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merkzettel

Selbstmordattentat in Ankara Nach Anschlag: Dutzende Kurden festgenommen

BildTrauer in Ankara
Trauernde in einer Moschee in Ankara am 14.03.2016

(Quelle: reuters)

VideoAnschlag erschüttert Ankara
Trauernde Menschen nach dem Selbstmordanschlag in Ankara.

Der Terror in Ankara hält weiterhin an. Nach einem Selbstmordanschlag im Zentrum der Hauptstadt am Sonntag, gibt es mittlerweile 37 Tote. Die Regierung vermutet kurdische Extremisten als Täter.

(14.03.2016)

VideoTote bei Explosion in Ankara
ZDF-Korrespondent Roland Strumpf zum Anschlag in Ankara.

Ein Terroranschlag in Ankara hat viele Todesopfer gefordert. Durch höhere Präsenz wollte die Polizei nach dem letzten Anschlag weitere verhindern, sagt ZDF-Korrespondent Roland Strumpf.

(13.03.2016)

VideoTerror in der Türkei
Bewaffnete Polizei in der Türkei

Im Südosten der Türkei herrscht Bürgerkrieg. Ankara fährt Panzer auf und die Kurden setzen sich ähnlich brutal zur Wehr. Trägt die türkische Politik zu den aktuellen Ereignissen bei?

(12.01.2016)

Nach dem Anschlag in Ankara hat die türkische Luftwaffe PKK-Stellungen im Nordirak bombardiert. Die türkische Regierung vermutet kurdische Extremisten hinter dem Selbstmordattentat, das nach jüngsten Angaben 37 Menschen das Leben kostetete. Dutzende verdächtige Kurden wurden festgenommen. 

Elf Kampfflugzeuge flogen nach türkischen Angaben im Norden des Iraks Angriffe auf Ziele der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK: 18 Munitionslager, Bunker und Unterstände sowie eine mutmaßliche Kommandozentrale. Zuvor hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan ein entschlossenes Vorgehen gegen den Terror angekündigt. Er werde den "Terrorismus in die Knie zwingen", erklärte er. Die Türkei werde ihr Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen, um künftige Attacken zu verhindern.

Festnahmen in Istanbul

Die Attacke hatte sich am Sonntag nahe mehreren Bushaltestellen im Herzen Ankaras ereignet. Mehr als 120 Personen wurden verletzt. Bei zwei der Toten soll es sich um die Angreifer handeln, einer von ihnen soll eine Frau gewesen sein. In der Umgebung des Tatorts liegen Regierungsgebäude und Ministerien. TV-Sender meldeten, ein offenbar mit Sprengstoff beladenes Auto sei in der Nähe eines Busses in die Luft geflogen. Mehrere Fahrzeuge fingen Feuer.

Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu sagte am Montagmorgen, drei weitere Verletzte seien gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 37. Die Polizei sperrte den Boulevard, auf dem der Anschlag verübt worden war. Dort suchten Experten nach Spuren. Laut Anadolu wurden in Istanbul 15 mutmaßlich militante Kurden festgenommen. In der südtürkischen Stadt Adana nahmen Sicherheitskräfte mindestens 36 Personen in Gewahrsam, wie die private Nachrichtenagentur Dogan meldete.

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Dritter Anschlag binnen fünf Monaten

Das Attentat wurde verübt, während sich türkische Sicherheitskräfte auf eine großangelegte Aktion gegen mutmaßliche Extremisten in den kurdischen Städten Yüksekova und Nusaybin vorbereiteten. Viele Einwohner flohen, während vor den Orten Panzer auffuhren und Ausgangsverbote verhängt wurden.

Es war bereits der dritte schwere Anschlag in der türkischen Hauptstadt binnen fünf Monaten. Erst vor drei Wochen hatte ein Attentat auf einen Militärkonvoi in Ankara 29 Menschen getötet. Im Oktober hatten bei einem Angriff auf eine kurdische Friedensdemonstration 102 Menschen ihr Leben verloren. Damals fiel der Verdacht ebenfalls auf kurdische Extremisten oder Angehörige der IS-Terrormiliz. Diese soll nach Darstellung der Türkei auch hinter einem Selbstmordattentat vor der Blauen Moschee in Istanbul im Januar stehen, bei dem elf Deutsche getötet wurden.

14.03.2016, Quelle: ap
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