25.05.2016
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merkzettel

Rüge wegen Äußerung zu Afrikanern AfD-Bundesvorstand will Höcke vorladen

BildBjörn Höcke
Björn Höcke

(Quelle: dpa)

VideoAfD: Übergriff auf Journalistin
Alexander Gauland

"Die Leute wollen kein Willkommensfernsehen sehen - und da gibt es Ausrutscher", sagt AfD-Vizechef Alexander Gauland. Er distanziere sich von Angriffen wie dem auf ZDF-Reporterin Britta Hilpert.

(27.11.2015)

VideoRechtsaußen im Aufwind
AfD Politiker auf einer Veranstaltung

Im Parteienspektrum profitiert vor allem die rechtspopulistische AfD von der Flüchtlingsproblematik. Die AfD fordert eine Begrenzung der Zuwanderung und stärkere Grenzkontrollen.

(14.10.2015)

VideoAfD weiter im Aufschwung
Bernd Höcke von der AfD

Neun Prozent würden laut ZDF-Politbarometer AfD wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Dabei profitiert sie vor allen Dingen von Strömungen wie Pegida.

(27.11.2015)

Nach einer umstrittenen Rede zur Asylpolitik muss sich Thüringens AfD-Chef Björn Höcke vor dem Bundesvorstand seiner Partei verantworten. Er wurde zur nächsten Sitzung vorgeladen. Eine Rüge wegen "politischer Torheit" fing er sich bereits ein. 

Höcke hatte im vergangenen Monat seinen Widerstand gegen den Zuzug von Flüchtlingen mit Argumenten begründet, die er selbst als "populationsökologisch" charakterisierte. Er sprach dabei von einem "lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp" und von einem "Bevölkerungsüberschuss" Afrikas. "Solange wir bereit sind, diesen Bevölkerungsüberschuss aufzunehmen, wird sich am Reproduktionsverhalten der Afrikaner nichts ändern", sagte Höcke damals.

AfD-Parteichef: "Politische Torheit"

Jörg Meuthen, neben Frauke Petry zweiter Parteivorsitzender, sagte dazu: "Seine Ausführungen sind sachlich unsinnig, entbehren wissenschaftlicher Substanz und laden zu Fehldeutungen als rassistische Aussagen geradezu ein." Sie seien eine "politische Torheit". Meuthen empfahl Höcke nun "dringend, in sich zu gehen und sich in seinen öffentlichen Auftritten künftig deutlich zu mäßigen". Höckes Äußerungen seien "dem Erscheinungsbild unserer Partei in der Öffentlichkeit alles andere als dienlich".

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Dass Höcke dem französischen Front National zu seinem Erfolg bei den Regionalwahlen in der vergangenen Woche gratuliert habe, sei ebenfalls "falsch und unangemessen". Der Thüringer Landeschef schade damit dem Erscheinungsbild der Alternative für Deutschland und gefährde die Einheit der Partei. Höcke hat Rückhalt im rechtsnationalen Flügel der AfD und galt zuletzt als gefährlichster Rivale Petrys.

Zwischen der AfD-Bundesspitze und Höcke hatte es bereits mehrfach Streit gegeben, weil die Bundesspitze seine Äußerungen als zu rechts empfand. Die frühere AfD-Führung um Parteigründer Bernd Lucke hatte deshalb ein Ausschlussverfahren gegen Höcke angestrengt. Dieses Verfahren war aber nach der Spaltung der Partei und dem Auszug Luckes im Juli beendet worden. Ob Höcke wegen seiner Äußerungen, die Politiker anderer Parteien als rassistisch kritisiert hatten, der Ausschluss aus der AfD droht, ist noch offen.

14.12.2015, Quelle: afp, dpa
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