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Sachsen Suizid von Jaber Albakr: Viele offene Fragen

VideoOffene Fragen: Suizid von Jaber A.
Ein Foto der Jusitzvollzugsanstalt bei Nacht in der sich der Selbstmord ereignete.

Der Suizid des Terrorverdächtigen Jaber A. hat viele empört. Politiker und Sicherheitsexperten kritisieren die Behörden, wie ein solch ein brisanter Häftling in Gewahrsam zu Tode kommen kann.

(13.10.2016)

VideoJaber Albakr begeht Selbstmord
Collage: Schild und JVA

Der syrische Terrorverdächtige Jaber Albakr hat sich in der Justizvollzugsanstalt Leipzig das Leben genommen. Er soll sich in seiner Zelle erhängt haben. Die akute Suizidgefahr soll bekannt gewesen sein.

(13.10.2016)

VideoFall Albakr: Fassungslosigkeit
Michael Bewerunge und Dunja Hayali

"Jaber A.'s Anwalt spricht nicht von Justizversagen. Er will erst einmal die Fakten prüfen. Der Verdächtige soll im Hungerstreik gewesen sein und randaliert haben", so ZDF-Reporter Michael Bewerunge.

(13.10.2016)

Video"Versagen der Behörden"
Elmar Theveßen

"Eigentlich müsste der Verdächtige unter 24-Stunden Beobachtung stehen. Offenbar wurde aber nur jede Stunde einmal kontrolliert", so ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theveßen zum Selbstmord von Jaber Albakr.

(13.10.2016)

Nach dem Selbstmord des Terrorverdächtigen Jaber Albakr in einem Leipziger Gefängnis gibt es viele offene Fragen. "Beispiellose Aneinanderreihung von Polizei- und Justizversagen", heißt es aus der SPD. Sachsens Ministerpräsident Tillich verteidigt dagegen das Vorgehen der Landesbehörden. 

"Fassungslos über die fortgesetzten Pannen in Sachsen" zeigt sich der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Jaber Albakr in der Leipziger Justizvollzugsanstalt. Es handele sich um eine "beispiellose Aneinanderreihung von Polizei- und Justizversagen", erklärte Oppermann. Es fehle in Sachsen "offensichtlich jede Voraussetzung für eine professionelle Terrorbekämpfung". Zuvor hatten schon Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und die Opposition im sächsischen Landtag eine umfassende Aufklärung der Vorfälle gefordert.

Streit um Verantwortung

Der 22-jährige Syrer, der in der Nacht zum Montag unter Terrorverdacht festgenommen wurde, hatte sich am Mittwochabend in seiner Zelle erhängt. Die Regierung in Sachsen streitet über die Verantwortung der Justiz. Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) beteuerte in Dresden, man habe nach jetzigem Stand alles getan, um einen Suizid zu verhindern. 

Dagegen machte Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) eine falsche Einschätzung in der Justizvollzuganstalt für die Tat mitverantwortlich. "Es ist offensichtlich zu einer Reihe von Fehleinschätzungen sowohl über die Bedeutung als auch über den Zustand des Gefangenen gekommen", sagte Dulig. Es könne nicht sein, dass ein unter Terrorverdacht stehender Mann wie ein Kleinkrimineller behandelt werde.

"Der aktuell wohl brisanteste Gefangene der Bundesrepublik stand unter Verdacht, einen Sprengstoffanschlag zu planen und damit nicht nur sein eigenes, sondern das Leben vieler unschuldiger Menschen zu opfern. Schon damit hatte sich die Frage nach möglicher Suizidgefahr des Gefangenen geklärt", meinte der Wirtschaftsminister. Dagegen hatten Gemkow und der Leiter der Justizvollzugsanstalt Rolf Jacob erklärt, eine - allerdings im Umgang mit Terroristen unerfahrene - Psychologin habe keine akute Selbstmordgefahr festgestellt. 

Umfassende Aufklärung gefordert

Dulig sagte, er erwarte eine schnelle und umfassende Aufklärung - nicht nur der Justiz. Das Vertrauen in die Arbeit der sächsischen Polizei und auch der Justiz müsse wiederhergestellt werden. Rasche Aufklärung forderte auch Bindesinnenminister Thomas de Maizière. Der Suizid sei ein Rückschlag im Anti-Terror-Kampf, sagte der CDU-Politiker im ZDF. "Die Ermittlungen jedenfalls sind dadurch erschwert worden." Es werde nun schwerer, mögliche weitere Tatbeteiligte, Hintermänner und Netzwerke zu finden. Jaber Albakr wird verdächtigt, einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen geplant und bereits weitestgehend vorbereitet zu haben.

Weitere Links zum Thema

Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz sprach von einem "Fiasko" für die sächsische Justiz. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) verwahrte sich gegen die Vorwürfe: "Die pauschale Kritik an der sächsischen Justiz, ohne die Vorgänge genau zu kennen, weise ich entschieden zurück.

Mit T-Shirt erhängt

Der Leipziger JVA-Chef Rolf Jacob sagte, Jaber Albakr habe sich mit einem T-Shirt an einem Gitter stranguliert. Seine Leiche werde obduziert. Zunächst sei der Gefangene alle 15 Minuten kontrolliert worden, am Mittwochnachmittag sei dann aber eine Expertenrunde zu dem Ergebnis gekommen, dass Kontrollen im Abstand von 30 Minuten ausreichten. Eine Auszubildende des Justizvollzugs habe dann bei einer vorgezogenen Kontrolle um 19.45 Uhr festgestellt, dass sich Jaber Albakr erhängt habe. Die Reanimation blieb erfolglos.

Eine abgerissene Deckenlampe durch Albakr in seiner Zelle und eine manipulierte Steckdose seien als Vandalismus eingestuft worden und nicht im Sinne einer Suizidgefährdung, erläuterte Jacob. Der JVA-Chef sagte, im Nachhinein könne man selbstkritisch fragen: "Waren wir vielleicht doch ein bisschen zu gutgläubig?" In Summe habe man sich jedoch an alle Vorschriften gehalten. Den Terrorverdächtigen in einem besonders geschützten Haftraum unterzubringen, sei aber nicht für notwendig erachtet worden. Zudem gebe es in der JVA keine videoüberwachten Räume. Dies sei für Untersuchungshafträume in Sachsen gesetzlich ausgeschlossen.

Am Samstag war ein erster Versuch der Polizei, Albakr in Chemnitz festzunehmen, gescheitert. In der Wohnung dort fand die Polizei 1,5 Kilogramm eines hochgefährlichen Sprengstoffs. Der Wohnungsmieter wurde als mutmaßlicher Komplize verhaftet. Er sitzt in der JVA Dresden in Untersuchungshaft und wird nun wegen möglicher Suizidgefahr durch eine Sitzwache dauerhaft kontrolliert.

Wie ordnet man Suizidgefährdung ein?

Es gehört zum täglichen Brot von Gefängnispsychologen, Einschätzungen zur Suizidgefährdung abzugeben. Marcus Rautenberg hat vier Jahre lang solche Gutachten für Justizvollzugsanstalten erstellt. Der Bundesvorsitzende des Verbandes Psychologischer Psychotherapeuten (VPP) kann einschätzen, wie schwierig solche Gutachten sind bei jemanden, der eine fremde Sprache spricht und zudem offenbar ein Selbstmordattentat plante.

"Häufigster Hinweis auf eine Selbstmordgefährdung ist die Aussage des Gefährdeten, dass er den Suizid plant. Denn sie haben Hoffnung, dass sich durch ihre Aussage noch etwas ändert. Allerdings gibt es eine kleine Gruppe Selbstmordgefährdeter, die sich dazu gerade nicht äußert - und das sind gerade diejenigen, die am stärksten gefährdet sind. Sie haben eben keine Hoffnung mehr, dass sich mit ihrer Aussage etwas ändert, sie haben mit dem Leben abgeschlossen oder aber sie haben sogar die Vorstellung haben, dass sich ihre Situation durch den Tod verbessert", sagt Rautenberg. 

Kommunikation über einen Übersetzer erschwere die Einschätzung einer Suizidgefährdung, da es bei dem Gespräch um Gedanken und Emotionen gehe, die Nachfragen und Interpretationen erforderten, sagt Rautenberg. "Aber die Arbeit mit einem Sprachmittler macht die Einschätzung nicht unmöglich. Auch nicht nach nur einem Gespräch. Es wird von uns erwartet, dass wir danach eine klare Einschätzung abgeben."

Aber jede Aussage, die eine Prognose beinhaltet, sei immer eine Wahrscheinlichkeitsaussage.  Und damit fehleranfällig.

Text: Britta Hilpert

Der Fall Albakr - eine Chronologie

12. Oktober 2016

Jaber Albakr

Jaber Albakr wird erhängt in seiner Zelle gefunden. Nach Angaben der Behörden hat er sich das Leben genommen. Der Vorfall habe sich am Mittwochabend in der Justizvollzugsanstalt Leipzig ereignet, teilte das sächsische Justizministerium mit.

10. Oktober 2016

Die Polizei nimmt den 22-Jährigen am frühen Morgen fest. Ein Gericht erlässt Haftbefehl wegen Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wurde ein großes Attentat verhindert. "Die Vorbereitungen in Chemnitz ähneln nach allem, was wir heute wissen, den Vorbereitungen zu den Anschlägen in Paris und Brüssel."

8. Oktober 2016

Die Polizei versucht, Jaber Albakr in der Wohnung eines Bekannten in Chemnitz festzunehmen. Ein Mann, möglicherweise Albakr, verlässt das Haus und flüchtet trotz Warnschuss. Der Syrer wird bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben. Die Beamten stellen in der Wohnung 1,5 Kilo TATP-Sprengstoff sicher, der kontrolliert gesprengt wird. Der Mieter der Wohnung, Khalil A., wird als mutmaßlicher Mittäter festgenommen. Zwei weitere Festgenommene kommen wieder frei.

7. Oktober 2016

Albakr will im Ein-Euro-Shop Heißkleber kaufen. Für die Ermittler ist das ein Signal, dass er eine Bombe fertigstellen will. Der Verfassungsschutz benachrichtigt die Polizei in Chemnitz über mutmaßliche terroristische Vorbereitungen in der sächsischen Stadt. Es bestehe der Verdacht, dass ein Sprengstoffgürtel kurz vor der Fertigstellung oder gar einsatzbereit sein könnte.

6. Oktober 2016

Das Bundesamt für Verfassungsschutz macht Jaber Albakr als Schlüsselfigur eines geplanten Anschlages des Islamischen Staates in Deutschland aus. Er soll sich gegen Züge oder Berliner Flughäfen richten. Albakr wird ab sofort rund um die Uhr observiert.

September 2016

Der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz werden auf den 22-Jährigen aufmerksam. Die Hinweise verdichten sich. Jaber Albakr recherchiert im Internet über die Herstellung von Sprengsätzen und beschafft - vermutlich mit einem 33-jährigen Komplizen - die Grundstoffe dafür.

9. Juni 2015

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt dem direkt am 19. Februar gestellten Asylantrag von Albakr statt. Der Syrer erhält einen auf drei Jahre befristeten Aufenthaltstitel.

10. März 2015

Jaber Albakr zieht nach Eilenburg in Nordsachsen.

13.10.2016, Quelle: ZDF, afp, dpa
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