis zu 4000 Flüchtlinge gekommen, die meisten über Bayern. Ministerpräsident Seehofer fordert wieder eine Obergrenze. Konkret: 200.000 Menschen jährlich.

(04.01.2016)

Dringend benötigte Hilfslieferungen für die hungernden Bewohner der belagerten syrischen Städte Madaja, Fua und Kafraja haben am Wochenende weiter auf sich warten lassen. Angesichts "logistischer Probleme" konnten die Hilfen nicht wie geplant dort eintreffen. 

"Wir arbeiten aber hart daran, dass sie am Montag verteilt werden können", sagte Pawel Krzysiek vom Internationalen Komitee des Roten Kreuz (IKRK) in der syrischen Hauptstadt Damaskus in Bezug auf die Hilfsgüter. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der dringend Hilfsbedürftigen allein in Madaja auf 40.000, die Hälfte davon Kinder. Trotz mehrfacher Aufforderungen der UNO, Hilfslieferungen in die belagerten Städte zuzulassen, war dies monatelang verweigert worden. Am Donnerstag willigte die Regierung in Damaskus jedoch ein, Hilfskonvois durchzulassen.

Von Regierungstruppen belagert

Madaja wird seit rund einem halben Jahr von Regierungstruppen belagert, Fua und Kafraja in der Provinz Idlib sind von Kämpfern der Rebellen eingekesselt. Vor allem in Madaja ist die Lage nach Angaben von Helfern dramatisch. Demnach starben 23 Menschen an Hunger, darunter sechs Babys.

Weitere Links zum Thema
Bei einem russischen Luftangriff auf ein Gefängnis im Nordwesten Syriens wurden nach Angaben von Aktivisten am Samstag mindestens 57 Menschen getötet. Unter ihnen seien zahlreiche Kämpfer der radikalislamischen Al-Nusra-Front, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Radiosender gestürmt

Am Sonntag sagte der syrische Oppositionelle Soner Taleb der Nachrichtenagentur AFP, die Al-Nusra-Front habe einen Radiosender in der Provinz Idlib gestürmt und zwei Medienaktivisten entführt. Demnach handelte es sich um Hadi al-Abdallah und Raed Fares vom Sender Fresh FM. Die beiden arbeiteten den Angaben zufolge in der Stadt Kafranbel. Fresh-FM-Chef Fares war bereits zuvor einmal von Al-Nusra-Kämpfern festgenommen worden. Die Miliz kritisiert eine "säkulare Tendenz" des Senders, der nach ihrer Ansicht "Abtrünnige" unterstützt.

Kafranbel steht seit dem Jahr 2012 unter der Kontrolle von Aufständischen. Die Stadt ist vor allem dafür bekannt, dass von dort immer wieder kreativer und sogar humorvoller Protest gegen den Bürgerkrieg ausgeht.

Syrien

Madaja

Karte von Syrien mit der Stadt Madaja

10.01.2016, Quelle: afp
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