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merkzettel

Umstrittener Unkrautvernichter Umweltinstitut: Glyphosat im Bier

VideoPestizide in deutschen Bieren
Das Münchner Umweltinstitut hat in den beliebtesten Biermarken Rückstände des Pestizids Glyphosat gefunden.

Das Münchner Umweltinstitut hat die 14 beliebtesten Biermarken der Deutschen getestet und in allen Rückständen des Pestizids Glyphosat gefunden. Dabei ist Deutschland so stolz auf sein Reinheitsgebot.

(25.02.2016)

VideoKrebsgefahr durch Glyphosat?
Aufbringen eines Pflanzenschutzmittels auf dem Feld

Um das meistverkaufte Pflanzenschutzmittel Glyphosat hat sich ein wissenschaftlicher Streit entbrannt. Experten der WHO gehen von einer „wahrscheinlich krebserregenden“ Wirkung des Stoffes aus.

(29.09.2015)

VideoWarnung vor Glyphosat
Dr. Christoph Specht im Gespräch mit Nadine Krüger

Um Unkraut zu beseitigen, greifen Hobby-Gärtner und Landwirte oft zu Glyphosat. Nun schlägt die Weltgesundheitsorganisation Alarm - und stuft das Mittel als "wahrscheinlich krebserregend" ein.

(12.08.2015)

Der laut WHO "wahrscheinlich krebserregende" Unkrautvernichter Glyphosat steckt auch in deutschem Bier. Das fand das Münchner Umweltinstitut heraus. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält die gemessenen Mengen für unbedenklich. Der Deutsche Brauer-Bund zweifelt die ganze Studie an. 

Beim Test von 14 der beliebtesten Biermarken Deutschlands wurden Spuren des Unkrautvernichters gefunden. Das teilte das Münchner Umweltinstitut mit. Die Werte lagen zwischen 0,46 und 29,74 Mikrogramm pro Liter und damit im extremsten Fall fast 300-fach über dem gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser von 0,1 Mikrogramm. Allerdings: Einen Grenzwert für Bier gibt es nicht.

Die Testergebnisse

Gemessene Glyphosatmenge in ausgewählten Biersorten (Münchner Umweltinstitut):

  • Krombacher Pils: 2,99 μg/l
  • Oettinger Pils: 3,86 μg/l
  • Bitburger Pils: 0,55 μg/l
  • Veltins Pilsener: 5,78 μg/l
  • Beck‘s Pils: 0,50 μg/l
  • Paulaner Weißbier: 0,66 μg/l
  • Warsteiner Pils: 20,73 μg/l
  • Hasseröder Pils: 29,74 μg/l
  • Radeberger Pilsner: 12,01 μg/l
  • Erdinger Weißbier: 2,92 μg/l
  • Augustiner Helles: 0,46 μg/l
  • Franziskaner Weißbier: 0,49 μg/l
  • König Pilsener: 3,35 μg/l
  • Jever Pils: 23,04 μg/l
Das Pflanzengift steht im Verdacht, krebserregend zu sein. "Ein Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder im Bier noch in unserem Körper etwas verloren", sagte Sophia Guttenberger vom Umweltinstitut. Der Deutsche Brauer-Bund kündigte eine Stellungnahme an.

"Nicht wünschenswert"

Marike Kolossa, Leiterin des Fachgebiets gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung im Umweltbundesamt, sagte dazu, da nach wie vor zwischen Experten nicht abschließend geklärt sei, ob Glyphosat tatsächlich Krebs beim Menschen erregen könne, sei eine Belastung des Menschen "nicht wünschenswert".

Links
Die Studie des Umweltinstituts
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Das Bundesinstitut für Risikobewertung hingegen sieht keine Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher. Glyphosatrückstände in Bier seien aus wissenschaftlicher Sicht plausibel und grundsätzlich erwartbar, da Glyphosat ein zugelassener Pflanzenschutzmittelwirkstoff sei. Selbst die höchsten Werte von rund 30 Mikrogramm pro Liter seien jedoch so niedrig, dass die rechnerisch resultierende Aufnahmemenge bei einem Erwachsenen mehr als 1.000-fach niedriger liegen würde als die derzeit als unbedenklich geltenden Aufnahmemengen, teilte das BfR mit. "Um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen, müsste ein Erwachsener an einem Tag rund 1.000 Liter Bier trinken."

Brauer-Bund: Studie nicht glaubwürdig

Der Deutsche Brauer-Bund hält die Glyphosat-Studie für nicht glaubwürdig. Der Vorwurf des Umweltinstitutes, die Brauereien würden ihre Rohstoffe nicht ausreichend kontrollieren, sei "absurd und völlig haltlos", teilten die Brauer am Donnerstag mit. Die Brauereien in Deutschland betrieben einen hohen Aufwand, um die vier natürlichen Rohstoffe Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, die nach dem Reinheitsgebot zum Brauen verwendet werden, auf mögliche Schadstoffe zu kontrollieren.

Weitere Links zum Thema

Der Deutsche Brauer-Bund habe ein eigenes Überwachungs-System für Braumalz. "Unser Monitoring zeigt, dass die gemessenen Werte stets deutlich unter den Höchstgrenzen liegen. Zu keiner Zeit konnten Überschreitungen der zulässigen Rückstandshöchstwerte bei Glyphosat festgestellt werden." Daneben gebe es staatliche Kontrollen und weitere Eigenkontrollen der Brauereien, die dafür Sorge trügen, dass keine Schadstoffe Eingang in die Produktion finden.

Behörden sehen Forschungsbedarf

Das Umweltinstitut hatte zunächst mit der sogenannten Elisa-Methode messen lassen, die zwar bei niedrigen Werten anspricht, aber nicht unumstritten ist. Die drei Biere mit Werten ab 20 Mikrogramm pro Liter waren mit der weniger sensiblen LC-MS/MS-Methode gegengecheckt worden, die Werte bestätigten sich. Mit der Elisa-Methode gemessene und dann mit der LC-MS/MS-Methode bestätigte höhere Werte können als nachgewiesen gewertet werden, sagte Kolossa. Sie berichtete auch, dass bei Studien mit Studenten in den vergangenen 15 Jahren die Belastung mit Glyphosat im Urin gestiegen ist.

Der Deutsche Bauernverband erklärte, etwa die Hälfte der in Deutschland verarbeiteten Braugerste stamme aus Importländern, "in denen weniger strenge Anwendungsbestimmungen" für Glyphosat gelten. In Deutschland sei Glyphosat zur Vorerntebehandlung bei Braugerste nicht zugelassen. Auch bei Hopfen finde Glyphosat hierzulande keine Anwendung.

Kontroverse Debatte über Glyphosat

Über die Chemikalie Glyphosat wird seit langem sehr kontrovers diskutiert. Umweltschützer halten Glyphosat für gefährlich, die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO stufte es als "wahrscheinlich krebserregend" ein. Aufsichtsbehörden in Deutschland und in der EU kamen aber zum gegenteiligen Schluss.

Glyphosat ist das welt- wie auch deutschlandweit am meisten verkaufte Pestizid und wird sowohl in der Landwirtschaft als auch in privaten Gärten sehr häufig verwendet. Das Umweltbundesamt hatte jüngst erklärt, es gebe "weiteren Forschungsbedarf".

Glyphosat: Harmlos oder krebserregend?

Was ist Glyphosat und wo wird es eingesetzt?

Aufbringen eines Pflanzenschutzmittels auf dem Feld

Glyphosat ist ein Unkrautvernichter und weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Auch in Deutschland wird er oft in der Landwirtschaft und im Gartenbau vor der Aussaat zur Unkrautbekämpfung verwendet.

Wie bewertet die EFSA den Stoff?

Der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge ist es "unwahrscheinlich, dass Glyphosat eine krebserregende Gefahr für den Menschen darstellt". Die Behörde schlägt aber vor, einen neuen Grenzwert für die akute Aufnahmemenge von Glyphosat, etwa während einer einzigen Mahlzeit, einzuführen und die Höchstgrenze bei 0,5 Milligramm pro Kilo Körpergewicht zu setzen. Der bisher bestehende Grenzwert für die regelmäßige tägliche Aufnahme soll hingegen von 0,3 auf 0,5 Milligramm erhöht werden.

Was wird an der Bewertung der EFSA kritisiert?

Sowohl das Ergebnis der Bewertung als auch das Vorgehen der Behörde werden scharf kritisiert. So bemängeln die Umweltschutzorganisationen Friends of the Earth und Greenpeace Intransparenz und fehlende wissenschaftliche Unabhängigkeit. "Es ist ein schwerer Fehler der EFSA, sich auf die mangelhafte und industrienahe Vorarbeit des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu stützen", kritisierten Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter und Pestizidexperte Harald Ebner. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht die Empfehlung als einen "Beleg für die unglaubliche Ignoranz der Behörde gegenüber den Gesundheitsrisiken des Wirkstoffes".

Welche anderen Bewertungen gibt es, was sagen die Kritiker?

Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO hatte Glyphosat im Juli als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hält es hingegen für unbedenklich. Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen warnen seit langem vor einer Neuzulassung des Mittels. Sie wollen verhindern, dass Glyphosat weiterhin in Europa zum Einsatz kommt.

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Einschätzungen?

Die Efsa ist nach eigenen Angaben zu einer anderen Einschätzung als die IARC gekommen, weil sie mehrere Studien bewertet hat, die von der WHO-Agentur nicht mit einbezogen worden waren. Zudem gibt es unterschiedliche Bewertungen von Studien und unterschiedliche Ansätze: Während die Efsa nur die Wirkung von Glyphosat bewertet hat, beurteilte die IARC auch Mittel, in denen Glyphosat enthalten ist. Außerdem bewertet die IARC, wie stark die Beweise dafür sind, dass etwas zum Beispiel Krebs auslösen könnte - das ist nicht das Gleiche wie das Risiko, durch das Mittel an Krebs zu erkranken.

Welche Grenzwerte schlägt die EFSA vor?

Konkret schlägt die EFSA zwei Grenzwerte für Glyphosat vor: Bei dem einen handelt es sich um die akute Referenzdosis, also die Dosis, die ein Verbraucher ohne Sorge zum Beispiel bei einer Mahlzeit aufnehmen darf. Das andere ist die Aufnahmemenge, die ohne Bedenken bis zum Lebensende pro Tag aufgenommen werden kann. Für beide schlägt die Efsa 0,5 Milligramm Glyphosat pro Kilogramm Körpergewicht vor.

Die akute Referenzdosis wäre neu. Hierfür existiert noch kein Grenzwert. Für die tägliche Aufnahmemenge gibt es dagegen schon einen Wert, der bisher bei nur 0,3 Milligramm liegt. Die EFSA begründet die vorgeschlagene Erhöhung damit, dass sich die Rechtsgrundlage verändert habe. Bisher habe die tägliche Aufnahme keinerlei Effekt im Körper bewirken dürfen, weder negativ noch positiv. Neuerdings dürfe die Aufnahme lediglich keinen gesundheitsschädlichen Effekt bewirken.

25.02.2015, Quelle: dpa, afp
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