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Russland als Urheber vermutet Falsche Vorwürfe gegen Bundeswehr in Litauen

BildBundeswehr in Litauen
Bundeswehr-Soldaten am 07.02.2017 in Litauen

(Quelle: dpa)

VideoMachtwechsel in Litauen
Nach der Parlamentswahl ist der Bund der Bauern und Grünen überraschend stärkste Kraft geworden. Großer Verlierer sind die regierenden Sozialdemokraten, die nur auf Platz drei kamen.

Nach der Parlamentswahl ist der Bund der Bauern und Grünen überraschend stärkste Kraft geworden. Großer Verlierer sind die regierenden Sozialdemokraten, die nur auf Platz drei kamen.

(24.10.2016)

VideoDiskussion über NATO-Militärpräsenz
NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg und der polnische Präsident Andrzej Duda

Die NATO verstärkt ihre militärische Präsenz in Osteuropa zur Unterstützung der baltischen Staaten und Polen. Beim NATO-Gipfel in Polen wird ab morgen weiter über das Thema beraten.

(07.07.2016)

Unbekannte haben laut des deutschen Verteidigungsministeriums eine Desinformationskampagne gegen die Bundeswehr in Litauen gestartet. Durch Mails an Politiker und Medien sei das Gerücht gestreut worden, deutsche Soldaten hätten eine Minderjährige vergewaltigt. Die litauische Regierung hat das dementiert. 

Zum Urheber der Attacke oder Details könne er sich nicht äußern, sagte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums. NATO-Diplomaten gehen laut "Spiegel" davon aus, dass es sich um eine gezielte Attacke Russlands handelt, um die seit einigen Wochen in Litauen stationierte Bundeswehr und die Militärallianz zu diskreditieren.

Erinnerungen an den Fall Lisa

Die NATO verlegt zurzeit größere Truppenverbände nach Osteuropa. Die Kampfbataillone in Polen, Litauen, Lettland und Estland sollen Russland vor einem Eingreifen wie 2014 in der Ukraine abhalten. Deutschland führt das Bataillon in Litauen. Vor der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim gab es bereits Vorwürfe an Russland, auf Desinformationskampagnen in sozialen Medien gesetzt zu haben.

Die angebliche Vergewaltigung habe es nie gegeben, berichtete der Spiegel unter Berufung auf die litauische Regierung und die Bundeswehr. Das Vorgehen ähnele nach Einschätzung der NATO-Diplomaten dem Fall Lisa aus dem Jahr 2016, bei dem russische Medien tagelang berichteten, Flüchtlinge hätten eine junge Russin in Berlin vergewaltigt, die deutschen Behörden würden aber nichts unternehmen. Die Vorwürfe erwiesen sich als falsch.

Litauens Regierung dementiert

Weitere Links zum Thema
Die Kampagne gegen die Bundeswehr sei ähnlich gut organisiert gewesen, berichtete der Spiegel. Am Dienstag sei eine Mail sowohl beim Parlamentspräsidenten Litauens als auch bei den Medien eingegangen, wonach deutsche Soldaten in Uniform am 09. Februar in der Ortschaft Jonava eine junge Litauerin vergewaltigt hätten. Einige litauische Medien hätten die Nachricht veröffentlicht. Später habe Litauens Regierung den Vorfall dementiert.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz wirft Russland schon länger vor, in Deutschland Propaganda- und Desinformationskampagnen etwa über staatliche und soziale Medien zu betreiben. Ziel sei eine Verunsicherung der deutschen Gesellschaft sowie die Schwächung und Destabilisierung der Bundesrepublik. Vor der Bundestagswahl im September erwartet der Geheimdienst einen weiteren Anstieg russischer Cyberattacken auf Politiker.

16.02.2017, Quelle: reutes
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