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Erfolge im Kampf gegen IS IS-Anführer getötet - Palmyra zurückerobert

BildPlamyra zurückerobert
Zitadelle von Palmyra

(Quelle: ap)

VideoSyrien: Friedensgespräche
Kampfflieger

Die Friedensgespräche für Syrien gehen weiter. Vertreter der syrischen Opposition und der Regierung Assads nehmen teil. Ziele sind die Bildung einer Übergangsregierung und eine neue Verfassung.

(14.03.2016)

Video"Beginn einer Völkerwanderung"
Uli Gack aus Kairo

ZDF-Reporter Hans-Ulrich Gack berichtet über die katastrophale Situation der Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens. Viele von ihnen wollen nach Deutschland.

(07.09.2015)

VideoWacklige Waffenruhe in Syrien
presse syrien

Trotz einiger Gefechte hält die Waffenruhe in Syrien. Unser Reporter war in Begleitung der russischen Armee in Syrien unterwegs. Von der Hafenstadt Latakia ging es in Richtung Aleppo.

(02.03.2016)

Erfolge im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat: Nach gut elf Monaten in der Hand der Dschihadistenmiliz hat die syrische Armee die antike Stadt Palmyra vom IS zurückerobert. Das berichtet das syrische Staatsfernsehen. Und die USA melden, sie hätten mehrere hochrangige IS-Führer getötet. 

Die USA haben in dieser Woche nach eigenen Angaben mehrere ranghohe Kommandeure der Terrormiliz Islamischer Staat getötet. Unter ihnen sei vermutlich auch der für die Finanzen der Extremistengruppe verantwortliche Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli alias Hadschi Imam, sagte Verteidigungsminister Ashton Carter am Freitag bei einer Pressekonferenz. Al-Kaduli sei ein bekannter Terrorist, der in Terrorpläne außerhalb Iraks und Syriens verwickelt gewesen sei. Carter räumte ein, dass in der Vergangenheit bereits mehrfach Führungsmitglieder des IS getötet und dann einfach wieder ersetzt wurden. "Aber diese Anführer waren schon lange dabei. Sie sind hochrangig, sie sind erfahren", sagte der Pentagon-Chef. Ob Al-Kaduli im Irak oder in Syrien getötet wurde, wollte Carter nicht beantworten. Der Pentagon-Chef wertete den Angriff auf Al-Kaduli als weiteren Erfolg in der Strategie, die Führungsriege des IS zu eliminieren.

Erst vor kurzem hatten die USA den Tod von Omar al-Schischani gemeldet, des Kriegsministers des IS. Im November erklärte das Pentagon, bei einem Luftangriff in Libyen sei der IS-Kommandeur Abu Nabil ums Leben gekommen.

IS von Zitadelle von Palmyra zurückgedrängt

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Auch auf dem Boden blieb der IS unter Druck. Kämpfer des Regimes eroberten am Freitag die historische Zitadelle am Rande der Stadt, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Zuvor hatte die Armee schon einen strategisch wichtigen Hügel eingenommen, von dem aus man die archäologischen Stätten Palmyras überblicken kann. Auch im Irak gerät der IS massiv unter Druck: Bereits am Donnerstag hatten irakische und kurdische Einheiten die erste Phase einer Offensive begonnen, mit der sie die IS-Hochburg Mossul befreien wollen.

Schwere russische Luftangriffe

In Palmyra im Zentrum Syriens kam es nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zu heftige Gefechten. Die Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versuchten demnach, mit einem Gegenangriff verlorenes Gebiet zurückzugewinnen. Es gebe massive russische Luftangriffe nahe den archäologischen Stätten.

Palmyra gehört wegen seiner einzigartigen Bauwerke aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zum Unesco-Weltkulturerbe. Der IS hatte die Stadt im Mai 2015 von der syrischen Armee eingenommen. Seitdem sprengten die Dschihadisten den rund 2.000 Jahre alten Baal-Tempel, den Baal-Schamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, den Triumphbogen und einen Teil der berühmten Säulenstraße. Syriens Armee hatte ihre Offensive vor etwa zwei Wochen gestartet.

Langsame Fortschritte im Irak - Angriff aus Mossul verzögert sich

Im Irak konnten die Armee und kurdische Peschmerga-Kämpfer mehrere Dörfer westlich der Stadt Machmur einnehmen, wie irakische Medien berichteten. Bei der Operation "Eroberung" seien sie von US-Luftangriffen unterstützt worden, sagte ein Armeesprecher. Bis der eigentliche Angriff auf Mossul beginnt, könnten aber noch Monate vergehen. Die Kämpfe südöstlich der nordirakischen Metropole sind derzeit noch rund 70 Kilometer von der Stadt entfernt.

Der IS hatte Mossul im Sommer 2014 unter seine Kontrolle gebracht - die Einnahme der zweitgrößten irakischen Stadt war einer der größten Erfolge der Extremisten. Die frühere Millionenstadt gilt neben Al-Rakka in Syrien als inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz.

IS verliert 40 Prozent seines Gebietes

Ende 2015 konnten irakische Regierungstruppen die Provinzhauptstadt Ramadi westlich von Bagdad vom IS zurückerobern. Nach westlichen Schätzungen haben die Extremisten inzwischen 40 Prozent des Gebietes verloren, das sie einst im Irak kontrollierten. Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi hatte die Offensive zur Befreiung Mossuls bereits im Februar im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur angekündigt. Neben kurdischen Peschmerga-Kämpfern sind nach Medienberichten auch Milizen an der Befreiung Mossuls beteiligt.

Der lang erwartete Angriff auf Mossul musste mehrfach verschoben werden, da es der irakischen Armee an Schlagkraft fehlte. Ein Ausbildungsprogramm der US-Armee soll dieses Manko beheben. Denoch gibt es weiter Zweifel. IS-Experte Charles Lister vom Middle East Institute in Washington twitterte, die Offensive sei ein "Sturm im Wasserglas". Die Leistungsfähigkeit der Armee sei unzureichend.

UNESCO-Weltkulturerbe Palmyra

Palmyra: Das Welterbe

Ruinen in Palmyra vor der Zerstörung

Die Oasenstadt Palmyra in der zentralsyrischen Wüste war eines der herausragenden Zentren im Altertum. Die UNESCO erklärte die Ruinen der ehemaligen Handelsmetropole der legendären Königin Zenobia 1980 zum Weltkulturerbe.

Überblick: Lage in Zentralsyrien

Durch ihre Lage an einer der wichtigsten Handelsrouten zwischen dem Römischen Reich, Persien, Indien und China gewann Palmyra in den ersten Jahrhunderten nach Christus stetig an Bedeutung. Nach ihrer Blütezeit wurde die Stadt im Jahr 272 von den Römern zerstört. Bal-Tempel, Triumphbogen und weitere imposante Ruinen im Tal der Gräber machen das vor dem syrischen Bürgerkrieg beliebte Touristenziel zu einem der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten. Heute leben vor allem sunnitische Muslime in einer gleichnamigen, neben den Ruinen gelegenen Stadt. Sie befindet sich nordöstlich von Damaskus.

(Quelle: dpa)

25.03.2016, Quelle: ap, dpa
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