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Neues auf der CeBIT Intelligente Busse und Exo-Skelette

VideoCeBIT in Hannover eröffnet
Computer und Roboter auf der CeBIT

In Hannover ist die weltweit größte Messe für Informationstechnik eröffnet. Auf der CeBIT schaut man in die Zukunft: Das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz zeigt dort Mensch und Roboter als Team.

(20.03.2017)

VideoRoboter und Künstliche Intelligenz
Roboter auf Cebit-Messe.

In Hannover beginnt am Abend die Technologiemesse Cebit. Mehr als 3.000 internationale Aussteller präsentieren in den nächsten fünf Tagen ihre Technik-Highlights. Der Trend in diesem Jahr: neue Roboter-Technologien und künstliche Intelligenz.

(19.03.2017)

VideoAlleskönner Drohne?
Eine Drohne fliegt zu einer Windkraftanlage

Zum Einsatz in Katastrophengebieten oder zur Wartung von Windkraftanlagen: Drohnen sind mittlerweile vielseitig einsetzbar und eines der Trendthemen bei der CeBIT 2017 in Hannover.

(20.03.2018)

Wie löst man Staus in einer Mega-City auf, wie können gehörlose Menschen Konferenzen in Echtzeit verfolgen - ohne Zeichensprache? Und wie sichert man den Rohstoff der Zukunft - Daten? Die IT-Messe CeBIT verspricht Antworten. 

Mit dem traditionellen Rundgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Technologiemesse CeBIT für Besucher begonnen. Die CDU-Politikerin hatte zuvor den Umbruch aller möglichen Lebensbereiche durch die Digitalisierung betont. Diese sei eine Tür in eine andere Welt des Wirtschaftens, Arbeitens und Konsumierens. "Die Digitalisierung beeinflusst unsere Wirtschaft so stark wie kaum etwas anderes", heißt es im Grußwort Merkels zur Messe, die vom 20. bis 24. März stattfindet. "Die Analyse riesiger Datenmengen ermöglicht neue Geschäftsmodelle und Produkte, die auf Kundenwünsche genau zugeschnitten sind."

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Die Kanzlerin hatte die Messe am Sonntagabend mit dem Premierminister des diesjährigen CeBIT-Partnerlandes Japan, Shinzo Abe, offiziell eröffnet.

Roboter, Drohnen und Künstliche Intelligenz

Die IT-Leistungsschau will in diesem Jahr besonders den digitalen Wandel mit konkreten Beispielen anfassbar und erlebbar machen. Sie will in diesem Jahr neue Technologien wie Roboter, künstliche Intelligenz oder Drohnen in konkreten Anwendungsbeispielen präsentieren. Zu der fünftägigen Veranstaltung mit über 3.000 Ausstellern aus 70 Ländern werden rund 200.000 Besucher erwartet.

Rundgang: Trends der CeBIT

Autonomes Fahren

Autonomer Bus der Deutschen Bahn steht auf der CEBIT

Wer kennt das nicht? Das Navi führt den genervten Autofahrer aus dem Stau - der dann gleich im nächsten Stau landet, weil zu viele den gleichen Tipps folgen. Volkswagen will künftig den Verkehrsfluss verbessern. Am Beispiel Peking, einer Stadt, die normalerweise permanent Stau-Probleme kennt, wird gezeigt, wie per Quantencomputer-Technologie Staus aufgelöst werden. Das geschieht, indem alle Autos in einem bestimmten Areal eine ganz eigene, optimierte Route erhalten. Das erfordert Berechnungen fast in Echtzeit - und auch autonom fahrende Autos brauchen Verkehrsplanung. VW-Digitalchef Martin Hofmann spricht stolz von einer "Weltpremiere".

Weiteres Beispiel für die Digitalisierung im Verkehr auf der CeBIT: IBM setzt mit seinem Computer-System "Watson" auf den intelligenten Bus. Genauer: den personalisierten Nahverkehr. Der autonome Kleinbus "Olli", der in Las Vegas, Washington und Berlin getestet wird, spricht mit Fahrgästen und berechnet optimale Routen für sie - allerdings dauert es noch, bis Antworten kommen.

Navya, ein französisches Unternehmen, hat autonome Kleinbusse in der Schweiz und in Frankreich auf die Straßen gebracht - 4,80 Meter lang, Platz für bis zu zwölf Menschen, ohne Lenkrad und Bremspedal unterwegs. Sensoren erkennen, ob Radfahrer oder Fußgänger auf die Fahrbahn laufen.

Drohnen

Vorführung einer Drohne auf der CEBIT

Nach einem ersten Versuch im Vorjahr sind Drohnen nun eins der großen Trendthemen. Unter anderem Chip-Gigant Intel setzt durch sie auf erhebliche Einsparungen bei der Wartung und führt ihren Einsatz im Freien bei Modellen von Bohrplattform- und Windkraftanlagen vor. Neben den Modellen der führenden Hersteller für den industriellen Gebrauch werden auch Drohnen für den Unterwasser-Einsatz gezeigt.

Spracherkennung

Für Star-Trek-Fans ist das System ein alter Hut, sie kennen den Universalübersetzer, der Captain Picard in den unendlichen Weiten das Leben leichter macht. In der Realität ist es nicht ganz so einfach. Das will Fujitsu ändern - mit "Live-Talk", einem Spracherkennungssystem, welches das Gesagte in 19 Sprachen simultan übersetzt. Angezeigt wird das Ergebnis auf Smartphone oder Tablet, Ziel ist auch, gehörlosen Menschen zu helfen. Rund 100 Behörden in Japan arbeiten schon damit. Deutsch muss das System noch etwas üben.

Roboter

Roboter "Pepper" auf der CEBIT

Roboter sind ein weiteres Trendthema. Ob humanoid oder Industriehelfer: Sie ermöglichen es, in neue Dimensionen vorzustoßen. Das gilt auch für Exo-Skelette - Anzüge, mit denen man schwere Lasten heben oder auch Querschnittsgelähmte gehen lassen kann. Das Bundesforschungsministerium und Vodafone zeigen einige Modelle.

Virtuelle Realität

Ein Mann mit einer VR-Brille auf der CEBIT

In einem Werkstattszenario zeigt das Fraunhofer Institut, wie die virtuelle Realität Monteuren bei der Autowartung hilft. Das Institut hat Software entwickelt, die dreidimensionale Daten mit Hilfe einer Brille oder auf dem Smartphone sichtbar macht.

Daten, Daten, Daten

Daten gelten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Kaum eine Firma, die nicht mit ihrer smarten Nutzung plant. "Das Auto wird im Jahr 2020 bis zu 4.000 Gigabyte an Daten pro Tag produzieren", sagt Intel-Sprecherin Monika Lischke. Daten werden bei sich selbst optimierenden Industrierobotern ebenso verwendet wie bei vernetzten Bienenstöcken. Beim "Büro der Zukunft" von Konica Minolta wird Arbeitnehmern ein Büro beim Betreten des Gebäudes zugewiesen, die Tischhöhe automatisch geregelt und der Terminkalender angezeigt - inklusive Vorschlägen für Pausen mit Kollegen.

Datensicherheit

Sicherheit gewinnt mit zunehmender Datennutzung enorm an Bedeutung. Viele Unternehmen zeigen, wie wichtig der Schutz sensibler Daten ist. Das gilt nicht nur in der Industrie, sondern auch der Medizin, wo die Berliner Charité künftig auf die digitale Übermittlung wichtiger Patientendaten wie Gewicht, Blutdruck oder Temperatur setzt. Ein Verfahren zur Identifizierung ohne Passwort und Fingerabdruck stellt die Bundesdruckerei vor: Menschen können anhand ihres Verhaltens identifiziert werden. Sensoren messen dafür die Länge der Schritte.

(Quelle: Ralf E. Krüger, Elena Metz, Thomas Strünkelnberg, alle dpa)

20.03.2017, Quelle: dpa
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