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Studie zu Fremdenfeindlichkeit Forscher: DDR-Wurzeln machen Osten rechtsextremer

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Neonazis

Rechtsextremes Gedankengut ist einer Studie zufolge in Ostdeutschland weiter verbreitet als in Westdeutschland.

(18.05.2017)

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Politisch ist die NPD in Thüringen längst abgetaucht. Dennoch gibt es rechtsradikale Strukturen. Die sind gefährlich - auch nach einem möglichen NPD-Verbot.

(16.01.2017)

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In Dresden hat unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen der heikle Prozess gegen die „Gruppe Freital“ begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft der Gruppe, bestehend aus sieben Männern und einer Frau, die Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung vor.

(07.03.2017)

Brennende Flüchtlingsheime, grölende Zuschauer, Hitlergruß: Rechtsextremes Gedankengut ist einer neuen Studie zufolge in Ostdeutschland weiter verbreitet als in Westdeutschland. Ursache dafür sind Faktoren wie die "DDR-Sozialisation", der Wunsch nach eigener Identität sowie ein Gefühl der Benachteiligung. 

Rechtsextremes Gedankengut fällt einer Studie zufolge in Ostdeutschland auf besonders fruchtbaren Boden. Die von der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegebene Studie komme zu dem Schluss, dass Rechtsextremismus zwar "nicht ausschließlich" ein ostdeutsches Problem sei - dass er aber befördert werde durch "spezifische regionale Faktoren, die in Ostdeutschland stärker ausgeprägt sind".

"Überhöhung des Eigenen"

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Die Studie zum Nachlesen
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Zu solchen regionalen Faktoren etwa in Sachsen zähle "die Überhöhung des Eigenen, Sächsischen, Ostdeutschen, Deutschen in Bezug auf die krisenhaft wahrgenommene Aufnahme von Flüchtenden, aber auch auf Migranten im Allgemeinen", heißt es nach Medienberichten in der Studie, die heute vorgestellt wird.

Die Autoren vom Göttinger Institut für Demokratieforschung sehen demnach die Wurzeln solcher Einstellungen vor allem in den Erfahrungen der Menschen in der DDR: "Die Sozialisation in einer buchstäblich geschlossenen Gesellschaft wie der DDR kann als ein Faktor für die Erklärung nicht stark genug betont werden", schreiben sie.

Bei Älteren weit verbreitet

"Ethnozentrische Weltbilder", die von modernen Rechtsextremen vertreten werden, seien auch deshalb bei älteren Studienteilnehmern weit verbreitet, "weil die Migrationspolitik der DDR auf genau solchen ethnozentrischen Prinzipien basierte: Völkerfreundschaft ja, aber alle MigrantInnen sind als Gäste zu betrachten".

Weitere Links zum Thema

Als einen Schwerpunkt rechter Gesinnung identifizieren die Autoren Sachsens Hauptstadt Dresden: "Auffällig ist, dass antiamerikanische Ressentiments sowie das Misstrauen gegen 'den Westen' in der Region Dresden besonders stark verbreitet sind", schreiben sie. "Die gefühlsmäßige Bindung an Russland und die Ablehnung des US-amerikanischen 'Imperialismus' sind im Raum Dresden historisch gewachsen und überaus stark."

Primär ostdeutsches Problem?

Allerdings sei Rechtsextremismus kein reines Ost-Problem, betonen die Autoren. "Es wäre verfehlt, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und fremdenfeindliche Übergriffe als ein primär ostdeutsches oder gar vor allem sächsisches Problem zu verorten."

Gleicke selbst hatte im Bericht zum Stand der deutschen Einheit 2016 festgestellt, dass der Rechtsextremismus Ostdeutschland wirtschaftlich schade; damit hatte sie Diskussionen ausgelöst.

18.05.2017, Quelle: afp, kna
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