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Neue Gewalt in Köln Unbekannte verletzen mehrere Ausländer

BildPolizei in Köln

(Quelle: dpa)

VideoKöln: De Maizière will Konsequenzen
Bundesinnenminister de Maizière will schnell Vorschläge für Konsequenzen aus den Übergriffen in Köln in der Silvesternacht vorlegen. Als Beispiele nannte er mehr Videoüberwachung und Polizeipräsenz.

Bundesinnenminister de Maizière will schnell Vorschläge für Konsequenzen aus den Übergriffen in Köln in der Silvesternacht vorlegen. Als Beispiele nannte er mehr Videoüberwachung und Polizeipräsenz.

(10.01.2016)

VideoPolizei löst Pegida-Demo in Köln auf
Einsatz von Wasserwerfern gegen Pegida-Demonstranten

Die Kölner Polizei hat nach Ausschreitungen eine Pegida-Demonstration mit rund 1.700 Teilnehmern aufgelöst. Etwa 1.300 Menschen hatten sich zu einer Gegendemonstration eingefunden.

(09.01.2016)

In Gruppen haben unbekannte Täter in der Kölner Innenstadt mehrere Ausländer angegriffen und verletzt. Zwei Pakistaner mussten nach den Attacken ins Krankenhaus gebracht werden, ein Syrer wurde leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. 

Ermittelt wird wegen schwerer Körperverletzung. Ob die Angriffe einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatten und direkt mit den Geschehnissen der Silvesternacht in Köln zusammenhängen, wird laut einem Polizeisprecher noch geprüft.

Nach Informationen des Kölner "Express" hatte sich eine Gruppe aus Rockern, Hooligans und Türstehern über Facebook verabredet, "um in der Kölner Innenstadt "auf Menschenjagd" zu gehen". Nach den Übergriffen in der Silvesternacht wolle man "ordentlich aufräumen", zitierte das Blatt aus einer nicht-öffentlichen Facebook-Gruppe. Ob zwischen dem Aufruf und den Angriffen ein Zusammenhang besteht, war zunächst unklar.

Hinweise auf Provokationen

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Der erste Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 18.40 Uhr. Eine Gruppe von etwa 20 Menschen ging in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofes auf sechs Pakistaner los. Rund zwanzig Minuten später kam es nicht weit entfernt zu einer zweiten Attacke: Fünf Täter griffen einen Mann aus Frechen mit syrischer Staatsangehörigkeit an. Der 39-Jährige wurde verletzt, musste aber nicht ärztlich behandelt werden. Ob es zwischen den Taten eine Verbindung gibt, war zunächst offen.

Bereits am Nachmittag habe die Polizei Hinweise "auf Personengruppen erhalten, die gezielt Provokationen suchen würden", hieß es in der Mitteilung vom Sonntagabend. Daraufhin sei die Polizei in der Innenstadt mit starken Kräften im Einsatz gewesen. In der Nacht sei die Präsenz nach mehreren Personenkontrollen dann wieder zurückgefahren worden, sagte ein Polizeisprecher. Über 100 Menschen wurden von den Beamten kontrolliert.

Zwei Strafanzeigen gestellt

Im Zuge der Kontrollen seien vier Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, die ausgesprochene Platzverweise nicht befolgt hätten. Ob diese Personen zu den Angreifern gehörten, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen. Es wurden zwei Strafanzeigen gestellt.

Am Samstag hatte die Kölner Polizei eine Kundgebung von Hooligans und Rechtsextremisten aufgelöst. Die Beamten seien aus der Menge der rund 1.700 Demonstranten immer wieder mit Flaschen, Knallkörpern und Steinen beworfen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei setzte schließlich Wasserwerfer und Reizgas ein und nahm 15 Personen vorübergehend in Gewahrsam. Hintergrund der Demonstration waren die massiven Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in der Domstadt, für die Opfer und Zeugen vor allem Täter nordafrikanischer oder arabischer Herkunft verantwortlich gemacht hatten.

11.01.2016, Quelle: dpa
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