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merkzettel

Reform mit Reformbedarf Die Pflege kränkelt weiter

BildPflege einer älteren Frau
Pflege einer älteren Frau

(Quelle: clipdealer)

VideoPflegereform ab Januar 2017
Pflegereform.

Am 1. Januar tritt das zweite Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Somit wird ab 2017 der Begriff der Pflegebedürftigkeit neu definiert. Davon betroffen sind eine halbe Million Menschen.

(19.12.2016)

VideoPflegereform: Was ändert sich?
Thomas Meißner zur Pflegereform.

"Bis jetzt wurde nach körperlichen Gesichtspunkten gegangen. Jetzt wird geguckt, wie sind die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen", so Thomas Meißner vom Präsidium des Deutschen Pflegerats.

(19.12.2016)

VideoVorbereiten auf Pflegereform
Ältere Frau wird von Pflegerin eingecremt

Aus Pflegestufen werden Pflegegrade, Schluss mit dem Minutenzählen, und mehr Fokus auf die Alltagskompetenz - so die Ziele der Pflegereform. Aber was bedeutet das für die zu Pflegenden?

(05.09.2016)

von Katharina Sperber

Im Januar tritt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff in Kraft. 1,6 Millionen Demenzkranke sollen dann mehr Leistungen erhalten. Patientenschützer und Sozialverbände können sich dennoch nicht wirklich über die Reform freuen - das "Sterben zweiter Klasse" sei nicht aus der Welt geschafft. 

Mit dem Jahreswechsel gelten neue Regeln in der Pflege: Demenzkranke erhalten endlich Leistungen und es gibt mehr Geld für alte Menschen, die zu Hause gepflegt werden. Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, begrüßt die Reform. Denn künftig orientierten sich die Leistungen am Grad der Selbständigkeit eines Menschen und nicht mehr am mit der Stoppuhr bemessenen Minutentakt für Waschen, Kämmen, Füttern.

"Diese Reform war längst überfällig"

Nun richteten sich die Leistungen nach dem, was ein Pflegebedürftiger selbst noch kann und was nicht. "Aber", sagt Brysch, "diese Reform war längst überfällig"- und sie reiche längst nicht aus, um Pflege gut und menschenwürdig zu organisieren. "Real bekommen die Menschen heute sogar weniger Leistungen als 1996", rechnet er vor. Die Inflation der vergangenen 20 Jahre habe den Geldwert der Leistungen inzwischen "weggefressen". Das werde auch die Beitragserhöhung, die den Pflegekassen fünf Milliarden Euro mehr bringen soll, nicht ausgleichen.

Medizinischer Dienst braucht mehr Zeit

Auch Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, sagt: "Es ist das erste Mal seit Einführung der Pflegeversicherung, dass eine Pflegereform den Namen überhaupt verdient hat." Dennoch mahnt er, dass der Reformwille jetzt nicht nachlassen dürfe, auch wenn dementen Menschen endlich geholfen werde und es mit der Einführung der neuen fünf Pflegegrade statt der bislang gültigen drei Pflegestufen für viele Menschen Verbesserungen geben werde.

Noch weiß aber niemand, welchen bürokratischen Mehraufwand die neuen Begutachtungsverfahren erzeugen werden. Die Medizinischen Dienste jedenfalls, die für die Begutachtung zuständig sind, haben bereits vorsorglich erreicht, dass die bislang verbindliche Fünf-Wochen-Frist, in der sie ihre Entscheidung gefällt haben müssen, ausgesetzt wird. Das kann bedeuten, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nun länger als einen reichlichen Monat auf Hilfe und Unterstützung warten müssen.

Ambulante Versorgung wird gestärkt

Mit der Reform geht ein großer Batzen Geld in die ambulante Versorgung. Das ist einerseits gut, weil es der Wunsch, der meisten Menschen ist, möglichst lange mit der nötigen Unterstützung in ihren eigenen vier Wänden bleiben zu können. Schneider vom Paritätischen Verband mag aber auch nicht ausschließen, dass dann etliche Menschen vereinsamen könnten.

Daten zur Pflegereform

Zwischen 2011 und 2015 stieg die Zahl der Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung bekommen um rund 17 Prozent auf etwa 2,7 Millionen. Das geht aus dem neusten Pflegebericht der Bundesregierung hervor. 2015 zahlten die Pflegekassen etwa 26,6 Milliarden Euro aus, gut ein Viertel mehr als 2011.

Auch die Zahl der Altenpfleger ist gestiegen: zwischen 2003 und 2013 um etwa 40 Prozent auf rund eine Million. Bei den Auszubildenden zur Altenpflege habe es im Schuljahr 2015 mit rund 68.000 Schülerinnen und Schüler einen Höchststand gegeben.

Mit der neuen Pflegereform in zwei Stufen wurden zugleich die Beiträge zur Pflegeversicherung ab 2017 von 2,05 Prozent auf 2,55 Prozent erhöht. Mit den so gewonnenen fünf Milliarden Euro Mehreinnahmen soll die Reform bis 2022 finanziert werden.

Ein weiterer Nachteil ist, dass in die Altenheime künftig nur noch Menschen kommen, die umfassender Pflege und besonderer Zuwendung bedürfen. In den stationären Einrichtungen aber fehlten heute bereits rund 30.000 Pflegekräfte, sagt Schneider. Der Pflegeberuf, die Bezahlung und die Ausbildung müssten "dringend attraktiver gestaltet werden". Pläne dazu gebe es seit langem. Die Regierungsfraktionen von Union und SPD sollen den Entwurf für ein Pflegeberufsgesetz endlich passieren lassen, verlangt Schneider.

"Sterben zweiter Klasse"

Brysch kritisiert darüber hinaus, dass es keine verbindlichen Pflegeschlüssel für alle Heime in Deutschland gebe. Zu einer solchen Vorgabe habe sich die Bundesregierung nicht durchringen können, weil damit die Kosten noch höher ausgefallen wären. So bleibt es dabei, dass auch weiterhin Pfleger in Oberammergau anders bezahlt werden als Pflegerinnen in Hamburg, obwohl sie dieselbe Arbeit machen.

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Dieses regierungsamtliche Zaudern werde sich rächen, sagt Brysch. Denn die Zahl der Leistungsempfänger werde weiter steigen, die Renten aber würden sinken. Immer mehr Pflegebedürftige seien künftig auf Sozialleistungen des Staates angewiesen. "Das zeigt bereits jetzt: Es ist der falsche Ansatz", sagt Brysch.

Wenig bis gar keinen Vorteil von der Reform haben Schwerstpflegbedürftige, die nicht mehr zu Hause versorgt werden können. "Für sie und die Sterbenden" werde sich mit der Reform "gar nichts verbessern", sagt der Patientenlobbyist Brysch. Während ein stationäres Hospiz pro Monat 8.000 Euro für die Versorgung einer Patientin oder eines Patienten von der Krankenkasse erhalte, bekomme ein Altenheim für dieselben Leistungen gerademal zwischen 1.600 und 1.900 Euro. Die Reform habe das "Sterben zweiter Klasse" nicht aus der Welt geschafft. "Das ist zutiefst ungerecht", sagt Brysch.

So funktioniert die Pflegereform

Was der neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff bedeutet

Archiv: Eine alte und demenzkranke Frau am 29.11.2012

Der Pflegebedürftigkeitsbegriff definiert, wer welche Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung hat. Politiker und Pflegeexperten waren sich einig, dass die bislang geltende Definition zu eng gefasst war, weil fast nur körperliche Einschränkungen Geltung fanden. Um der wachsenden Zahl Demenzkranker gerecht zu werden, soll künftig auch der besondere Hilfs- und Betreuungsbedarf von Menschen mit kognitiven oder geistigen Einschränkungen berücksichtigt werden.

Was sich durch die neue Definition ändert

Pflegerin schiebt eine alte Frau im Rollstuhl

Gab es bisher drei Pflegestufen, werden Leistungsempfänger jetzt in fünf Pflegegrade eingestuft. Sie reichen von geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (Pflegegrad 1) bis zur schwersten Beeinträchtigung, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergeht (Pflegegrad 5). Maßstab ist die Selbstständigkeit der Person.

Was sich bei der Begutachtung ändert

Demenz

Prüfer des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung besuchen die Antragsteller und schlagen aus fachlicher Sicht eine Einstufung vor. Die Pflegekasse entscheidet. War bislang für die Eingruppierung der Hilfebedarf in Minuten für Waschen, Trinken, Essen und Mobilität der Maßstab, so ist künftig der Grad der Selbstständigkeit entscheidend.

Aus einer eher defizit-orientierten Herangehensweise wird eine ressourcen-orientierte Begutachtung. Das neue Verfahren bewertet auch die geistigen und kommunikativen Fähigkeiten, die psychischen Problemlagen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte. Die Prüfer fragen zudem, wie die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen erhalten und gestärkt werden kann. Sie sollen Hilfsmittel, medizinische Rehabilitation oder Präventionsmaßnahmen empfehlen.

Was Patienten tun müssen, die Leistungen erhalten

Ältere Dame schiebt einen Rollator

Alle Versicherten, die am 31. Dezember 2016 bereits Leistungen der Pflegeversicherung beziehen, werden am 1. Januar 2017 ohne neue Antragstellung und Begutachtung automatisch in die neuen Pflegegrade übergeleitet. Konkret gilt die Formel: Menschen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen werden automatisch in den nächst höheren Pflegegrad eingestuft: Pflegestufe I wird in Pflegegrad 2, Pflegestufe III wird in Pflegegrad 4 übergeleitet. Menschen mit geistigen Einschränkungen kommen automatisch in den übernächsten Pflegegrad: Pflegestufe 0 wird Pflegegrad 2, Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz wird Pflegegrad 4.

Wie hoch künftig die Leistungen sind

Illustration - Modellfiguren eines Rentnerpaares stehen am 21.03.2016 in Potsdam auf einem Stapel Münzen

In den meisten Fällen erhöht das Gesetz die Leistungen. So steigt der Maximalbetrag des Pflegegeldes, den ein ambulant Pflegebedürftiger erhält, von derzeit 728 auf 901 Euro. Bei vollstationärer Versorgung steigt die maximale Leistung von 1.995 auf 2.005 Euro.

Wie sich die Zahl der Leistungsempfänger verändert

Zu den bisherigen 2,8 Millionen Empfängern kommen rund 200.000 Personen hinzu, die im kommenden Jahr allein durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zusätzlich einen Anspruch auf Leistungen haben werden. Das Bundesgesundheitsministerium geht mittelfristig von bis zu 500.000 Personen aus.

Wie die Leistungsansprüche angepasst werden

Hermann Gröhe (CDU) am 11. Juni 2015

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) versichert, dass durch das neue Einstufungssystem keiner der heute rund 2,8 Millionen Leistungsbezieher schlechter gestellt werde. Grundsätzlich werden Leistungsansprüche nur nach oben angepasst; es gibt Bestandsschutz. Allerdings kritisiert die Deutsche Stiftung Patientenschutz, dass durch eine geringere Gewichtung körperlicher Einschränkungen möglicherweise einzelne Antragsteller keinen Pflegegrad erhalten. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen teilt diese Befürchtung nicht.

Was sich für Pflegebedürftige in Heimen ändert

Pflegeheim typical

Bisher galt: Niedrige Pflegestufe, niedriger Eigenanteil, höhere Pflegestufe, höherer Eigenanteil. Künftig aber zahlt jeder Heimbewohner, unabhängig vom Grad seiner Pflegebedürftigkeit, einen festen Eigenanteil. Dieser Betrag wird für alle Bewohner eines Heimes einheitlich ermittelt. Heimbewohnern mit niedrigem Pflegegrad drohen nach Angaben der Stiftung Patientenschutz dann aber im Vergleich zu heute Mehrbelastungen.

Künftig kann jeder versicherte Pflegebedürftige in voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen in den Genuss zusätzlicher Betreuungsangebote kommen. Bisher war dies davon abhängig, ob die Einrichtung das mit der Pflegekasse verhandelt hat. Zukünftig muss jede stationäre Pflegeeinrichtung mit den Pflegekassen entsprechende Vereinbarungen schließen und die zusätzlichen Betreuungskräfte einstellen.

Was sich für pflegende Angehörige ändert

Junger Angehöriger mit altem Mann

Pflegepersonen werden in der Renten- und Arbeitslosenversicherung besser abgesichert: Künftig zahlt die Pflegeversicherung Rentenbeiträge für alle Pflegepersonen, die einen Pflegebedürftigen im Pflegegrad 2 bis 5 mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf mindestens zwei Tage, zu Hause pflegen. Für Pflegepersonen, die aus dem Beruf aussteigen, um sich um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern, bezahlt die Pflegeversicherung künftig die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für die gesamte Dauer der Pflegetätigkeit.

Was die Reform kostet

500-Euro-Scheine

Bereits zur Finanzierung des ersten Pflegestärkungsgesetzes wurden die Beitragssätze Anfang 2015 um 0,3 Prozentpunkte erhöht. 0,2 Prozentpunkte davon sollen für Leistungsverbesserungen verwendet werden. Die restlichen 0,1 Prozentpunkte oder 1,2 Milliarden Euro gehen in einen Vorsorgefonds, der künftige Leistungen für die wachsende Zahl der Pflegebedürftigen aus der Generation der Babyboomer abfedern soll.

Mit der neuen Reform werden die Beitragssätze ab Januar um weitere 0,2 Prozentpunkte angehoben. Die beiden geplanten Beitragserhöhungen sollen insgesamt rund fünf Milliarden Euro in die Kassen der Pflegeversicherung spülen. Für die Überleitung auf das neue System des zweiten Pflegestärkungsgesetzes veranschlagt Gröhe einmalig weitere 4,4 Milliarden Euro. Das Geld soll aus den Rücklagen der Pflegeversicherung kommen.

(Quelle: Christoph Arens, kna)

26.12.2016
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