27.06.2017
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Politbarometer SPD legt sehr stark zu - Schulz vor Merkel

InteraktivKlicken Sie sich durch die Zahlen!
VideoPolitbarometer: Schulz vor Merkel
Schulz liegt im direkten Vergleich vor Kanzlerin Merkel

Der Aufwärtstrend der SPD nach der Kandidatur von Martin Schulz hält weiterhin an. So kann die Partei sechs Prozentpunkte zulegen und kommt nun auf 30 Prozent, die CDU auf 34 Prozent. Im direkten Vergleich überholt Martin Schulz die Kanzlerin.

(17.02.2017)

VideoBarley: "Schulz bringt den Schwung"
Katarina Barley (links)

"Wir freuen uns, dass die Zustimmung zu uns und unserem Kandidaten so groß ist", sagt Katarina Barley, SPD-Generalsekretärin, angesichts des aktuellen ZDF-Politbarometers, wonach die SPD einen Zuwachs um 6 Prozent erzielt. Wäre am Sonntag Bundestagswahl käme die Partei auf 30 Prozent.

(17.02.2017)

VideoSPD: Der Schulz-Effekt
Der Schulz-Effekt.

Rosige Zeiten für die SPD: Seit der Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidaten geht es aufwärts. Laut aktuellen Umfragen hat seine Partei so gute Werte wie seit Jahren nicht mehr. Bei einer Direktwahl läge Schulz momentan vor Angela Merkel. Gibt es ihn, den Schulz-Effekt?

(03.02.2017)

Der positive Trend der SPD nach der Kandidatur von Martin Schulz hält weiterhin an. So kann die Partei sechs Prozentpunkte zulegen und kommt nun auf 30 Prozent. Das zeigt das aktuelle Politbarometer. Auch im direkten Vergleich überholt Martin Schulz die Kanzlerin. 

Gut drei Wochen nach der Ankündigung von Martin Schulz, als Kanzlerkandidat für die SPD anzutreten, kann die SPD so stark zulegen wie noch nie eine Partei in einem Politbarometer bisher. Mit Ausnahme der Grünen und der FDP verlieren alle anderen Parteien.

Projektion: SPD verbessert sich deutlich

Links
Mehr zum Politbarometer
Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, würde die CDU/CSU nur noch 34 Prozent (minus zwei) erreichen, die SPD könnte sich sehr deutlich auf 30 Prozent (plus sechs) verbessern, die Linke käme nur noch auf sieben Prozent (minus drei), die Grünen auf neun Prozent (plus eins), die FDP auf unverändert sechs Prozent, die AfD auf zehn Prozent (minus eins) und die anderen Parteien zusammen auf vier Prozent (minus eins). Trotz dieser deutlichen Veränderungen gäbe es weiterhin nur eine klare Mehrheit für CDU/CSU und SPD und eine ganz knappe für eine Koalition aus CDU/CSU, Grüne und FDP – nicht aber für Rot-Rot-Grün.

Akzeptanz von Rot-Rot-Grün

Kugelschreiber von der SPD, die Grünen und die Linke

44 Prozent lehnen eine Koalition aus SPD, Linke und Grünen ab.
Quelle: imago

Eine Koalition aus SPD, Linke und Grünen finden 30 Prozent aller Befragten gut, 20 Prozent wäre es egal, und 44 Prozent fänden eine solche Regierung schlecht (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht"). Wenn es nach der nächsten Bundestagwahl für Rot-Rot-Grün reichen würde, glauben 68 Prozent aller Befragten, dass die SPD dann versuchen würde, eine solche Regierung zu bilden, 26 Prozent glauben das nicht.

K-Frage: Schulz überholt Merkel

Inzwischen wollen nur noch 38 Prozent Angela Merkel lieber als Kanzlerin, während jetzt 49 Prozent Martin Schulz bevorzugen. Ende Januar hatte Merkel noch mit 44 Prozent knapp vor Schulz mit 40 Prozent gelegen. Bei einem direkten Vergleich halten 23 Prozent Merkel für glaubwürdiger und 20 Prozent Schulz, während die meisten (46 Prozent) da keinen großen Unterschied sehen. In Sachen "Sympathie" führt Schulz mit 36 Prozent der Nennungen klar vor Merkel mit 22 Prozent (kein Unterschied: 33 Prozent). Den größeren Sachverstand sehen hingegen 34 Prozent bei Merkel und nur 10 Prozent bei Schulz (kein Unterschied: 38 Prozent).

Obwohl Schulz bei der K-Frage klar führt, sagen 71 Prozent aller Befragten und damit ähnlich viele wie in den Monaten davor, dass Merkel ihre Arbeit als Bundeskanzlerin eher gut macht und nur 24 Prozent sagen "eher schlecht".

Top Ten: Martin Schulz auf Platz eins

Martin Schulz (SPD)

Martin Schulz erreicht unverändert einen Wert von 2,0.
Quelle: dpa

Nach dem Ausscheiden von Frank-Walter Steinmeier, der wie alle Bundespräsidenten zuvor hier nicht mehr berücksichtigt wird, liegt jetzt Martin Schulz auf Platz eins der Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker. Er erreicht auf der Skala von +5 bis -5 einen unveränderten Durchschnittswert von 2,0. Danach kommt auf Platz zwei Winfried Kretschmann ebenfalls mit 2,0 (Jan. II: 1,9) und auf Platz drei Angela Merkel mit 1,7 (Jan. II: 1,8). Es folgen Wolfgang Schäuble mit unverändert 1,7, Thomas de Maizière mit 1,2 (Jan. II: 1,1), vor Heiko Maas mit 1,0, der in die Top Ten nachgerückt ist. Leicht verbessern konnten sich Sigmar Gabriel mit 0,9 (Jan. II: 0,7) und Ursula von der Leyen mit 0,9 (Jan. II: 0,8). Horst Seehofer verliert auf 0,4 (Jan. II: 0,5) und am Schluss liegt weiterhin Sahra Wagenknecht mit unveränderten minus 0,4.

Kompetenz "Soziale Gerechtigkeit"

Die Trendwende bei der SPD und das gute Abschneiden von Martin Schulz gehen einher mit einer sehr deutlichen Verbesserung der Kompetenzzuweisung für die SPD beim Thema "soziale Gerechtigkeit". Jetzt trauen 48 Prozent der SPD auf diesem Feld am meisten zu. Im November letzten Jahres waren es nur 29 Prozent. Die CDU/CSU kommt hier nur noch auf 16 Prozent, die Linke auf elf Prozent, die Grünen auf vier Prozent, FDP und AfD jeweils nur auf einen Prozent (keine Partei: sieben Prozent; weiß nicht: zwölf Prozent).

Abschiebung in Heimatländer mit umstrittener Sicherheitslage

Archiv - abgelehnte Asylbewerber steigen am 24.02.2015 am Baden-Airport in Rheinmuenster in ein Flugzeug

Die Abschiebungen von Asylbewerbern in unsichere Länder bleiben umstritten.
Quelle: dpa

Aktuell wird darüber gestritten, ob abgelehnte Asylbewerber u.a. nach Afghanistan abgeschoben werden sollen. Eine knappe Mehrheit von 49 Prozent ist dagegen, dass ausreisepflichtige Asylbewerber vermehrt auch in ihre Heimatländer abgeschoben werden, wenn es umstritten ist, dass sie dort sicher sind. 44 Prozent sprechen sich dafür aus. Eine so verschärfte Abschiebepraxis wird von Mehrheiten der SPD-, Linken- und Grünen-Anhänger abgelehnt, die Anhänger der CDU/CSU und der FDP sind eher geteilter Auffassung und nur die der AfD sprechen sich mit deutlicher Mehrheit dafür aus.

Sorgen über die Politik von Trump und Putin

Inzwischen bereitet die Politik von US-Präsident Donald Trump 78 Prozent (Januar: 62 Prozent) aller Deutschen (sehr) große Sorgen, lediglich 19 Prozent sehen das nicht so. Ähnliches sagen über die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin nur 58 Prozent, während 40 Prozent dessen Politik keine großen Sorgen macht.

Die Umfrage zum Politbarometer ...

... wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 14. bis 16. Februar 2017 bei 1.231 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 32 Prozent, SPD: 42 Prozent, Linke: fünf Prozent, Grüne: neun Prozent, FDP: sechs Prozent, AfD: sechs Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 10. März 2017. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de

17.02.2017
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