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Selbstfahrende Autos Mit dem Roboter-Taxi über den Campus

BildRoboter-Taxi in Südkorea
Roboter-Taxi auf einem Campus in Südkorea.

(Quelle: ap)

VideoFahren per Autopilot
Grafik wer haftet

Ein selbstfahrender LKW könnte so manchen Spediteur entlasten. Doch mit neuer Technik kommen auch neue Fragen auf. heute+ hat einige davon gesammelt und dem Rechtsexperten Eric Hilgendorf vorgelegt.

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VideoCES: Autos der Zukunft
Elektro-Bulli von VW

Auf der CES in Las Vegas präsentieren die Hersteller der Fachwelt die Autos der Zukunft. So kann man unter anderem Elektroautos im Baukastenprinzip oder auch einen Elektro-Bulli von VW bestaunen.

(06.01.2016)

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Mann mit 3-D-Brille

Bei der CES in Las Vegas hat Volkswagen seinen Budd-e vorgestellt, Bosch ein Geisterfahrer-Warnsystem und Valeo eine Scheibenheizungs-App -  Scheibenkratzen adé.

(07.01.2016)

In gut zehn Jahren werden Autos das Steuer im Straßenverkehr komplett übernehmen, erwarten Experten. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul befördert schon jetzt ein Roboter-Taxi Passagiere über den Unicampus. Pro forma noch mit Fahrer hinterm Lenkrad. 

Obwohl sie eine schlichte dunkelgraue Lackierung hat, fällt diese Limousine auf. Wenn der Hyundai Genesis mit seinem Dachaufbau voller Instrumente über den Campus der Universität von Seoul fährt, drehen sich viele neugierig um und blicken ihm nach. Seit etwa einem halben Jahr wird das intelligente Auto, das keinen Fahrer benötigt, als Taxi für Studierende mit Behinderung eingesetzt.

Autonomes Auto kann per App gerufen werden

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Bislang läuft der Test erfolgreich. Auf seinen Fahrten über das rund 4.100 Quadratmeter große Universitätsgelände hat das Auto, "Snuber" genannt, noch keinen Unfall gebaut. Dennoch sitzt sicherheitshalber immer ein Mensch hinterm Steuer, der notfalls eingreifen könnte. Das liegt allerdings weniger daran, dass die Forscher ihrer Entwicklung misstrauen, sondern daran, dass autonom fahrende Autos noch nicht auf südkoreanischen Straßen zugelassen sind.

"Snuber" kann mittels einer eigens programmierten App herbeigerufen werden. Die Instrumente auf dem Dach - eine Kamera, Laserscanner und andere Sensoren, liefern Daten über die Umgebung. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dem Campus liegt bei 30 Kilometern pro Stunde. Ampeln gibt es zwar keine, dafür aber Stoppschilder und Fußgängerüberwege, an denen das intelligente Taxi anhält. Falls ein Hindernis auftaucht, zum Beispiel ein stehendes Fahrzeug, überprüft "Snuber" den Gegenverkehr und leitet den Überholvorgang ein.

Weltweit forschen Unternehmen an der Entwicklung autonomer Fahrzeuge, die ohne menschliches Zutun navigieren. In Japan sollen 2020 führerlose Taxis Passagiere befördern. In Griechenland werden im Rahmen eines EU-Projekts selbstfahrende Busse getestet. General Motors gab Anfang der Woche bekannt, 500 Millionen Dollar in den Fahrdienst-Vermittler Lyft zu investieren, um mit diesem eine Flotte von Roboter-Taxis aufzubauen, die auf Abruf bereitstehen. Der größte südkoreanische Autohersteller Hyundai rechnet nicht vor 2030 damit, ein vollständig automatisiertes Fahrzeug auf den Markt zu bringen.

Autonomes Taxi frühestens 2030

Auch "Snuber" wird noch lange nicht außerhalb des überschaubaren Unicampus fahren können, wie Seo Seung Woo einräumt, der das Forschungszentrum für intelligente Fahrzeuge an der Nationalen Universität von Seoul leitet. "Es braucht noch viel Zeit und viel Mühe", sagt er. "Wir benötigen weitere Tests unter realen Verkehrsbedingungen."
In vier Jahren könne möglicherweise ein fahrerloses Auto zwischen zwei Mautstationen auf der Autobahn hin- und herfahren, sagt Seo. Ein völlig autonomes Taxi, das Fahrgäste von Tür zu Tür befördert, wird es seiner Einschätzung nach frühestens 2030 geben.

Autonomes Fahren

Sensoren und Kameras

Grafik wer haftet

Die Technologie von selbst fahrenden, autonomen Autos basiert vor allem auf Sensoren und Kameras, die die Umgebung erfassen und die Daten in Sekundenschnelle verarbeiten. Einparkhilfen oder Stauassistenten funktionieren bereits so. Autobauer setzen bei dieser Technologie vor allem auf Luxusfahrzeuge, die zumindest mit teilautomatisierten Elementen noch in diesem Jahrzehnt auf dem Markt erwartet werden.

Drei Stufen von autonomem Fahren

Der Automobilverband VDA unterscheidet bei selbstfahrenden Autos drei Stufen: Beim "teilautomatisierten Fahren" muss der Fahrer die Assistenzsysteme ständig überwachen, also weiter aktiv mitfahren. Das "hochautomatisierte Fahren" soll den Autofahrer weiter entlasten. Das System warnt den Fahrer dann rechtzeitig, wenn es selbst nicht mehr reagieren kann und er eingreifen muss. Das "vollautomatisierte Fahren" entspricht dagegen dem landläufigen Verständnis eines Autopiloten. In dieser Stufe könnte der Fahrer auch auf dem Rücksitz Platz nehmen. Damit rechnen die Hersteller aber erst in ferner Zukunft.

Regeländerung für Fahren ohne Fahrer

Bevor das Auto komplett die Kontrolle übernehmen darf, muss das Wiener Übereinkommen über den Verkehr aus dem Jahr 1968 geändert werden. Denn dort ist festgeschrieben, dass jedes Fahrzeug einen Fahrer haben soll. Aus diesem Grund müssen Autofahrer bislang immer wieder das Lenkrad berühren, wenn das Auto - zum Beispiel beim Stauassistenten - schon heute übernommen hat.

(Quelle: dpa)

09.01.2016, Quelle: von Youkyung Lee, ap
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