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Ausländische Täter? Auch Schwedens Polizei hat Sexualdelikte vertuscht

BildSchwedische Polizei
Schwedisches Polizeiauto (Archivbild)

Bei Musikfestivals in Stockholm im August 2014 und 2015 habe es 38 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe gegeben, in zwei Fällen wurden Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht.

(Quelle: imago)

VideoInterview mit Thomas de Maizière
Thomas de Maizière

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat Berichte zurückgewiesen, nach denen die Länder Straftaten von Flüchtlingen zurückgehalten haben sollen. "Das ist nicht richtig", sagte er im ZDF.

(10.01.2016)

VideoDiskussion um Kölner Übergriffe
Bundesjustizminister Maas.

Bei den Kölner Übergriffen könnte es sich um organisierte Gewalt gehandelt haben. Das hat Justizminister Maas angedeutet. Der Bundestag will nun über Konsequenzen aus den Geschehnissen beraten.

(10.01.2016)

VideoNach Köln: Schärferes Sexualstrafrecht
Nach den Kölner Übergriffen auf Frauen an Silvester will die Bundesregierung das Sexualstrafrecht verschärfen. Mögliche Schutzlücken müssten jetzt geschlossen werden,  so Justizminister Maas.

Nach den Kölner Übergriffen auf Frauen an Silvester will die Bundesregierung das Sexualstrafrecht verschärfen. Mögliche Schutzlücken müssten jetzt geschlossen werden, so Justizminister Maas.

(09.01.2016)

In Stockholm sollen Gruppen mehrheitlich afghanischer Verdächtiger ähnlich wie in Köln Frauen eingekreist, unsittlich berührt und ausgeraubt haben, und zwar bereits im Sommer. Die Polizei räumte ein, dass sie Informationen aus politischen Gründen verschwiegen hat. 

Bereits mehrere Monate vor den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht soll es in Stockholm zu ähnlichen Vorfällen gekommen sein. Bei Musikfestivals in Stockholm im August 2014 und 2015 habe es 38 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe gegeben, in zwei Fällen wurden Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht. Die Polizei wies aber den Vorwurf zurück, diese bisher verheimlicht zu haben. Die Zeitung "Dagens Nyheter" hatte am Wochenende als erste über die Vorfälle berichtet.

Afghanische Asylbewerber im Verdacht

"Wir hätten die Informationen veröffentlichen müssen", sagte ein Polizeisprecher. Doch tatsächlich hatte die Polizei nach den Festivals jeweils nur mitgeteilt, es habe "angesichts der vielen Teilnehmer relativ wenige Delikte und Festnahmen gegeben". Wie viele Verdächtige tatsächlich festgenommen wurden, sei nie festgehalten worden. Es ist zu keiner Verurteilung gekommen.

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Die Zeitung "Dagens Nyheter" zitierte aus einem Polizeibericht, der Verdacht habe sich gegen eine Gruppe von rund 50 jungen Asylbewerbern aus Afghanistan gerichtet. Wegen der großen Menschendichte seien die Ermittlungen schwierig gewesen.

"Ein Problem der Demokratie"

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven reagierte erbost auf die Enthüllung. Er empfinde eine "große Wut", dass junge Frauen nicht auf ein Musikfestival gehen können, "ohne belästigt oder angegriffen zu werden". Dass die Polizei die Vorfälle unter den Teppich gekehrt habe, sei "ein Problem der Demokratie für unser Land".

An Silvester war es in Köln rund um den Hauptbahnhof aus einer großen Menschengruppe heraus zu vielen sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen. Hunderte Anzeigen gingen inzwischen ein - mehrere dutzend Tatverdächtige unter anderem aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum wurden identifiziert. Die Polizei hatte das Ausmaß der Gewalt zunächst zurückgehalten.

12.01.2016, Quelle: afp, ap
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