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merkzettel

Flüchtlinge Frauen und Kinder zuletzt

BildFlüchtlinge in Brandenburg
Archiv: Flüchtlinge am Bahnhof Schönefeld in Brandenburg am 03.10.2015

Die Wartezeiten haben sich auch in Syrien herumgesprochen. Und weil im Krieg jeder Tag schnell der letzte gewesen sein kann, bleibt die Folge nicht aus: Auch Frauen und Kinder begeben sich auf die Flucht.

(Quelle: dpa)

VideoStreit um Familiennachzug
Noch immer streitet die Politik über den Fa‍miliennachzug bei Flüchtlingen. Bislang dürfen in der Regel Kinder und Ehepartner nachkommen, wenn es ein Angehöriger nach Deutschland geschafft hat.

Noch immer streitet die Politik über den Fa‍miliennachzug bei Flüchtlingen. Bislang dürfen in der Regel Kinder und Ehepartner nachkommen, wenn es ein Angehöriger nach Deutschland geschafft hat.

(28.11.2015)

VideoEin Jahr in Deutschland
Das Schicksal von Khalil steht für viele, die in Deutschland Schutz suchen.

Ein Jahr lang begleitete "ZDFzoom" einen jungen Syrer nach seiner Ankunft in Deutschland mit der Kamera. Das Schicksal von Khalil steht für viele, die in Deutschland Schutz suchen.

(16.12.2015)

von Lucia Weiß

In Deutschland wird über den Familiennachzug gestritten. Die Regierung will ihn begrenzen. Doch schon jetzt ist es für anerkannte Flüchtlinge schwierig, engste Angehörige vor dem Krieg ins sichere Deutschland zu holen. Die Folge: Zunehmend flüchten Frauen und Kinder auf eigene Faust. 

"Termin": Was für die meisten Deutschen ein Wort unter vielen ist, bedeutet im Alltag der Flüchtlinge alles. Der Termin zerteilt eine Zeit, die nicht mehr ihnen gehört, über die Behörden und Ämter verfügen. Nach dem Termin kann alles anders werden. Hoffentlich besser, sagt Ahmed. Der Englischlehrer ist aus Syrien nach Berlin geflohen. Ende Dezember haben seine Frau und die drei Kinder einen Termin bei der deutschen Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Ahmed ist im Frühjahr als Flüchtling anerkannt worden und will die Familie aus dem Kriegsgebiet ins sichere Deutschland holen. Doch der Weg zur Familienzusammenführung, wie es im Beamtendeutsch heißt, ist lang. Seit Ahmed im Oktober 2014 Syrien hinter sich gelassen hat, warten seine Frau, die Tochter und die beiden Söhne darauf, ihn wiederzusehen.

Lange Wartezeiten trotz vereinfachter Verfahren

In Deutschland anerkannte Flüchtlinge haben laut Aufenthaltsgesetz ein Recht darauf, ihre Familie zu sich zu holen. Als Familie versteht Deutschland Ehepartner und Kinder unter 18, bei minderjährigen Flüchtlingen nur die Eltern. Das Prozedere dauert oft viele Monate: Die Botschaften sind trotz zusätzlichen Personals mit den vielen Anträgen mehr als ausgelastet. Außerdem fehlen in vielen Fällen offizielle Dokumente, andere Schriftstücke müssen teilweise zeitaufwändig geprüft werden. Und die sicherheitspolitisch angespannte Lage vor allem im Libanon und Irak macht die Sache nicht einfacher. Die Verfahren seien deshalb schon sehr vereinfacht worden, teilt das Auswärtige Amt mit.

Die größte Gruppe der sogenannten Schutzberechtigen, die nach Deutschland kommen, stammt aus Syrien. Für sie hat das Auswärtige Amt eine Website mit Informationen erstellt. Jedes Familienmitglied muss einen Antrag ausfüllen und Nachweise beilegen über die eigene Identität – in der Regel die Nummer des Reisepasses – sowie, dass der Flüchtling in Deutschland anerkannt ist. Inzwischen müssen die Botschaften – zumindest bei syrischen Flüchtlingen – nicht mehr einzeln die Zustimmung der jeweiligen Ausländerbehörde in Deutschland einholen. Seit dem Sommer haben sie Zugriff auf das Ausländerzentralregister. Die Länder haben generell ihre Zustimmung zum Familiennachzug gegeben, wenn alles in Ordnung ist. Meldet sich ein Flüchtling innerhalb von drei Monaten nach seiner Anerkennung bei der Botschaft oder der Ausländerbehörde, dann gelten weniger strenge Voraussetzungen für den Familiennachzug: Der Flüchtling muss dann nicht über eigene finanzielle Mittel und ausreichenden Wohnraum verfügen.

Termin unter Lebensgefahr und langes Warten

Wer ein Visum beantragt, muss unbedingt persönlich in einer Botschaft vorsprechen, um Fingerabdrücke abzugeben. Menschen aus Syrien können sich an die deutschen Botschaften im Libanon, Ägypten, Jordanien und der Türkei wenden. Die Botschaften im Irak bearbeiten im Moment keine Visaanträge für den Familiennachzug. In der Praxis wird der Termin zum Synonym für das Unberechenbare: Viele Syrer müssen dafür eine lebensgefährliche Reise auf sich nehmen, oft durch vom IS beherrschte Gebiete.

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Auch Ahmeds Frau und die drei Kinder werden sich aus Damaskus aufmachen. Normalerweise, erzählt Ahmed, dauere die Fahrt nach Beirut im Auto nur eine Stunde. Jetzt fürchtet der Vater, dass auf dem Weg irgendetwas passieren könnte und die Familie den langersehnten Termin bei der Botschaft verpasst. Deshalb will er seinen echten Namen nicht nennen.

Ein Visumsantrag, sofern alles vollständig ist, kann innerhalb von drei Tagen bearbeitet werden. Die Botschaften geben sich Mühe, der Situation in den Krisengebieten Rechnung zu tragen: Wenn offizielle Dokumente fehlen, um die Verwandtschaft zu belegen, werden inzwischen private Schreiben geprüft, etwa Arztbriefe. Das aber könne dauern.

Für 2015, so schätzt das Auswärtige Amt mit Blick auf syrische Angehörige, liegt die Zahl der ausgestellten Visa im niedrigen fünfstelligen Bereich. Erwachsene zahlen pro Visum 60 Euro Gebühren, Kinder 30 Euro. Informationen über einen Handel mit Terminen, wie sie etwa in einem ARD-Bericht aufgetaucht waren, weist das Auswärtige Amt strikt zurück. Auf den Internetseiten der Botschaften sind große Warnhinweise über Mittelsmänner vermerkt, die sich gegen Gebühren um die Organisation für Geflüchtete  kümmern. Grundsätzlich werden die Termine bei den Botschaften online vergeben, in der Türkei über einen externen Anbieter, Zusatzkosten fünf Euro pro Termin. Wie lange die Menschen auf einen Termin warten müssen, kann das Auswärtige Amt nicht sagen. Wegen des neuen Personals konnten Menschen inzwischen auch auf ein früheres Datum umbuchen. Ahmeds Familie fragte im Juli an und bekam eine Zusage für Dezember.

Zunehmend fliehen jetzt auch Frauen und Kinder

Die teilweise erheblichen Wartezeiten haben sich offenbar auch in Syrien herumgesprochen. Und weil im Krieg jeder Tag schnell der letzte gewesen sein kann, bleibt die Folge nicht aus: Auch Frauen und Kinder begeben sich auf die Flucht, nehmen die lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer auf sich. "Wir haben auf der griechischen Insel Lesbos die Beobachtung gemacht, dass mehr Frauen und Kinder unter den Ankommenden sind", sagt Günter Burkhardt, Geschäftsführer und Mitbegründer der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl.

Aktuelle Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks zu ankommenden Flüchtlingen untermauern das: Auf der Insel Chios kamen im November fast dreimal so viele Kleinkinder (0-4 Jahre) an, der Anteil der Frauen hat sich von 10 auf 19 Prozent fast verdoppelt.
Ähnlich sieht es auf der Insel Samos aus.

Vier junge Flüchtlinge erzählen

Sikran, aus dem Irak

14-jährige Sikran aus dem Irak

"Es gibt keine Zukunft in meiner Heimat, deshalb bin ich hierher gekommen." Sikran (14) kommt aus einem Dorf in der Nähe von Mossul, mittlerweile eine Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Ihm gelingt die Flucht vor einem halben Jahr, zusammen mit einem Verwandten. Die Fahrt bis in die Türkei dauert 23 Stunden, danach geht es im Bus weiter bis nach Deutschland. Seine Eltern und vier jüngere Geschwister lässt er zurück. Sie sollen nachkommen, irgendwann. "Ich möchte Deutsch lernen und an einer Uni Architektur studieren", sagt Sikran. Einmal die Woche telefoniert er über das Internet mit seiner Familie. Das geht aber nur, wenn die Eltern zum Markt in einen größeren Ort fahren.

Merhawi, aus Eritrea

18-jährige Merhawi

"Meine Flucht begann ich mit 14 Jahren mit sechs Kumpeln, vier von uns wurden gleich von der Armee erschossen." Fast ein Jahr arbeitet Merhawi (18) auf dem Bau in Äthiopien, später sitzt er monatelang im Gefängnis, erst im Sudan, dann in Libyen, erzählt er auf Deutsch. Die Gefängnisleute hätten seinen Vater erpresst. Der Junge würde sterben, falls er kein Geld überweist. Merhawi erzählt von Schlägen und Hinrichtungen nachts am Strand. Alle Christen sollten getötet werden, er habe sich als Moslem ausgegeben. Im Frühjahr 2014 kommt er in Hannover an. "Hier ist Sicherheit, ich will nie zurück. Meine Mutter rufe ich nicht mehr an, danach geht es mir sehr schlecht", sagt Merhawi. Er will nun den Hauptabschluss machen und absolviert ein Praktikum in einer Autowerkstatt.

Rasheed, aus dem Irak

17-jährige Rasheed

"Im Irak und in Syrien haben Christen und Jesiden kein Leben. Wir haben keine Chance, ein Geschäft zu eröffnen." Rasheed (17) flüchtet vor neun Monaten allein nach Deutschland. Sein älterer Bruder lebt hier schon seit sieben Jahren. Seinen Vater hat er bereits nachgeholt, die Mutter muss aus Kostengründen noch warten. Rasheeds Bruder hat einen Friseursalon. An Deutschland gefällt ihm, dass die Religionszugehörigkeit im Hintergrund steht. "Hier wird nicht gefragt: Bist du Moslem? Bist du Jeside? Bist du Christ? Und: Keiner tötet."

Jodi, aus Syrien

15-jährige Jodi aus Syrien

"Ich bin mit zwei Cousins vor dem Krieg geflohen, durch die Berge in die Türkei. Wir sind an der Grenze in den Stacheldraht gefallen, alles hat geblutet." Schlepper bringen Jodi (15) und seine Cousins von Istanbul in den Laderaum eines Frachtschiffes. Fünf Tage müssen sie ohne Essen auskommen. Sie haben nur Wasser. "Ich konnte nicht atmen, es war so stickig." In einem Bus geht es weiter nach Hannover. Das Jugendamt nimmt ihn in Obhut. Jodi hat Angst um seine Eltern und seine drei jüngeren Brüder. Seit der Flucht vor einem Jahr hört er nichts mehr von ihnen, in seiner Heimatstadt Al-Kamischli gab es Explosionen. "Wir Kurden werden von dem IS enthauptet", sagt er. Jodi hofft, seine Familie nach Deutschland holen zu können. "Ich kann nächtelang nicht schlafen und schlecht lernen." In Syrien war er ein guter Schüler und Fußballspieler. "Jetzt ist der Fußballplatz in meiner Stadt zerstört, gar nichts ist geblieben. Deshalb wollten meine Eltern auch, dass ich die Flucht versuche."

(Quelle: Christina Sticht, dpa)

29.12.2015
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