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Kampf gegen IS Saudi-Arabien zu Bodeneinsatz in Syrien bereit

BildSaudische Soldaten bei Übung
Saudi-Arabien: Soldaten bei Übung am 17. September 2015

(Quelle: ap)

VideoSchwieriges Verhältnis zu Riad
Frank-Walter Steinmeier in Saudi-Arabien (Archivbild)

47 politische Gefangene hat Saudi-Arabien Anfang 2016 hingerichtet. Außenminister Steinmeier besucht das Land dennoch. Auch Waffen liefert Deutschland weiterhin nach Riad - ist das richtig?

(31.01.2016)

VideoSaudi-Arabien versus Iran
Jochen Hippler, Politikwissenschaftler und Friedensforscher der Universität Duisburg-Essen.

Neue Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Iran: Welche Folgen hat der Konflikt für uns? heute+ fragt Jochen Hippler, Politikwissenschaftler und Friedensforscher der Universität Duisburg-Essen.

(04.01.2016)

VideoGeberkonferenz für Syrien
Vertreter aus über 70 Ländern kommen in London zusammen, um finanzielle Hilfen für die Menschen in Syrien und den anliegenden Ländern zu organisieren. Dafür sind mehr als 7 Miliarden Euro nötig.

Bei einer internationalen Geberkonferenz in London gab es Zusagen von neun Milliarden Euro, um syrischen Kriegsflüchtlingen im Nahen Osten zu helfen.

(04.02.2016)

Seit eineinhalb Jahren fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Terrormiliz IS. Jetzt ist das Königreich auch bereit, mit Bodentruppen gegen den IS vorzugehen, sollte die von den USA angeführte Koalition eine solche Militäraktion starten.  

Saudi-Arabien sei bereit, sich jeglicher Bodenoperation in Syrien anzuschließen, auf die sich die internationale Koalition einigen würde, sagte der saudische Armeesprecher Ahmed Asiri dem Nachrichtenkanal Al-Arabija. Die Soldaten seien sofort einsatzbereit. Noch im Februar ist ein Treffen der Verteidigungsminister des Anti-IS-Bündnisses in Brüssel geplant, bei dem über das Angebot aus Riad debattiert werden dürfte.

Armeesprecher: Zum Sieg über IS entschlossen

Saudi-Arabien fliegt seit September 2014 als Teil der von den USA angeführten Koalition bereits Luftangriffe auf den IS in Syrien. Jetzt sei man aber auch zu einem Bodeneinsatz gegen die Gruppe bereit, sagte Asiri. Die Regierung sei entschlossen, die Terrormiliz IS zu besiegen. Wie viele Soldaten sein Land entsenden könnte, sagte Asiri nicht.

Weitere Links zum Thema

Saudi-Arabien ist im syrischen Bürgerkrieg einer der wichtigsten Unterstützer der radikal-islamischen sunnitschen Rebellengruppen Ahrar al-Scham und Dschaisch al-Islam. Auch in den Konflikt im Jemen ist Saudi-Arabien tief verwickelt und kämpft dort aus der Luft und am Boden gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die wiederum von Iran unterstützt werden.

Eine Beteiligung der gut ausgerüsteten saudischen Soldaten könnte auch den Konflikt in Syrien noch mehr zu einem Stellvertreterkrieg machen. Auf Seiten der Regierungstruppen sind auch russische und iranische Soldaten als Berater aktiv, aber offiziell keine Bodentruppen. Am Boden werden die Regierungstruppen allerdings von Kämpfern der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon unterstützt. Auch sie sind erbitterte Gegner des sunnitischen Saudi-Arabien.

Moskau: Türkei bereitet Bodenoffensive vor

Neben Saudi-Arabien soll auch die Türkei - zumindest nach Angaben aus Moskau - eine Bodenoffensive in Syrien vorbereiten. Bilder des Grenzübergangs zwischen dem türkischen Reyhanli und Sarmada in Syrien zeigten, dass dort Verkehrswege aufgebaut würden, auf denen Waffen, Soldaten und Munition transportiert werden könnten, sagte der russische Militärsprecher Igor Konaschenkow am Donnerstag.

Dies sei eines von mehreren Anzeichen, dass die türkische Armee verdeckt Aktionen auf syrischem Territorium vorbereite. Die Türkei äußerte sich zunächst nicht dazu. Auch sie unterstützt syrische Rebellen im Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad.

Mehr IS-Kämpfer in Libyen

Die Zahl der Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak ist nach Einschätzung der US-Geheimdienste zurückgegangen. Gleichzeitig habe aber der Ableger der Gruppe in Libyen mehr Zulauf erhalten, sagte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums.

Demnach hat der IS in Syrien und im Irak noch 19 000 bis 25 000 Kämpfer, während früher mit 20.000 bis 30.000 gerechnet worden war. Ein wichtiger Grund dafür sind nach Einschätzung der USA die intensiven Luftangriffen des Bündnisses gegen den IS. Weil es dadurch und durch die strengen Kontrollen an den Grenzen schwerer geworden sei, in das IS-Gebiet zu gelangen, sich dort zu bewegen und andere zu rekrutieren, seien viele Radikale stattdessen nach Libyen gegangen, sagte der Pentagon-Sprecher. Denn dort seien große Landstriche gesetzeslos. Den Angaben zufolge stieg die Zahl der IS-Kämpfer in Libyen von wenigen tausend auf 5.000.

04.02.2016, Quelle: ap, dpa
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