27.06.2016
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merkzettel

Studie zu Schengen-Aus Grenzkontrollen würden Milliarden kosten

BildGrenzkontrollen durch Bundespolizei
Beamte der Bundespolizei kontrollieren am 14. November den Grenzübergang "Goldene Bremm" bei Saarbrücken

(Quelle: dpa)

InteraktivMehrheit für Grenzkontrollen
Wiedereinführung von Grenzkontrollen fänden

Eine Mehrheit der Befragten befürwortet eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen in der EU. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer.

(Quelle: ZDF)

VideoFlüchtlinge: Gegen Durchwinken
Flüchtlingsbild vom World Press Photo Award

Großes Thema auf dem EU-Gipfel in Brüssel ist der bessere Schutz der EU-Außengrenzen. Laut Beschlussentwurf soll ein Weiterreichen von Staat zu Staat nicht mehr möglich sein.

(18.02.2016)

VideoEuropa: Countdown für Schengen?
Viele Länder Europas haben in Folge der Flüchtlingskrise wieder Grenzkontrollen eingeführt.

Die grenzenlose Freiheit in Europa könnte infolge der Flüchtlingskrise bald der Vergangenheit angehören. Nach und nach führen Europas Staaten die Grenzkontrollen wieder ein. Eine Kettenreaktion?

(24.01.2016)

Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Europa würde die deutsche Volkswirtschaft binnen zehn Jahren 77 Milliarden Euro kosten - im günstigsten Fall. Das haben Experten für die Bertelsmann Stiftung errechnet. 

Die dauerhafte Rückkehr zu innereuropäischen Grenzkontrollen würde das wirtschaftliche Wachstum einer Studie zufolge europaweit erheblich drosseln. Allein für Deutschland wären bis zum Jahre 2025 summierte Wachstumsverluste zwischen 77 und 235 Milliarden Euro zu erwarten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Prognos AG im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Am Ende zahlen alle

Ein Ende des Schengener Abkommens würde zu Wachstums- und Wohlstandsverlusten führen. "Wenn die Schlagbäume innerhalb Europas wieder runtergehen, gerät das ohnehin schwache Wachstum in Europa noch stärker unter Druck. Am Ende zahlen alle Menschen die Rechnung", betonte Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung. So würde die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu massiven Kosten- und Preissteigerungen führen, die sich negativ auf das Wirtschaftswachstum in Europa auswirken würden.

Schon in einem optimistischen Szenario mit einem moderaten Anstieg der Preise für aus dem europäischen Ausland importierte Güter um lediglich ein Prozent wären die damit verbundenen Wachstumseinbußen erheblich. Für Frankreich lägen sie bei 80,5 Milliarden Euro. Für die EU insgesamt summierten sich die Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) innerhalb von zehn Jahren auf rund 470 Milliarden Euro.

Höhere Personalkosten durch längere Wartezeiten

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In einem pessimistischen Szenario wird von einem Anstieg der Importpreise um drei Prozent ausgegangen. Dabei würden sich die BIP-Einbußen in Deutschland auf 235 Milliarden Euro aufsummieren. In Frankreich lägen sie bei 244 Milliarden Euro und für die EU bei 1,4 Billionen Euro. Ausgangspunkt der Berechnungen sind die Zeitverluste, die sich aus den Kontrollen an den Grenzen innerhalb Europas ergäben.

Längere Wartezeiten bedeuten für die Unternehmen höhere Personalkosten. Zudem müssen die Lagerbestände erhöht werden, weil Just-in-time-Lieferungen nicht mehr garantiert werden können. Die Berechnungen wurden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung von der Prognos AG mit Hilfe eines makroökonomischen Modells durchgeführt, das 42 Länder und damit mehr als 90 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung abdeckt.

21.02.2016, Quelle: dpa
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