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Neue PISA-Auswertung Studie: Viele Schüler scheitern an einfachen Aufgaben

BildSchülerin an einer Tafel
Schülerin an der Tafel

Eine OECD-Studie stellt fest: Es hat sich einiges gebessert im deutschen Bildungswesen. Aber noch lange nicht alles. Noch immer scheitert jeder vierte Schüler an einfachsten Aufgaben - oft, weil er aus sozial schwachen Schichten kommt.

(Quelle: pr)

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(08.09.2015)

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Dass die Deutschen klare Vorstellungen zur Bildungspolitik haben zeigt die Studie des ifo Instituts. Gefordert wird mehr Geld für Kitas und Schulen. Außerdem sind viele für Ganztagsschulen.

(01.09.2015)

Nach dem PISA-Schock hat sich einiges gebessert. Doch die Zahl der Schulversager in Deutschland ist nach wie vor hoch. Laut einer neuen Auswertung von PISA-Daten scheitert fast jeder fünfte 15-jährige Schüler an ganz einfachen Aufgaben. Häufigster Grund für das Versagen: Die Herkunft. 

Trotz spürbarer Verbesserungen im Bildungssystem nach dem "PISA-Schock" vor 15 Jahren gilt in Deutschland immer noch fast jeder fünfte fünfzehnjährige Schüler als zumindest teilweise äußerst leistungsschwach. Und nach wie vor ist der soziale Hintergrund eines Jugendlichen hierzulande ein entscheidender Risikofaktor für solches Schulversagen. Dies geht aus einer jetzt veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Daten der PISA-Tests bis 2012 hervor.

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Gut 140.000 Fünfzehnjährige in Deutschland erreichten demnach in diesem Zeitraum im Fach Mathematik bestenfalls das Kompetenzniveau 1, fast 70.000 Getestete waren sogar schwach in allen drei PISA-Vergleichsfeldern (Mathematik, Naturwissenschaften, Lesen und Textverständnis).

"Allereinfachste Aufgaben"

"Kompetenzniveau 1 - das sind wirklich allereinfachste Aufgaben", sagte OECD-Chefkoordinator Andreas Schleicher. "Es gibt einen relativ hohen Anteil Schüler, die nicht einmal dieses elementarste Niveau erreichen." Die OECD unterteilt den
Kompetenzstand von Schülern in Stufen zwischen 0 und 6.

Gleichwohl sei der Bereich der Problemschüler "ein Feld, wo sich in Deutschland einiges bewegt hat", sagte der oft als "PISA-Papst" bezeichnete Bildungsforscher Schleicher. Und dies sei auch messbar. So ging der Anteil der Mathe-Schwachen zwischen PISA 2003 und 2012 um vier Prozentpunkte auf 18 Prozent zurück, in Lesen/Textverständnis um acht Punkte auf 14 Prozent.

OECD-Durchschnitt 2012 höher

In Naturwissenschaften veränderte sich jedoch seit 2006 nichts mehr zum Positiven, der Problemschüler-Anteil lag zuletzt noch bei 12 Prozent. Immerhin: Der OECD-Durchschnitt, den deutsche PISA-Schüler noch vor 15 Jahren insgesamt kaum erreicht hatten, war 2012 jeweils rund fünf Prozentpunkte höher.

Was heißt PISA

Die vier Buchstaben PISA stehen für den weltweit größten und wichtigsten Schulvergleichstest. Das "Programme for International Student Assessment" (PISA) wird seit 2000 alle drei Jahre von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris organisiert. Die OECD tut dies im Auftrag der Regierungen - beziehungsweise in Deutschland für die Kultusministerkonferenz der Bundesländer (KMK). Ergebnisse werden erst nach gründlicher Auswertung im Jahr danach veröffentlicht - oder wie jetzt zum Themenfeld der leistungsschwachen Schüler mit einigem Abstand als Zusammenfassung.

Schwache Schulleistungen seien "nicht das Ergebnis eines einzelnen Risikofaktors, sondern einer Kombination von mehreren Hindernissen und Benachteiligungen", so das Fazit der OECD-Studie. Daher gebe es auch mehrere Stellschrauben: Schleicher nannte frühkindliche Bildung (statt staatlicher "Prämien" für deren Verhinderung), eine frühe Leistungsdiagnostik, verbindliche Bildungsstandards, mehr Ganztagsschulen, intensivere Aus- und Weiterbildung für Lehrer. Am sechsten PISA-Test nahmen 2015 in Deutschland rund 10.000 Schüler teil. Die Ergebnisse werden am 6. Dezember veröffentlicht.

23.000 Lehrer fehlen

Der Verband Bildung und Erziehung erklärte, Kinder mit Lernschwächen bräuchten mehr Zuwandung. Mit Blick auf den aktuellen Zuzug von Flüchtlingen befürchtet der Bundesvorsitzende Udo Beckmann, dass das Verhältnis von Schülern, die ein Lehrer unterrichtet, weiter leide. Es fehlten derzeit mindestens 23.000 Lehrer. Wenn es nicht gelinge, den Bedarf zu decken und Kinder nicht ausreichend zu fördern, seien Bildungserfolg und Teilhabe an der Gesellschaft gefährdet.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert "ein inklusives Schulsystem, in dem mehr Ressourcen dorthin fließen, wo sich Probleme konzentrieren". Und weiter: "Deshalb verlangt die OECD zu Recht mehr bedarfsgerechte Ressourcen, Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel und den Abbau der schulischen Selektion", sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied für den Bereich Schulen, in Frankfurt am Main.

PISA: Schulversagen bleibt Problem

Einleitung

Für extreme "Schwachleister" in der Schule wird es später auch auf dem Arbeitsmarkt äußerst schwer. Die PISA-Experten stellen nun fest: In Deutschland gibt es immer noch ein breites Risiko-Level.

Um welche Schüler geht es?

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) definiert "low performers" als Schüler, die bei Mathematik, Naturwissenschaften oder Lesen/Textverständnis im PISA-Test teils deutlich unter dem Kompetenzlevel 2 (von insgesamt 6) liegen. Dieses Level 2 gilt als Basis, "um vollständig am Leben in einer modernen Gesellschaft teilnehmen zu können" - wer das nicht packt, läuft Gefahr, ganz ohne Schulabschluss zu bleiben. PISA-Chefkoordinator Andreas Schleicher erläutert: "Kompetenzniveau 1 - das sind wirklich allereinfachste Aufgaben", etwa beim Lesen simple Informationen aufzunehmen und beispielsweise einen Beipackzettel zu verstehen.

Wie viele Schüler gehören zur Problemgruppe?

Nach der am Mittwoch veröffentlichten Studie zu den PISA-Tests bis 2012 schaffen ungefähr 13 Millionen Fünfzehnjährige in 64 OECD-Ländern und -Großregionen zumindest in einem der drei Bereiche nicht einmal eine sehr niedrige Kompetenzstufe. Das wäre gut jeder Vierte. Meist waren die Fortschritte der Länder im Test-Jahrzehnt nur gering. Allerdings gibt es nicht immer ganz leicht erklärbare positive Trends in einigen (sehr unterschiedlichen) Ländern wie Brasilien, Russland, Tunesien, Türkei - und auch Deutschland.

Wie hat sich die Situation hierzulande entwickelt?

Wie generell bei PISA-Vergleichen ab 2003, so hat sich Deutschland auch im Bereich Schulversager verbessert - ohne dass es nach Ansicht Schleichers Anlass zur Euphorie gäbe: "Von der Leistungsspitze ist Deutschland immer noch weit entfernt." Tatsächlich fielen laut OECD 2012 etwa 140 000 Fünfzehnjährige auf, weil sie in Mathe höchstens das Kompetenzniveau 1 schafften. Jedoch ging der Anteil seit 2003 um vier Prozentpunkte auf 18 Prozent zurück, in Lesen/Textverständnis sogar um acht Punkte auf 14 Prozent. Dem tristen OECD-Durchschnitt sind die Problemschüler in Deutschland nun etwas entkommen.

Bildungspolitik - was ist anders

Die Kultusministerkonferenz der 16 Bundesländer beschloss 2010 eine "Förderstrategie" - mit dem Ziel, Leistungsschwächere so zu pushen, "dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die am Ende ihres Bildungsgangs ein Mindestniveau der Kompetenzentwicklung nicht erreichen, wesentlich reduziert wird". Nach einer Zwischenbilanz von 2013 erreichten gut fünf Prozent der Neuntklässler in Mathe nicht die Mindeststandards für den Hauptschulabschluss. Die Zahl der Schüler ohne Abschluss wurde nicht wie 2006 geplant halbiert, sei aber "deutlich gesunken", hieß es. "Ein ganzes Maßnahmenbündel" habe seit 2003 dazu geführt, dass es in Deutschland weniger Schulversager gebe, meint auch "PISA-Papst" Schleicher.

Welche Bildungsreformen waren das?

Was nach der Test-Pleite vor 15 Jahren geschah, "kann sich sehen lassen, zumindest für die ersten Jahre", so Schleicher: Mehr Bildung schon in den Kitas, mehr Ganztagsschulen, eine früher einsetzende "Leistungsdiagnostik" für Schüler, bundesweite Bildungsstandards, bessere Lehrer-Ausbildung. Hinzu komme eine stärkere Förderung von Migranten - diese Erkenntnisse sind gerade auch mit Blick auf den Andrang von Flüchtlingen ins deutsche Bildungssystem wichtig.

Woran hapert es bei uns noch?

An einem dauerhaften Reform-Schwung. Und nach wie vor bei der Bildungschancen-Gerechtigkeit: Der soziale Hintergrund eines Kindes bestimmt im hohen Maße das Risiko von krassem Schulversagen, "das ist woanders geringer ausgeprägt". Die ECD-Spitzenränge seien für Deutschland trotz aller Fortschritte noch weit weg, sagt Schleicher. Besonders die chinesische Großregion Schanghai oder Singapur könnten als Vorbilder dienen: "Denen gelingt es, die besten Köpfe für den Lehrerberuf zu gewinnen." So würden Defizite auch bei Risikoschülern mit einem schwierigen sozialen Hintergrund spürbar minimiert.

Asiatische PISA-Champions als Vorbild?

Auf jeden Fall, rechnet die OECD vor. Auf komplette Arbeitsbiografien hochgerechnet, entgingen der deutschen Volkswirtschaft unfassbare 3.600 Milliarden Euro an Erträgen, wenn knapp ein Fünftel der Schüler praktisch keine Kompetenzen erwirbt und wegkippt. Nach der Schule gebe es "kaum Chancen, dass Risikoschüler die Defizite im späteren Leben noch aufholen", warnt PISA-Chefkoordinator Schleicher.

10.02.2016
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