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Vorfälle in Köln Silvester-Übergriffe: Polizei sucht mit Fotos

VideoKöln: Polizei sucht mit Fotos
Übergriffe in Köln: Polizei sucht mit Fotos nach Tätern aus Silvesternacht

Nach den zahlreichen Übergriffen und Diebstählen in der Kölner Silvesternacht hat die Polizei erstmals Fotos von Verdächtigen veröffentlicht. Nun erhofft sie sich Hinweise aus der Bevölkerung.

(08.03.2016)

VideoErste Prozesse nach Kölner Silvester
Steckbrief

Ein erster Prozess gegen Täter der Kölner-Silvesternacht zeigt: Wer nach Deutschland kommt und kriminell wird, kann nicht mehr davon ausgehen, mit ein paar Tagen Untersuchungshaft davon zu kommen.

(24.02.2016)

VideoNachhilfe für Flüchtlinge
Unterrichtsstunde

Nach den sexuellen Übergriffen von Köln sind viele der Meinung: Die sexuelle Gewalt hat auch einen Ursprung im Islam. Abdul-Ahmad Rashid geht der Frage nach, inwiefern das stimmt.

(15.01.2016)

Diebstahl, sexuelle Übergriffe, Belästigung - mehr als  1.100 Anzeigen gingen nach der Silvesternacht bei der Kölner Polizei ein. Die Ermittlungen gestalten sich langwierig und schwierig. Nun will die Polizei mit Fotos von Verdächtigen Fortschritte erreichen. 

Nach den massiven Übergriffen in der Kölner Silvesternacht hat die Polizei erstmals Fahndungsfotos von Verdächtigen veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen fünf Männer. Es sei das erste Mal, dass im Zusammenhang mit den Ermittlungen auf diese öffentliche Form der Fahndung zurückgegriffen werde, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Die Ermittler riefen dazu auf, sich bei der Polizei zu melden, sofern man ein Gesicht wiedererkenne oder gar wisse, wo sich der Abgebildete aufhalte.

Opfer haben Fotos gemacht

Nach Angaben Bremers geht es bei den Verdächtigen konkret um zwei mögliche Taten - eine sexuelle Nötigung und eine Beleidigung. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hätten die Abgebildeten in einem Fall ihre Opfer umzingelt und sexuell belästigt, erklärte die Polizei. Zudem sollen sie versucht haben, sie zu bestehlen. Zeugen und auch Betroffene seien trotz dieser Umstände aber in der Lage gewesen, Fotos von den Verdächtigen zu machen.
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Die Fotos stammen aus dem umfangreichen Bildmaterial, das die Ermittler mittlerweile angehäuft haben und das zum Teil von Überwachungskameras und zum Teil aus Privatbesitz stammt. Die "Ermittlungsgruppe Neujahr" hatte dazu aufgerufen, Fotos oder Videos aus der Silvesternacht auf einen Polizei-Server zu laden, damit das Material gesichtet werden kann.

Bildqualität war Kriterium

Voraussetzung für die nun öffentliche Fahndung mit den Fotos sei die in diesem Fall ausreichende Bildqualität gewesen, erläuterte Oberstaatsanwalt Bremer. Zudem müsse es sich um einen Vorwurf von erheblicher Bedeutung handeln und die Chance bestehen, einen Ermittlungserfolg zu erzielen. Auch das sei gegeben.

Im und am Kölner Hauptbahnhof waren Frauen von Männergruppen - nach Angaben von Zeugen vor allem nordafrikanischer oder arabischer Herkunft - umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen worden. Bei der Staatsanwaltschaft Köln sind bislang mehr als 1100 Anzeigen eingegangen. Nach und nach werden immer mehr mögliche Täter identifiziert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag wird mittlerweile gegen 108 Beschuldigte ermittelt, 13 von ihnen sitzen in Untersuchungshaft.

08.03.2016, Quelle: dpa
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