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Rügen: Eine Welt aus Sand Sandburgen für Profis

VideoSandburgen für Profis
Sandskulptur einer leicht beklaideten Frau

Beim größten überdachten Sandskulpturenfestival präsentieren 50 Künstler aus 10 Ländern ihre Arbeiten auf der Ostseeinsel Rügen. Vier Wochen lang arbeiteten sie an der Ausstellung.

(11.03.2016)

VideoÜbernachten in der Sandburg
Sandhotel

Dieses Hotel liegt zwar nicht am Strand, ist aber aus Sand - und man kann darin schlafen und essen.

(30.09.2015)

von Annelie Haack, Schwerin

Sandburgen nur ein Spaß für Kinder und ehrgeizige Väter? Von wegen! Auf Rügen schaffen jetzt internationale Künstler eine Welt aus Sand. Eine Kunst, die ein ständiges Risiko birgt. 16.000 Tonnen Spezialsand wurden dafür aus den Niederlanden nach Binz gebracht. 

Von Südamerika ist es nur ein Katzensprung bis in die Antarktis. In Binz auf Rügen kann man in wenigen Schritten durch die Natur dieser Welt wandern. Das größte überdachte Sandskulpturenfestival beginnt heute. 50 Künstler aus zehn Ländern haben vier Wochen an der Ausstellung gearbeitet. "Ein gutes Team zusammenzustellen ist nicht einfach. Das ist schon eine ganz spezielle Kunst. Wir lassen Künstler aus der ganzen Welt einfliegen", so der Veranstalter Thomas Van Den Dungen.

16.000 Tonnen Spezialsand eingeschifft

16.000 Tonnen Spezialsand wurden eigens aus den Niederlanden eingeschifft. Um die Skulpturen zu erschaffen, werden erst Sandblöcke gepresst und aufeinander gestapelt. Aus denen werden dann die Tiere oder Landschaften modelliert. Säge, Schaufel, Skalpell und Pinsel gehören zu den wichtigsten Werkzeugen der Künstler. "Man muss denken wie der Sand. Was der will. Und natürlich auch mathematisch. Die Skulptur muss aufgebaut sein wie ein Trapez. Dann sollte auch kein Sand runterrutschen. Man muss da sehr professionell sein. Dann klappt das meistens auch", sagt Charlotte Koster aus den Niederlanden.

Sie mag die Herausforderung, die das Material sind mit sich bringt. Aber nicht immer geht alles gut: "Wir hatten erst vorgestern so eine Geschichte. Da kam ein Künstler zu mir und erzählte, dass der Waschbär, den er am Tag zuvor gebaut hat, zusammengebrochen ist. Er war im wahrsten Sinne des Wortes, nur noch ein Häufchen Elend. Der Sand ist im Moment noch sehr feucht. Und dann konnte er nur noch kleine Waschbären bauen", berichtet Bianca Lohr vom Team des Festivals. Das Motto in diesem Jahr ist "Faszination Natur". Die Bandbreite der Figuren reicht von bedrohten Tierarten bis zu berühmten Naturforschern.

Bis zum November können die vergänglichen Kunstwerke noch bewundert werden. Und wer sich selber mal als Sandkünstler probieren möchte, der kann das in einem großen Sandkasten tun.

12.03.2016
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