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Wetterkapriolen Blitzeis: "Es ist vorerst überstanden"

VideoErst Eis, dann Tau in Berlin
Ein Räumfahrzeug fährt am 23.01.2016 auf einem verschneiten Gehweg in Berlin an einem Fahrradständer vorbei

Zuerst Blitzeis, dann Tau-Matsch: Wetterimpressionen aus Berlin

(22.01.2016 Quelle: dpa)

VideoGefährliches Blitzeis
3D Grafik: Blitzeis

Wann bildet sich das gefährliche Biltzeis?

(22.01.2016)

VideoWinterreifen im Test
Autoreifen auf regennassem Asphalt

Auch wenn der Winter noch nicht da ist - die Temperaturen sinken und die Sommerreifen sind langsam passé. Wie passend, dass ADAC und Stiftung Warentest aktuell 35 Winterreifen getestet haben.

(25.09.2015)

Vom Frost-Schock flugs in Frühjahrs-Temperaturen: Nachdem am Morgen tückisches Blitzeis bundesweit für Hunderte Unfälle und unfreiwillige Rutschpartien gesorgt hatte, geben Wetter-Experten jetzt Entwarnung: "Es ist vorerst überstanden." 

Schnee und Regen haben sich nach Polen, Tschechien und Österreich verabschiedet. Es wird milder, die Temperaturen steigen am Sonntag auf bis zu acht Grad. Noch wärmer wird es am Montag: "Besonders im Westen könnte sich dieser Tag bei viel Sonnenschein und Werten von 9 bis 13 Grad frühlingshaft mild anfühlen", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes.

Zwar werde es auch am Sonntag weiter zu Sprühregen kommen, dieser friere aber nicht mehr sofort fest. Nur in Bayern könne es noch einmal glatt werden, hieß es weiter. Und ein neuer Wintereinbruch ist vorerst nicht in Sicht.

Dutzende Menschen verletzt

Am Morgen hatten Blitzeis und Schnee bundesweit zu Hunderten Unfällen geführt. Erhebliche Probleme gab es seit dem späten Freitagabend vor allem im Südwesten und Osten. Dutzende Menschen wurden verletzt, die meisten davon leicht. Das ganz große Chaos sei aber ausgeblieben, hieß es.

Vielerorts in Deutschland wurden allerdings nach Unfällen Autobahnen zeitweise gesperrt, Winter- und Abschleppdienste waren im Dauereinsatz. Auch der Flugverkehr war zum Teil betroffen. Mit Kranwagen wurden umgekippte oder in Böschungen gerutschte Lastwagen geborgen. In Stuttgart wurde ein Auto aus dem Neckar geholt.

Links
Blitzeis-Schock: Viele Unfälle

Schnee und Regen auf gefrorenem Boden verwandelten Straßen und Gehwege vielerorts in gefährliche Rutschbahnen. Allein in Baden-Württemberg wurden bis zum Mittag mehr als 300 Unfälle erfasst, in Hessen mehr als 200, in Rheinland-Pfalz mehr als 100.

Mindestens fünf Menschen seien schwer, viele weitere leicht verletzt worden, hieß es beim Innenministerium in Baden-Württemberg. Der Gesamtschaden belaufe sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Keine Post in München

Auf Nummer sicher ging die Deutsche Post in München: Im kompletten Stadtgebiet trugen die Briefträger am Samstag keine Sendungen aus. Die Münchner Abteilungsleiter hätten entschieden, dass die Arbeit für die Mitarbeiter unter den herrschenden Wetterbedingungen zu gefährlich sei, sagte ein Pressesprecher.

Der DWD hatte Blitzeis in weiten Teilen Deutschlands von Freitagabend an angekündigt. Blitzeis entsteht, wenn es nach einer winterlichen Kälteperiode wieder wärmer wird und Niederschlag als Regen auf den gefrorenen Boden trifft. In einigen Regionen schneite es zunächst noch.

So wird das Wochenende

Samstag

Wetterkarte

Am Samstag gibt es von der Ostsee bis zu den Alpen zunächst noch Regen oder Schnee. Dabei besteht Glättegefahr! Sonst ist es meist bedeckt oder neblig-trüb, im Nordwesten sowie am Ober-Rhein gibt es auch zeitweise Sonnenschein. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 0 und 9 Grad.

Sonntag

Wetterkarte

Am Sonntag bleibt es meist bedeckt oder neblig trüb. Im Westen und im Norden fällt zeitweise Regen. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 1 und 8 Grad.

(Quelle: ZDF)

23.01.2016, Quelle: dpa, ZDF
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