27.06.2017
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merkzettel

Türkische Minister Gaggenau und Köln sagen Ministerauftritte ab

BildBekir Bozdag
Archiv: Bekir Bozdag am 27.10.2016 in Washington

(02.03.2017 Quelle: picture alliance / AA)

VideoErdogans Wahlkampf
Türkischer Ministerpräsident Yildirim in Oberhausen.

Der türkische Präsident Erdogan macht auch in Deutschland Wahlkampf für das umstrittene Verfassungsreferendum. Sein Justiz-Minister will nun in Baden-Württemberg auftreten. Bereits vor wenigen Tagen hatte Ministerpräsident Yildirim in Oberhausen für die Verfassungsreform Erdogans geworben. Viele Gegner kritisieren den Wahlkampf in Deutschland.

(02.03.2017)

VideoYildirim wirbt für Präsidialsystem
Türkischer Ministerpräsident Yildirim

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat in Oberhausen vor tausenden Landsleuten für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei geworben. Über eine entsprechende Verfassungsreform soll das türkische Volk im April abstimmen.

(18.02.2017)

VideoWerbung für Erdogan
Türkischer Ministerpräsident kommt nach Deutschland

Der türkische Ministerpräsident Yildirim will am Samstag in Oberhausen für Erdogans umstrittene Verfassungsreform und sein neues Präsidialsystem werben. Ist das offensive Werben aber in Deutschland überhaupt zulässig?

(17.02.2017)

Die Städte Gaggenau und Köln sagen die Wahlkampfauftritte des türkischen Justiz- und Wirtschaftsministers ab. Die Stadt Gaggenau teilte mit, dass wegen des überregionalen Interesses ein Besucherandrang erwartet werde, für den die örtliche Festhalle nicht ausreiche. Auch Köln hat Sicherheitsbedenken. 

Die Halle, die Parkplätze und die Zufahrten reichten für den erwarteten Besucherandrang nicht aus, begründete die Stadt Gaggenau die Entscheidung und widerrief deshalb die Zulassung. Der türkische Justizminister wollte für ein Ja bei der Volksabstimmung über das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem in der Türkei werben.

Kurzfristiger Auftritt - Stadt hat Sicherheitsbedenken

Auch die Stadt Köln hat den geplanten Auftritt des türkischen Wirtschaftsministers Nihat Zeybekci abgesagt. "Der Auftritt kann und wird nicht stattfinden", sagte ein Sprecher der Stadt Köln dem ZDF.

Mit der Stadt Köln war der Auftritt nicht abgestimmt. Der Sprecher der Stadt Köln bestätigte dem ZDF, die Erdogan-nahe Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) habe vor Monaten einen Saal im Bezirksrathaus Köln-Porz für eine Theaterveranstaltung reserviert, sich danach aber nicht mehr gemeldet. Am gestrigen Mittwoch habe die UETD dann mitgeteilt, dass dort nun eine "Informationsveranstaltung" stattfinden solle. Dafür werde die Stadt den Saal aber "nicht aufmachen", zumal notwendige Sicherheitsvorkehrungen so kurzfristig schwierig seien, sagte der Sprecher.

Bei dem für den 16. April geplanten Referendum sind auch rund 1,4 Millionen Türken in Deutschland wahlberechtigt. Für Sonntagabend hat der türkische Wirtschaftsminister einen Auftritt in Köln geplant, wie aus dem Kalender des Koordinationszentrums für die Auslandswähler der türkischen Regierungspartei AKP hervorgeht.

Yücel von regierungsnaher Presse verunglimpft

Weitere Links zum Thema
Die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara sind derzeit wegen der Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Yücel belastet. Nach einem Treffen mit dem Generalsekretär des Europarats in Straßburg hatte Bozdag am Mittwoch auf die Frage nach einer Freilassung von Yücel auf die Unabhängigkeit der türkischen Gerichte verwiesen. Der Korrespondent sitzt in der Türkei in Untersuchungshaft. Ihm werden Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. Erst am Mittwoch hatte der "Welt"-Korrespondent einen Brief aus der Haft gesendet.

Türkische Medien verunglimpfen "Welt"-Journalisten

Brief von Deniz Yücel aus der Haft

"Tageslicht! Frische Luft! Richtiges Essen!"

Brief von Deniz Yücel

Der Brief im Wortlaut:

"Hallo Welt,

nach 13 Tagen in Polizeihaft bin ich nun im Gefängnis Istanbul-Metris. Es mag sich merkwürdig anhören, aber mir kommt es so vor, als hätte ich ein kleines Stück meiner Freiheit zurückgewonnen: Tageslicht! Frische Luft! Richtiges Essen! Tee und Nescáfe! Rauchen! Zeitungen! Ein echtes Bett! Eine Toilette für mich alleine, die ich aufsuchen kann, wann ich will. Tagsüber - wenn ich will - Küche und Hof mit einer Handvoll politischer Häftlinge, abends eine Zelle für mich allein. Hier werde ich nicht lange bleiben, aber es ist okay. Und obwohl sie mich meiner Freiheit beraubt, bringen mich das Verhör und die Urteilsbegründung noch immer zum Lachen. Ich muss jetzt abbrechen. Aber ich danke allen Freunden, Verwandten, Kollegen, und allen, die sich für mich einsetzen. Glaubt mir: Es tut gut, verdammt gut.

Herzlich, Deniz"

Unterdessen haben regierungsnahe Medien in der Türkei Yücel als "Türkei-Feind" verunglimpft und in die Nähe von Terroristen gerückt. Die Zeitung "Star" schrieb am Donnerstag auf ihrer Titelseite über den deutsch-türkischen Korrespondenten: "Kein Journalist - PKK-Auftragsmörder" (PKK tetikcisi). Nach der Definition der Gesellschaft für türkische Sprache bezeichnet das Wort "tetikci" einen Auftragsmörder, es kann sinngemäß aber auch als Marionette verstanden werden.

"Star" berichtete, der deutsch-türkische Journalist sei "in Deutschland zur Symbolfigur der türkeifeindlichen Propaganda gemacht" worden. "In jedem seiner Artikel hat er mit Worten wie 'Despot, Frauenfeind' den Präsidenten (Recep Tayyip) Erdogan beleidigt."

Riexinger: Erdogan auf Stimmenfang für "Allmachtsfantasien"

Vor diesem Hintergrund hatte der geplante Deutschland-Besuch des türkischen Justizministers heftige Kritik ausgelöst: "Der türkische Despot führt die Bundesregierung am Nasenring durch die Manege", sagte Linken-Chef Bernd Riexinger mit Blick auf Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der türkische Justizminister Bekir Bozdag wolle für Erdogans "Allmachtsfantasien" auf Stimmenfang gehen. "Die Bundesregierung muss unmissverständlich klar machen, dass in Deutschland nicht Stimmung für die Einrichtung einer Diktatur gemacht werden darf."

"Vermischung von Regierungs- und Parteiarbeit"

Kritik kam auch von anderer Seite: Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat eine Vermischung von Regierungs- und Parteiarbeit durch türkische Minister in Deutschland kritisiert. "Ich finde es nicht okay, dass die türkische Regierung mit staatlichen Mitteln versucht, im Ausland für die AKP Partei zu ergreifen", sagte der Landes- und Bundesvorsitzende des Verbandes, Gökay Sofuoglu.

Solche Vermischungen beobachte er auch bei Veranstaltungen von Staatschef Recep Tayyip Erdogan, sagte Sofuoglu. Außerdem pflanzten solche Auftritte einen Spaltpilz in die türkische Gemeinde in Deutschland.

Yildirim in Oberhausen

Erst Mitte Februar war der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim in Nordrhein-Westfalen aufgetreten und hatte für die umstrittene Verfassungsreform geworben. "Seid ihr für eine große Türkei? Eine starke Türkei? Für Stabilität, Ruhe und Frieden?", fragte Yildirim bei der Kundgebung in Oberhausen. "Dann gebt eine Antwort, die ganz Europa, die ganze Welt hören kann!"

Das geplante Präsidialsystem würde Staatschef Recep Tayyip Erdogan mehr Macht einräumen und das Parlament schwächen. An der Volksabstimmung darüber am 16. April können sich auch die in Deutschland lebenden türkischen Bürger beteiligen.

Streitpunkte: Deutschland und Türkei

Pressefreiheit

Türkische überregionale Tageszeitung "Cumhuriyet" am 27.11.2015

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 151 von 180 Staaten - denn kritische Medien werden eingeschüchtert und auf Regierungskurs gezwungen. Dutzende türkische Journalisten sitzen in Haft, die Schließung von Medien machte Tausende arbeitslos. Auch der Druck auf ausländische Journalisten nimmt zu. Auch Journalisten, die eine ausländische und eine türkische Staatsbürgerschaft besitzen, stehen unter Druck. Für große Kritik sorgt die Verhaftung des deutsch-türkischen "Welt"-Korrespondenten in Istanbul, Deniz Yücel. Die Bundesregierung fordert seine Freilassung.

Böhmermann-Affäre

Jan Böhmermann

Ende März 2016 trägt der Satiriker und Moderator Jan Böhmermann auf ZDFneo eine umstrittene "Schmähkritik" an Präsident Recep Tayyip Erdogan vor. Der klagt, um das Gedicht komplett verbieten zu lassen und erzielt einen Teilerfolg vor dem Hamburger Landgericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Verfassungsreform

Recep Tayyip Erdogan am 09.01.2017

Die Regierungspartei AKP treibt die Einführung eines Präsidialsystems gegen den Widerstand der Opposition voran. Es würde Erdogan mehr Macht verleihen und das Parlament schwächen. Am 16. April 2017 ist eine Volksabstimmung geplant. Käme eine Mehrheit zustande, würde das parlamentarische System durch ein Präsidialsystem abgelöst. Kritiker befürchten ein Ende der Demokratie in der Türkei.

Wahlkampfauftritte

Binali Yildirim

Bei einem umstrittenen Auftritt in Oberhausen warb der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim im Februar 2017 vor in Deutschland lebenden Landsleuten für die Verfassungsreform. Deutsche Politiker kritisierten den Auftritt. Zugleich wächst der Widerstand gegen einen möglichen Wahlkampfauftritt Erdogans in Deutschland.

Derweil haben die Städte Gaggenau, Frechen und Köln Auftritte der türkischen Justiz- und Wirtschaftsminister verhindert. Wegen Sicherheitsbedenken untersagte das Schwarzwald-Städtchen Gaggenau den Auftritt des Justizministers Bekir Bozdag. Daraufhin sagte Bozdag ein Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen, Bundesjustizminister Heiko Maas, ab. Ebenfalls aufgrund von Sicherheitsbedenken untersagte Köln eine Veranstaltung mit dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci.

Aufgrund der verhinderten Minister-Auftritte reagierte die türkische Regierung verärgert und bestellte den deutschen Türkei-Botschafter in Ankara ein.

Militärputschversuch

Mitglieder der türkischen Armee

Die Türkei ist lange verärgert darüber, dass sich nach dem gescheiterten Putsch von Teilen des Militärs Mitte 2016 zunächst keine Mitglieder der Bundesregierung blicken lassen. Als erster reist im Oktober 2016 Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nach Ankara, Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im November.

Immunität

Das Parlament in Ankara (Archivbild)

Auf Betreiben Erdogans beschließt das türkische Parlament im Mai 2016, vielen Abgeordneten die Immunität zu entziehen. Betroffen ist vor allem die pro-kurdische HDP, der Erdogan Terrorvorwürfe macht. Die Festnahme wichtiger Oppositionspolitiker stößt in Berlin und Brüssel auf heftige Kritik.

Flüchtlingspakt

Kinder am Grenzzaun eines Flüchtlingscamps in der Türkei

Ankara droht immer wieder damit, die Kooperation mit der EU in der Flüchtlingskrise aufzukündigen. Grund ist unter anderem die Forderung, die Türkei müsse Anti-Terror-Gesetze reformieren, um politischen Missbrauch zu verhindern. Im November 2016 fordert das EU-Parlament, die Beitrittsgespräche mit Ankara einzufrieren. Die EU erklärt bald darauf, die Gespräche würden vorerst nicht ausgeweitet.

Luftwaffenbasis

Luftwaffenstützpunkt Incirlik

Nach dem Bundestagsbeschluss untersagen die türkischen Behörden einem Parlamentarischen Staatssekretär und mehreren Bundestagsabgeordneten den Besuch der Bundeswehrsoldaten auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik. Dann gibt die Türkei doch noch grünes Licht.

(Quelle: ZDF, dpa)

Yücel: U-Haft und mögliche Strafe

Untersuchungshaft in der Türkei

Solidaritätsaktion für inhaftierten Journalisten Deniz Yücel

Vor einem Gerichtsprozess kann ein Verdächtiger in der Türkei nach maximal 14-tägigem Polizeigewahrsam freigelassen oder in Untersuchungshaft genommen werden. Die Untersuchungshaft verhängt ein Haftrichter auf Antrag eines Staatsanwalts.

Im Jahr 2014 wurde die Dauer der U-Haft in der Türkei bei einer Reform auf maximal fünf Jahre begrenzt. Davor konnten Untersuchungshäftlinge zehn Jahre festgehalten werden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte nach der Reform, dass auch fünf Jahre "akzeptable Menschenrechtsnormen überschreiten". Zum Vergleich: In Deutschland dauert die U-Haft grundsätzlich nicht mehr als sechs Monate.

Die Gefängnisse in der Türkei sind derzeit übervoll. Nach dem Putschversuch vom Juli 2016 wurden Zehntausende Menschen unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft genommen. Gegen die Verhängung von Untersuchungshaft kann Einspruch erhoben werden.

Welche Strafe könnte Yücel drohen?

Deniz Yücel

Die Vorwürfe gegen Deniz Yücel in der Trkei lauten Terrorpropaganda und Volksverhetzung. Nach Artikel 7 des Anti-Terror-Gesetzes drohen für Terrorpropaganda ein bis fünf Jahre Gefängnisstrafe. Die Strafe kann allerdings um die Hälfte erhöht werden, wenn die Propaganda in Medien veröffentlicht wurde. Den Verantwortlichen in diesen Medienhäusern droht außerdem ein Bußgeld.

Auch Volksverhetzung kann in der Türkei mit Gefängnis geahndet werden: Nach Artikel 216 des türkischen Strafgesetzbuches beträgt das Strafmaß dafür ein bis drei Jahre Haft.

(dpa)

02.03.2017, Quelle: ZDF, dpa, afp
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