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Dienstreise Mexiko: Franziskus kritisiert Korruption

BildPapst Franziskus in Mexiko
Papst Franziskus in Mexiko

(Quelle: ap)

VideoPapst trifft Patriarch Kirill
Papst Franziskus trifft Patriach Kirill I. in Havanna

Zum ersten Mal sind ein römischer Papst und ein Moskauer Patriarch zusammengetroffen. Die Begegnung mit Kyrill I. soll das Ende der jahrhundertlangen Eiszeit zwischen beiden Kirchen beenden.

(12.02.2016)

VideoTreffen von Papst und Patriarch
Papst Franziskus und der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I.

Erstmals seit der Kirchen Spaltung vor rund tausend Jahren treffen sich heute Papst Franziskus und der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill zu Gesprächen auf Kuba.

(12.02.2016)

Zu Beginn seines mehrtägigen Aufenthalts in Mexiko hat der Papst eine Botschaft für die Regierenden: Der Staat müsse mehr für die Menschen tun. Und er nennt die Probleme des Landes auch beim Namen. 

Papst Franziskus hat zum Auftakt seines Besuchs in Mexiko Korruption und eine fehlende gesellschaftliche Solidarität kritisiert. Wichtig sei, dem Gemeinwohl zu dienen, sagte der 79-jährige Pontifex am Samstag in Mexiko-Stadt während einer Rede im Präsidentenpalast. In Anwesenheit von Präsident Enrique Peña Nieto und anderen ranghohen Staatsvertretern kritisierte Franziskus zudem die Gewalt und die soziale Ausgrenzung in dem Land.

Franziskus warnt vor Ungleichgewicht

Links
Vatikan-Blog "Papstgeflüster"
Immer wenn es Vorteile für nur Wenige gebe, "wird früher oder später das Leben in der Gesellschaft zu einem fruchtbaren Boden für die Korruption, den Rauschgifthandel, die Exklusion verschiedener Kulturen und für die Gewalt", sagte der Papst. Das schließe den Menschenhandel, die Entführung und den Tod mit ein. Dies "verursacht Leid und bremst die Entwicklung", mahnte er.

Begeisterte Menschen hatten Franziskus zuvor bei seiner Fahrt im Papamobil durch die Straßen zugejubelt. "Mexiko liebt Sie", versicherte ihm Staatschef Peña Nieto nach der Willkommenszeremonie. Der Argentinier war am Freitagabend für einen mehrtägigen Besuch in Mexiko (bis 18.02.) eingetroffen.

Brisante Agenda

Im Mittelpunkt der Reise ins Land mit der zweitgrößten katholischen Bevölkerung der Welt stehen brisante Themen wie die Drogengewalt und die Migration. In Mexiko tobt seit Jahren ein blutiger Krieg zwischen Staat und mächtigen Drogenkartellen, in manchen Regionen ist der Staatsapparat von kriminellen Banden unterwandert.

Weitere Links zum Thema
Auf dem Weg nach Mexiko hatte Franziskus am Freitag ein Stück Kirchengeschichte geschrieben: Während eines kurzen Stopps in dem sozialistischen Kuba war er erstmals mit dem russischen Patriarchen Kirill zu einem persönlichen Gespräch zusammengekommen.

Meilenstein in Havanna

Die Begegnung in Havanna gilt als Meilenstein - seit der Kirchenspaltung vor fast 1.000 Jahren hatte es noch nie ein Treffen zwischen einem Papst und einem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche gegeben. Gemeinsam hatten Franziskus und Kirill zum Schutz der Christen vor allem im Nahen Osten aufgerufen.

Am Abend (Ortszeit, Sonntag MEZ) stand für Franziskus sein erster großer öffentlicher Auftritt in Mexiko auf dem Programm: Bei einer Messe in der Basilika der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt wurden Zehntausende Gläubige erwartet.

13.02.2016, Quelle: dpa
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