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Nach Anschlägen Hunderte Hooligans stören Trauer in Brüssel

VideoBrüssel: Rechte Randale an Gedenkort
Rechte Hooligans attackieren an einem Gedenkort für die Opfer der Brüsseler Terroranschläge einen Mann.

In Brüssel haben hunderte rechte Hooligans an einem Gedenkort für die Terroropfer der Terroranschläge am Dienstag randaliert. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und nahm rund zehn Menschen fest.

(27.03.2016)

VideoTerrorverdächtiger festgenommen
Ein Bild einer Sicherheitskamera zeigt die Mutmaßlichen Täter des Attentats im Brüsseler Flughafen.

Bei einem in Brüssel festgenommen Mann soll es sich belgischen Medien zufolge um einen der Flughafen-Attentäter handeln. Parallel zu den Ermittlungen läuft die Fehlersuche bei den Behörden.

(26.03.2016)

VideoOstern vom Terror überschattet
Poliezistreife vor dem Brandenburger Tor

Flüge von Frankfurt nach Brüssel abgesagt, Kontrollen an der deutsch-belgischen Grenze, in Berlin massive Polizeipräsenz vor dem Länderspiel gegen England – der Terror hallt auch an Ostern nach.

(26.03.2016)

VideoFahndung nach Komplizen
Nach dem Terror von Brüssel fahnden die Behörden weiter nach Komplizen und Hintermännern. Vier Tage nach den Anschlägen ist aber weiter unklar, wie viele Extremisten noch auf der Flucht sind.

Nach dem Terror von Brüssel fahnden die Behörden weiter nach Komplizen und Hintermännern. Vier Tage nach den Anschlägen ist aber weiter unklar, wie viele Extremisten noch auf der Flucht sind.

(26.03.2016)

Mehrere Hundert offenbar rechtsextreme Hooligans haben das Gedenken auf dem Brüsseler Börsenplatz gestört. Im Fernsehen waren teilweise vermummte Personen zu sehen, die Hassparolen grölten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga handelte es sich um rund 450 Personen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. 

Der Börsenplatz in der Brüsseler Innenstadt ist nach den Anschlägen zum Gedenkort geworden. Kerzen, Botschaften und Blumen erinnern an die Toten. Ausgerechnet hier rückten nun aggressive Unruhestifter an. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei. Polizisten mit Helmen, Gummiknüppeln, Schutzschilden und Wasserwerfern rückten an und drängten die Hooligans innerhalb kurzer Zeit vom Platz.

Hassparolen und Hitlergrüße

Die Unruhestifter skandierten: "Belgische Hooligans. Wir sind hier zu Hause" und "Alle gemeinsam gegen den Islamischen Staat". Medien vor Ort berichteten von ausländerfeindlichen Slogans und vereinzelten Hitlergrüßen.

Der Bürgermeister des Ortes Vilvoorde nördlich von Brüssel Hans Bonte gab nach einem Bericht der Zeitung "La Libre" an, es handele sich um "rechtsextreme Hooligans verschiedener Fußballvereine der ersten Liga". Die Störer kamen nach einem Bericht der Agentur Belga aus Antwerpen im Norden des Landes.

Trauerfeier trotz Absage von Gedenkmarsch

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Trotz der Absage des geplanten Gedenkmarschs "Gegen die Angst" für die Opfer der Terroranschläge hatten sich am Nachmittag mehrere Hundert Menschen an der Börse versammelt. Sie setzten den Hooligans nach Berichten von Reportern des Senders Euronews Slogans wie "Brüssel multikulturell" entgegen.

Der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur zeigte sich entsetzt: "Ich bin schockiert über den Vorfall, festzustellen, dass solche Widerlinge anreisen, um die Bewohner an ihren Gedenkorten zu provozieren." Die Behörden seien am Vortag darüber informiert worden, dass mit den Störern zu rechnen sei. Dennoch sei die Anreise nicht verhindert worden, beklagte Mayeur, der von der belgischen Regierung Konsequenzen forderte.

Bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation hatten Selbstmordattentäter am Dienstag 28 Menschen getötet. Die Börse in der Brüsseler Innenstadt ist in den Tagen danach zum Ort des Gedenkens geworden, an dem Menschen Blumen niederlegen und Kerzen aufstellen. Die Fassade des Gebäudes und der Boden davor sind mit Trauerbotschaften in Kreide bedeckt.

27.03.2016, Quelle: dpa
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