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Nigeria Mindestens 58 Tote bei Anschlag auf Flüchtlingscamp

BildAnschlag in Nigeria
Rettungskräfte bergen einen Verletzten nach den Selbstmordanschlägen auf ein Flüchtlingscamp im Nordosten Nigerias.

Rettungskräfte bergen einen Verletzten nach dem Anschlag im Flüchtlingscamp Dikwa.

(Quelle: ap)

KarteFlüchtlingscamp Dikwa
Karte Nigeria

(Quelle: zdf)

VideoBoko Haram tötete 600 Lehrer
Entführte Schülerinnen von Boko Haram

Laut UNICEF können 1 Million Kinder nicht zum Unterricht gehen, 2000 Schulen sollen geschlossen sein. Boko Haram heißt übersetzt „Bücher sind Sünde“, doch Bildung ist die beste Waffe gegen Terror.

(22.12.2015)

VideoNigeria: 47 Tote bei Terroranschlägen
Anschläge in Nigeria.

Auch Nigeria wird in diesen Tagen vom Terror erschüttert. Bei Anschlägen in Yola und Kano starben mindestens 47 Menschen. Hinter den Anschlägen vermutet man die islamistische Terrorgruppe Boko Haram.

(19.11.2015)

Bei zwei Selbstmordanschlägen in einem Flüchtlingslager im Nordosten Nigerias sind  mindestens 58 Menschen ums Leben gekommen, etwa 80 wurden verletzt. Zu den Hintergründen ist bislang nichts bekannt. 


In Dikwa, dem Flüchtlingscamp, leben Tausende Menschen, die durch Terroristen der Islamistengruppe Boko Haram aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Das Lager liegt 85 Kilometer nordöstlich von Maiduguri, der größten Stadt in der Region, die als Geburtsstätte von Boko Haram gilt.

Boko Haram: Kämpfe seit 2009

Im Laufe des mittlerweile sechs Jahre andauernden Aufstands sind bereits mehr als 17.000 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 2,5 Millionen Menschen wurden heimatlos und vertrieben. Der Anschlag in Dikwa wurde am Dienstag von zwei Selbstmordattentäterinnen verübt. Weil die Telefonverbindung unterbrochen gewesen sei, habe man erst einen Tag später von dem Vorfall erfahren, berichtet die Nachrichtenagentur reuters.

Derzeit hält sich auch Bundespräsident Joachim Gauck in Nigeria auf. Am Mittwochnachmittag besuchte er ein Flüchtlingslager in Abuja, im Zentrum des Landes.

Auch Anschläge in Kamerun

Der Konflikt mit der Boko Haram hat sich inzwischen auch auf die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Niger ausgeweitet. Im März 2015 leistete Boko Haram der im Irak und in Syrien kämpfenden Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) den Treueschwur.

Weitere Links zum Thema
Auch im Norden Kameruns rissen am Mittwoch zwei Selbstmordattentäterinnen mehrere Menschen mit in den Tod. Mehr als 20 weitere seien bei einem Doppelanschlag in dem Ort Nguetchewe nahe der Grenze zu Nigeria verletzt worden, erklärten  Sicherheitskräfte. Die beiden Frauen sprengten sich demnach während einer Trauerfeier in die Luft.

In dem Grenzgebiet verübt Boko Haram immer wieder Anschläge. Es ist das fünfte Attentat in der Region seit Beginn des Jahres. Seitdem die Islamisten die Angriffe auf das Nachbarland ausweiteten, wurden nach Angaben der kamerunischen Regierung im äußersten Norden des Landes 1200 Menschen getötet.

Karte vom Anschlagsort

Flüchtlingscamp Dikwa

Karte Nigeria

Das Flüchtlingscamp Dikwa liegt im Nordosten von Nigeria, etwa 85 Kilometer nordöstlich von Maiduguri, der größten Stadt in der Region, die als Geburtsstätte der Islamistengruppe Boko Haram gilt.

10.02.2016, Quelle: afp, ap, reuters
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