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"Political Correctness" Kulturkampf um die Korrektheit

VideoFeindbild "Political Correctness"
Archiv: Eine Frau sitzt wartend auf einer Bank in der U-Bahnstation Mohrenstraße, aufgenommen am 02.05.2017

"Mohr" als Namensgeber, das sei heute nicht mehr tragbar, sagen Kritiker - und fordern eine Umbenennung der Mohrenstraße in Berlin.

(05.05.2017)

VideoKritik an rosa-blauer Werbung
Gender Werbung

An the Wink mit dem Goldenen Zaunpfahl goes to…An das Produkt das besonders schön altbackende Rollenklischees bedient. Mal sehen, wer sich diesmal den Preis verdient hat:

(02.02.2017)

von Florian Neuhann

Von Donald Trump über Marine Le Pen bis zur AfD: Rechtspopulisten weltweit vereint ein gemeinsames Feindbild - die so genannte "politische Korrektheit". Hat es die liberale Elite damit übertrieben? 

Der Kampf um die Sprache findet an vielen Orten statt - auch hier, mitten in Berlin. Eine eher unscheinbare Straße, gerade mal 900 Meter lang. Sie führt geradewegs durchs Regierungsviertel, kreuzt die viel berühmtere Friedrichstraße und den Gendarmenmarkt. Und sie taugt als Symbol für einen Kulturkampf, der das Land spaltet. Es geht um ihren Namen: Mohrenstraße.

Berliner Streit um die Mohrstraße

Seit Jahren schon fordern Kritiker, der Name müsse ins Archiv und von den Straßenschildern verschwinden. "Der Begriff Mohr ist negativ konnotiert! Wahrscheinlich war er es schon, als die Straße so benannt wurde - heute ist das aber nicht mehr zu bestreiten", sagt etwa Gert Wagner, der sich als Volkswirt am DIW eigentlich mit anderen Themen beschäftigt. Als Privatperson fordert er zusammen mit einigen Kollegen eine Umbenennung der Straße.

Florian Neuhann

Florian Neuhann.
Quelle: ZDF

"Mohr" als Namensgeber, das sei heute nicht mehr tragbar. "Es gibt Leute, die sich durch die Bezeichnung Mohr diskriminiert fühlen", sagt Wagner.  Und weiter: "Die Mehrheit kann nicht darüber entscheiden, ob die Minderheit sich diskriminiert fühlt oder nicht".

Was ist das hier? Notwendige Sprachkritik? Wichtige Sensibilität für diskriminierte Minderheiten? Oder, wie Kritiker sagen, übertriebene politische Korrektheit?

Lieblingsfeindbild "politische Korrektheit"

Szenenwechsel. Der AfD-Parteitag Ende April in Köln. Die neue Spitzenkandidatin Alice Weidel hält eine kurze Rede - gefeiert wird sie auch für diesen Satz: "Die 'politische Korrektheit' gehört auf den Müllhaufen der Geschichte!" Schon Donald Trump hatte einen Großteil seines Wahlkampfs damit bestritten, gegen "political correctness" zu wettern; Marine Le Pen vom französischen Front National schimpft über das, was "politiquement correct" sei. Und im Netz ist ein islamkritischer Blog populär, der sich bewusst "politically incorrect" nennt.
NDR weist AfD-Kritik zurück

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat Kritik der AfD an einer Moderation von Christian Ehring in der Satiresendung "extra-3" zurückgewiesen. Der Sender habe ein Unterlassungsbegehren der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel abgelehnt, teilte der NDR mit. Ehring hatte Weidel in der Sendung vom 27. April als "Nazi-Schlampe" bezeichnet. "Jawoll. Schluss mit der politischen Korrektheit, lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht", sagte Ehring in der Satiresendung. "War das unkorrekt genug? Ich hoffe!" Damit bezog der NDR-Moderator sich auf eine Äußerung Weidels beim AfD-Parteitag in Köln: "Politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte", hatte Weidel gesagt. Die AfD hatte daraufhin juristische Schritte gegen Ehring angekündigt. Der Norddeutsche Rundfunk erklärte am Freitagabend, Ehring habe sich konkret auf die Forderung von Weidel bezogen, die politische Korrektheit gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. Mit seiner satirischen Überspitzung zeige er die Konsequenzen dieser Forderung, dass nämlich ohne politische Korrektheit die Beschimpfung von Menschen wieder salonfähig werden könnte, erläuterte der Sender und betonte: "Zu keinem Zeitpunkt wollten er oder die Redaktion von 'extra 3' Alice Weidel persönlich beleidigen. Aber ihrer öffentlich geäußerten Polemik darf aus Sicht des NDR Satire ihrerseits zugespitzt entgegentreten."

Die "politische Korrektheit" ist ein Lieblingsfeindbild von rechts - und die Bezeichnung selbst ein Kampfbegriff. Genutzt wird er mehrheitlich von jenen, die vermeintliche Überkorrektheit kritisieren wollen. "Allein die Bezeichnung politische Korrektheit ist eine Erfindung der neuen Rechten", sagt der Sprachwissenschaftler Joachim Scharloth von der TU Dresden, der sich intensiv mit dem Begriff auseinandergesetzt hat (seine kleine Begriffsgeschichte ist  hier nachzulesen). Andere als politisch korrekt zu bezeichnen: Das diene immer dazu, so Scharloth, "sich selbst als diejenigen zu inszenieren, die uns endlich die Wahrheit sagen".

Themen aus dem öffentlichen Diskurs verbannt?

Und doch stellt sich die Frage, warum das Schlagwort der politischen Korrektheit so gut als Feindbild funktioniert. Hat es die liberale Elite mit ihrem Bemühen um die richtigen Worte übertrieben? Hat sie sogar ganze Themenfelder aus dem öffentlichen Diskurs verbannt? So zumindest sehen es viele Kritiker - etwa der konservative Medienforscher Norbert Bolz.

Die politische Korrektheit, anfänglich aus positiven Impulsen heraus entstanden, sei umgeschlagen in einen Fanatismus, meint Bolz. "Gerade weil die 'political correctness' so viele Tabus ausgesprochen hat, gerade deshalb hat der Rechtspopulismus überhaupt die Öffentlichkeitschance, die er in den letzten Jahren nutzt."

Da tobt ein Kulturkampf

Es ist in der Tat nicht weniger als ein Kulturkampf, der da tobt: Auf der einen Seite die, die sich umzingelt von Sprechverboten wähnen, obwohl sie selbst ungehemmt hetzen können. Auf der anderen Seite die, die überall Diskriminierung sehen. Die statt "Studenten" "Studierende" sagen, weil das beide Geschlechter umfasst. Die das Wort "Neger" aus alten Kinderbüchern tilgen. Die leidenschaftlich über Gender-Sternchen streiten und dabei manchmal womöglich übers Ziel hinausschießen.

Weitere Links zum Thema
Eigentlich, sagt der Sprachwissenschaftler Joachim Scharloth, sei jeder Streit um Worte tatsächlich wertvoll. Er aktualisiere gesellschaftliche Konflikte: "Wenn wir über die richtige Bezeichnung streiten, streiten wir nicht nur über Worte - sondern auch darum, ob bestimmte Gruppen, tatsächlich diskriminiert werden", so Scharloth. Und der Publizist Bolz ergänzt: "In unserer Welt spielt Wortpolitik eine große Rolle". Wer sich mit der von ihm gewählten Bezeichnung durchsetze, habe am Ende die Deutungshoheit - und damit auch die Macht.

Doch der Kulturkampf um das, was man sagen darf und was nicht, er ist längst eskaliert.  Zwischen beiden Seiten scheint eine Verständigung kaum noch möglich. Das hat auch Gert Wagner vom DIW erlebt: Als er vor einigen Wochen in einem Zeitungsartikel die Umbenennung der Mohrenstraße forderte, erhielt Wagner zahlreiche Reaktionen. Die meisten waren so feindselig, dass er sie nicht einmal mehr zitieren möchte.

05.05.2017
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