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Nach Festnahmen in Belgien Terrorspur nach Ulm und ein schrecklicher Verdacht

BildHauptbahnhof in Ulm
Archiv: Der Hauptbahnhof in Ulm am 04.06.2014

Am 2. Oktober 2015 fuhr Salah Abdeslam nach ZDF-Informationen zum Ulmer Hauptbahnhof. Was er dort wollte, ist unbekannt.

(Quelle: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

VideoAbdeslam festgenommen
Der Polizeieinsatz in Brüssel, bei dem Salah Abdeslam festgenommen wurde.

Salah Abdeslam, einer der Hauptverdächtigen der Terroranschläge von Paris, konnte in Brüssel gefasst werden. Er soll mehrere der Attentäter mit dem Auto nach Paris gebracht haben.

(18.03.2016)

von Elmar Theveßen

Mit den Festnahmen in Brüssel ist den Fahndern ein wichtiger Schlag gegen den IS in Europa gelungen. Er könnte dazu beitragen, weitere Terrorpläne zu vereiteln. Dabei spielen auch Querverbindungen nach Deutschland eine Rolle, an deren Aufklärung deutsche Ermittler fieberhaft arbeiten. 

Elmar Theveßen ist stellvertretender Chefredakteur des ZDF.

Um 16.40 Uhr am Freitagnachmittag machte die belgische Polizei einen vielleicht viel wichtigeren Fang, als bisher öffentlich bekannt ist. In der Rue des Quatre-Vents im Brüsseler Vorort Molenbeek stellte ein Spezialkommando den mutmaßlichen Cheflogistiker der Pariser Terrorzelle, Salah Abdeslam. In dem Haus, aus dem er gerade geflüchtet war, überwältigten Beamte einen weiteren Verdächtigen, der gefälschte belgische Pässe mit den Namen Monir Ahmed Al-Hadj und Amine Choukri besaß und offenbar engster Komplize des meistgesuchten Terroristen Europas war. Die Fahnder sind überglücklich, dass sie die beiden lebend fangen konnten, denn gemeinsam sind sie möglicherweise der Schlüssel zu weiteren Terrorplänen, die der IS für Europa geschmiedet hat.

Fahrt zum Ulmer Hauptbahnhof

Am 2. Oktober 2015 fuhr Salah Abdeslam mit einem Mietwagen von Brüssel ins baden-württembergische Ulm. Die Fahrt, die einen kurzen Halt an einer Autobahnraststätte beinhaltete, führte nach ZDF-Informationen zum Ulmer Hauptbahnhof. Am 3. Oktober wurde das Fahrzeug von der deutschen Polizei kontrolliert, die dabei auch die Fingerabdrücke der Insassen registrierte - neben denen von Salah Abdeslam auch die seines Begleiters Amine Choukri. Weil beide nicht zur Fahndung ausgeschrieben waren, blieben sie unbehelligt. Im Verlauf des 3. Oktober kehrten sie nach Brüssel zurück.

Rückzieher vor Selbstmordanschlag

Salah Abdeslam hat sich während der Pariser Anschläge vom 13. November in die Luft sprengen wollen, aber im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Das teilte der französische Staatsanwalt François Molins mit. Demnach hat der 26-Jährige nach seiner Festnahme in Belgien den dortigen Ermittlern gesagt, er habe sich am Fußballstadion in Paris in die Luft sprengen sollen.

Doch habe er die Sprengstoffweste in der Nacht weggeworfen, nachdem er andere Attentäter zu Anschlagsorten gefahren hatte. Sein Bruder Brahim gehörte zu den Attentätern, die sich am 13. November in die Luft sprengten. Bei der Anschlagsserie starben 130 Menschen. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte sich dafür verantwortlich erklärt.

Hatte Abdeslam den Mann mit dem falschen Namen Choukri am Bahnhof abgeholt oder waren sie beide zusammen nach Ulm gekommen? Warum? Wollten sie eine andere Person abholen, die mit dem Zug nach Deutschland gereist war? Warum nahmen sie dafür eine so lange Autofahrt in Kauf - jeweils sechs Stunden für den Hin- und Rückweg? Ein Bahnfahrer hätte sich doch auch in Koblenz, Trier oder Aachen abholen lassen können.

Oder diente der Bahnhof nur als Treffpunkt mit einer Person aus der Ulmer Islamistenszene? Immerhin gilt die Stadt seit vielen Jahren als Hochburg der Islamisten, von denen einige für den IS in Syrien kämpfen - unter ihnen Reda Seyam, der bis zu seinem Tod vor einigen Monaten "Bildungsminister" des Islamischen Staates war. In Ulm hatten auch Mitglieder der sogenannten Sauerlandzelle gelebt, deren geplante Anschläge gegen US-Militärbasen im September 2007 vereitelt werden konnten.

Balkan - Ulm - Paris?

In der Stadt wohnt weiterhin ein Mann, der intensive Kontakte mit Islamisten auf dem Balkan pflegt. Immerhin sollen sowohl die Waffen für die Anschläge von Paris als auch einige der Attentäter über die Balkanstaaten bis nach Frankreich gelangt sein. Gibt es dabei irgendwelche Querverbindungen nach Ulm? Einige Tage nach den Anschlägen von Paris am 13. November 2015 hatte die belgische Polizei die Daten der Mietwagenfahrt an deutsche Behörden weitergegeben. Der Abgleich mit den Datenbanken hier erbrachte den Treffer zur Fahrzeugkontrolle in Ulm. Nach Informationen des SWR gehen deutsche Sicherheitsbehörden dem Verdacht nach, dass Abdeslam aus einer Flüchtlingunterkunft in Ulm drei Personen abgeholt haben könnte, die bei einer Anwesenheitskontrolle am 3. Oktober 2015 offenbar fehlten. Bisher können die Ermittler nicht eindeutig sagen, was genau hinter dem Trip nach Ulm steckt.

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Dabei könnte vor allem Amine Choukri wichtige Hinweise auf weitere Terrorpläne des IS in Europa liefern. Seine Fingerabdrücke hatten belgische Ermittler am 26. November 2015 in einer Wohnung im beschaulichen Örtchen Auvelais, rund 60 Kilometer südlich von Brüssel gefunden. Bei dem Mieter des Hauses, das offenbar als eines von zahlreichen Verstecken der Attentäter von Paris diente, entdeckte die Polizei ein Video, zehn Stunden lang, die durchgehende Einstellung eines Hauseingangs mit dem davorliegenden Straßenabschnitt. Immer wieder sah man Personen rein- und rausgehen, Mitglieder einer Familie. Anhand der vorbeifahrenden Busse konnten die Ermittler den genauen Standort des Hauses ausfindig machen. Als sie erkannten, wen die Terroristen ausgespäht hatten, läuteten alle Alarmglocken.

Nuklearforscher im Visier

Ziel der Überwachungsaktion war ein Direktor des Belgischen Nuklearforschungszentrum SCK-CEN in Mol, nordöstlich von Brüssel, rund 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. War sein Tagesablauf studiert worden, um ihn oder Familienmitglieder als Geiseln zu nehmen? Sollte er den Islamisten Zugang zum Hochsicherheitstrakt der Forschungseinrichtung verschaffen? Wollten sie die Anlage besetzen und in die Luft sprengen? Sollte der Wissenschaftler radioaktive Stoffe entwenden für den Bau einer sogenannten schmutzigen Bombe, bei dem Strahlenmaterial mit konventionellem Sprengstoff kombiniert wird? Sollte er möglicherweise sogar bei der Herstellung helfen?

Amine Choukri, der enge Komplize von Salah Abdeslam könnte diese Fragen vielleicht beantworten. Deshalb ist der Fahndungserfolg von Freitag der wichtigste Fang, den die Ermittler bisher gemacht haben. Er könnte sie auf die Spur von möglichen Anschlägen mit nicht-konventionellen Waffen in Westeuropa führen. Sollte der IS solch einen Angriff planen, wäre dies eine nie gekannte Eskalationsstufe, deren Ausführung die Fahnder um jeden Preis verhindern wollen.

Der mutmaßliche Attentäter Abdeslam

Welche Rolle spielte er in Paris?

Archiv - Von der französischen Polizei am 13.11.2015 veröffentlichtes Fahndungsfoto des mutmasslichen Attentäters Salah Abdeslam

Abdeslam soll bei den Anschlägen von Paris eine zentrale Rolle gespielt haben. Sein Bruder Brahim war einer der Selbstmordattentäter, die sich am 13. November in Paris in die Luft sprengten. Salah Abdeslam selbst organisierte zumindest zwei Mietautos und zwei Zimmer, die von den Kommandos genutzt wurden.Am Abend der Anschläge soll er die Stade-de-France-Angreifer mit einem Renault zum Fußballstadion gefahren haben. Womöglich sollte auch er sich in die Luft sprengen: Ein im Pariser Vorort Montrouge gefundener Sprengstoffgürtel gehörte möglicherweise ihm. Abdeslam wurde am Tag nach den Anschlägen von Gehilfen von Paris aus zurück nach Belgien gefahren - und schlüpfte sogar durch mehrere Polizeikontrollen, weil nach ihm noch nicht gefahndet wurde.

Wie ging es nach den Anschlägen weiter?

Seine Gehilfen setzten Abdeslam am frühen Nachmittag des 14. November im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek ab. Medienberichten zufolge soll er sich dann drei Wochen in einer Wohnung versteckt haben, in der die Ermittler am 10. Dezember seine Fingerabdrücke sicherstellten.

Doch dann verlor sich seine Spur - bis die Ermittler am Dienstag in einer Wohnung im Brüsseler Vorort Forest offenbar eher zufällig fündig wurden. Belgische und französische Polizisten wollten im Zuge der Ermittlungen zu den Pariser Anschlägen eine Wohnung durchsuchen, die sie für leer hielten, und gerieten unter Beschuss. Vier Polizisten wurden verletzt, ein Verdächtiger getötet. Zwei Menschen konnten fliehen - unter ihnen offenbar Abdeslam. Seine Fingerabdrücke wurden in der Wohnung gefunden. Am Freitag wurde Abdeslam dann bei einem Großeinsatz in Molenbeek gefasst und verletzt.

Islamistenszene in Molenbeek

In dem wegen seiner Islamistenszene berüchtigten Stadtteil war der Franzose marokkanischer Abstammung aufgewachsen. Bekannte beschreiben ihn als eher gewöhnlichen Jugendlichen, der wie sein Bruder Brahim gerne Fußball spielte, abends ausging und mit Frauen anbändelte. Von einer islamistischen Radikalisierung bemerkte lange niemand etwas.

Radikalisierung

Dann lernte er Abdelhamid Abaaoud kennen, der später einer der bekanntesten belgischen Dschihadisten werden sollte und als Drahtzieher der Anschläge von Paris gilt. Wegen eines Raubes landeten beide 2010 hinter Gittern. Nachdem er später einige Zeit als Techniker bei den Brüsseler Verkehrsbetrieben gearbeitet hatte, übernahm Abdeslam zusammen mit seinem Bruder Brahim eine Bar in Molenbeek, das "Les Béguines". Dort soll viel Haschisch konsumiert worden sein - im November 2015 wurde die Bar nach dem Fund halbgerauchter Joints dichtgemacht. Da hatten sich die Brüder aber bereits aus dem Geschäft zurückgezogen - vermutlich bereiteten sie die Anschläge von Paris vor.
(Quelle: afp)

19.03.2016
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