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Niederländischer Illustrator Miffy-Schöpfer Dick Bruna ist tot

BildDick Bruna
Archiv - Der niederländische Künstler Dick Bruna neben einer Figur seiner Nijntje-Kreation in Utrecht am 31.03.2011

(Quelle: dpa)

Miffy lieben Millionen von Kindern und ihre Eltern in aller Welt. Die quadratischen Bilderbücher waren Bestseller, lange bevor Instagram das Format im Internet populär machte. Jetzt ist Dick Bruna, Schöpfer des in Bilderbuch-Kaninchens, mit 89 Jahren in Utrecht gestorben. 

Dick Bruna starb friedlich im Schlaf, wie sein niederländischer Verlag Mercis mitteilte.

In 50 Sprachen übersetzt

Die quadratischen Bilderbücher mit dem in diesem Jahr 62 Jahre alt werdenden Kaninchenmädchen sind in 50 Sprachen übersetzt worden und 85 Millionen Mal verkauft worden, wie Mercis-Mitarbeiterin Marja Kerkhof, eine langjährige Freundin Brunas, sagte. Bruna nutzte das quadratische Format schon Jahrzehnte, bevor es durch Instagram im Internet enorm an Popularität gewann. "Er dachte, die Größe ist wirklich gut für zwei kleine Kinderhände, und er mochte auch die visuelle Wirkung", sagte Kerkhof.

Archiv - Eine Kaninchen-Figur namens Nijntje oder Miffy des niederländischen Künstlers Dick Bruna, Aufnahme vom 31.03.2011

Miffy von Dick Bruna
Quelle: dpa

Die Einfachheit der Figuren Brunas begeisterte nicht nur vor allem kleine Kinder in aller Welt, sondern auch die Kunstwelt der Erwachsenen. Das international renommierte Amsterdamer Rijksmuseum brachte 2015 eine Werkschau. Bruna schrieb und illustrierte 124 Bücher. Aber das weiße Kaninchen Miffy - in den Niederlanden hieß es Nijntje - war von allen seinen Figuren der absolute Star.

Miffy weint

Das Miffy gewidmete Museum in Utrecht brachte auf Twitter ein Bild von Miffy mit einer Träne unter dem linken Auge. "Heute hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass Dick Bruna gestorben ist", twitterte das Museum. Bruna hörte 2011 auf, Miffy zu zeichnen. Kerkhof sagte, der Erfolg der Figur sei ihre Einfachheit. "Es sind sehr klare Bilder, fast wie ein Piktogramm, und die Tatsache, dass er so viel weglässt. Er geht zum Wesen der Dinge - und natürlich die kräftigen Grundfarben."

Die Museumsleiterin des Rijksmuseums, Caro Verbeek, sagte, die Einfachheit von Miffy sei eine Illusion. Sie und andere Museumsmitarbeiter hätten sich darin versucht, Miffys Kopf zu zeichnen, mit Punkten für die Augen und einem "X" für Nase und Mund. "Sie haben es nicht geschafft. Es ist unglaublich schwer. Aber die Tatsache, dass es einfach aussieht, beweist, dass er ein echtes Genie ist."

17.02.2017, Quelle: ap
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